Die Bundesstraße 299 (Abkürzung: B 299) liegt in Bayern und führt von der nördlichen Oberpfalz bis in den Chiemgau.
Verlauf Gebietskörperschaften Bayern Landkreis Tirschenreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Eichstätt Landkreis Kelheim Landkreis Landshut Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Altötting Landkreis Traunstein
Überquerte Gewässer Hundsbach, bei Hundsbach Forellenbach und Glasmühlbach, bei Waldsassen Lausnitz, bei Hofteich Seibertsbach, bei Mitterteich Heinbach, bei Reuth bei Erbendorf Fichtelnaab, Galgenbach und Schreierbach, bei Erbendorf Grünbach, bei Hessenreuth Kohlbach, bei Riggau Haidenaab, bei Zintlhammer Creußen, Thumbach und Schaumbach, bei Grafenwöhr Wurzenbach, bei Hütten Röthenbach und Lindenbach, bei Kaltenbrunn Ringelmühlbach und Vils, bei Freihung Vils, bei Seugast Rufhenbach, bei Atzmannsricht Hallandenbach, bei Kainsricht Rohrbach Gebenbach, bei Godlricht Wolfsgraben, bei Ammersricht Vils, Fiederbach und Ammerbach, bei Amberg Lauterach, bei Kastl Pilsach Pilsach-Leitgraben, bei Labersricht Stadtbach, Steinbach und Maierbach, bei Neumarkt in der Oberpfalz Irlgraben, bei Woffenbach Donau, zwischen Pförring und Neustadt/Do Isar, bei Landshut Inn, bei Neuötting
Von Hundsbach bis zur A 93 Die B 299 beginnt in Fortsetzung der tschechischen Silnice II/214 an der tschechischen Grenze bei Hundsbach in der Oberpfalz. In südöstlicher Richtung verlaufend passiert sie Waldsassen und tangiert Mitterteich, bevor sie auf knapp zwölf Kilometern Länge durch die A 93 ersetzt wird.
Zwischen A 93 und A 6 In der Folge führt die B 299 an Reuth, Krummennaab und Erbendorf vorbei, wobei die Ortsumgehung Erbendorf in gemeinsamem Verlauf mit der B 22 erfolgt. Nach dem Abzweig von der B 22 geht es durch den Hessenreuther Wald (Ausbaustrecke – Kunstwerk von Erwin Otte) nach Pressath, wo die B 470 gekreuzt wird, und kurz darauf nach Grafenwöhr, wo die B 299 kilometerlang am gleichnamigen Truppenübungsplatz vorbeiführt. Anschließend werden die Orte Freihung, Gebenbach und Hahnbach tangiert, bevor die Bundesstraße die kreisfreie Stadt Amberg erreicht. An die Ortsumgehung Amberg schließt sich ein Teilstück im 2+1-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h an, das als Zubringer zur A 6 dient.
Zwischen A 6 und A 3 Nach dem Anschluss an die A 6 wird die B 299 wieder zweispurig und führt in südwestlicher Richtung über Ursensollen, Kastl, Lauterhofen und Pilsach unter der A 3 hindurch nach Neumarkt in der Oberpfalz, das westlich von der Ortsumgehung tangiert wird. Ein Teilstück dieser Ortsumgehung ist als Zubringer zur B 299a und A 3 vierspurig ausgebaut.
Zwischen A 3 und A 93 Hinter Neumarkt verläuft die B 299 nach Süden am Ludwig-Donau-Main-Kanal entlang an Sengenthal und Mühlhausen vorbei, bis kurz vor Berching auch der Main-Donau-Kanal in einen zur B 299 parallelen Verlauf einschwenkt. Nach der Ortsdurchfahrt von Beilngries im Altmühltal steigt die B 299 stark an und verläuft nun etwa 30 Kilometer in südlicher Richtung über eine flach zur Donau abfallende Ebene. Dabei führt die Straße an Altmannstein vorbei, durchquert Mindelstetten und tangiert Pförring, bis jenseits der Donau Neustadt mit der unübersehbaren Erdölraffinerie erreicht wird.
Von hier aus verläuft die B 299 einige Kilometer gemeinsam mit der B 16 in östlicher Richtung, bevor sie in Richtung Südosten abzweigt. Sie schließt an die B 301 und die A 93 bei Siegenburg an.
Zwischen A 93 und A 92 Anschließend wird die östliche Hallertau durchquert. Die Bundesstraße führt an Pfeffenhausen vorbei, durchquert dann einige Ortschaften auf dem Gemeindegebiet von Weihmichl und Furth (die einzigen verbliebenen Ortsdurchfahrten auf dem vielbefahrenen Teilstück zwischen Neustadt und Landshut). Nach der Ortsumgehung von Pfettrach erfährt die B 299 bei Altdorf einen knapp drei Kilometer langen Versatz durch die A 92.
Zwischen A 92 und A 94 Das Stadtgebiet der kreisfreien Stadt Landshut quert sie auf der Konrad-Adenauer-Straße. Dort kommt es regelmäßig zu Staus, da sie sich im Bereich der beiden Isarbrücken und der Insel Mitterwöhr beidseitig von zwei auf eine Fahrspur pro Richtung verengt. Nach Verlassen des Stadtgebietes steigt sie am sog. Kasernenberg (Isarhangleite) in dreispurigem Ausbau stark an und führt in südöstlicher Richtung an Geisenhausen und Vilsbiburg vorbei, bevor sie einige Kilometer gemeinsamen Verlauf mit der B 388 in östlicher Richtung besitzt. Dann zweigt sie wieder ab und führt in südöstlicher Richtung durch Egglkofen und an Neumarkt-St. Veit vorbei zur A 94.
Von der A 94 bis nach Altenmarkt a. d. Alz Nachdem sie auf etwa neun Kilometern Länge durch die A 94 ersetzt wird, überquert sie bei Neuötting den Inn, tangiert Altötting und Unterneukirchen, bevor mit der Ortsdurchfahrt von Garching ein schlechter ausgebautes Teilstück erreicht wird. Weiter verläuft die B 299 im Alztal durch die Orte Tacherting, Trostberg und Altenmarkt, wo sie an der Einmündung in die B 304 endet.
Ersetzungen Abschnitte wie Mitterteich und Falkenberg wurden durch die Bundesautobahn 93 über zwölf Kilometer Altdorf und Landshut wurden durch die Bundesautobahn 92 über drei Kilometer Mühldorf und Altötting wurden durch die Bundesautobahn 94 über neun Kilometer durch Autobahnteilstücke ersetzt.
Teilweise verläuft die B 299 auch gemeinsam mit anderen Bundesstraßen.
Geschichte Frühere Strecken und Bezeichnungen Bei der ursprünglichen Nummerierung 1937 führte die damalige Reichsstraße 299 nicht über den heutigen Streckenverlauf hinaus. Nach einer Straßenkarte aus dem Jahr 1941Der Deutsche Automobilclub (Hrsg.) Straßenkarte von Deutschland, Maßstab 1.1250000, 1941. trug nur die Strecke südlich von Neumarkt in der Oberpfalz die Bezeichnung Reichsstraße 299, während der Abschnitt bis Mitterteich Teil der von Karlsbad kommenden Reichsstraße 15 war. 1942 wird der Verlauf wie folgt angegeben: Neumarkt i.d.Opf. – Berching – Beilngries – Neustadt a. d. D. – (Rstr. 16) – Pfeffenhausen – Landshut – (Rstr. 11 und 15) – Vilsbiburg – Neuötting – (Rstr. 12) – Altötting – Altenmarkt.Bundesarchiv (invenio), Reichsstrassen-Verzeichnis, Stand 1. April 1942, Dokument R 4601/3054, S. 16*, im Internet abrufbar unter https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/, abgerufen am 17. März 2026
Kosten Für die Ortsumfahrung Mühlhausen waren (Stand: 2017) 21,9 Mio. Euro in den Haushalt eingestellt. Für die Ortsumfahrung Tanzfleck wurden 2017 die Kosten auf 6 Mio. Euro geschätzt.Deutscher Bundestag Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Kühn (Dresden), Sven-Christian Kindler, Annalena Baerbock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 18/13197 – Finanzierung des Bedarfsplans Straße im Haushaltsjahr 2017. PDF. Drucksache 18/13328, 16. August 2017, abgerufen am 15. Juli 2018.
Verkehrsaufkommen mini|375px|Veränderung des Verkehrsaufkommens auf der B 299 ermittelt während der wiederkehrenden Verkehrszählungen von 2010 und 2015 Während der nördliche Teil der Bundesstraße relativ gering belastet ist, tritt im Abschnitt zwischen Neustadt an der Donau und Altenmarkt an der Alz ein wesentlich höheres Verkehrsaufkommen auf. Dieses Teilstück der B 299 stellt die Verbindungsachse zwischen dem Bayerischen Chemiedreieck und dem Industriegebiet zwischen Neustadt und Ingolstadt her.
Besonders belastet ist sie im Stadtgebiet von Landshut. 2010 waren dies bei Landshut-Nord (hier kreuzt sie die A 92) rund 18.500, im Bereich der Konrad-Adenauer-Straße knapp 24.000 Fahrzeuge und bei Landshut Ost in Richtung Weihbüchl zirka 13.700 Fahrzeuge pro Tag.Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr: . Online auf www.baysis.bayern.de. Abgerufen am 9. März 2015.
An der B 299 gibt es derzeit nur eine Dauerzählstelle: Nummer 9292 Amberg (s). Das Verkehrsaufkommen hat dort von durchschnittliche 12.000 Fahrzeugen täglich im Jahr 2004 auf 10.000 im Jahr 2014 abgenommen. Der Anteil des Schwerlastverkehrs ist von 2004 mit durchschnittlich 3.500 Lkw pro Tag um mehr als zwei Drittel auf etwa 1.000 im Jahr 2014 zurückgegangen. Der größte Rückgang war dabei in den Jahren 2004 bis 2006 zu verzeichnen. Seit 2009 ist das Verkehrsaufkommen nahezu konstant geblieben.
mini|links|x275px|2004 bis 2014*): Durchschnittliches Verkehrsaufkommen Kfz auf der B 299 erfasst durch die Dauerzählstelle 9292 Amberg (s)Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr: . Online auf www.baysis.bayern.de. Abgerufen am 5. Dezember 2015.
Erhaltungsmaßnahmen Raum Landshut In den Jahren 2013 bis 2015 wurde die Tragfähigkeit der beiden B 299-Isarbrücken überprüft. Auf Grund des Zustandes der Schubbewehrung ist ein Neubau beider Brücken innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre erforderlich. Das staatliche Bauamt Landshut rechnet mit einem Planungsvorlauf bis zu einer Realisierung von zirka fünf Jahren, einer Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren pro Brückenbauwerk und Kosten in Höhe von zwölf bis 15 Millionen Euro.Landshuter Zeitung: B 299-Isarbrücken müssen neu gebaut werden, 21. Mai 2015.
2014: Im Sommer wurde in zwei Bauabschnitten vom Anschluss Moniberg (Stadt Landshut) bis Hohenegglkofen sowie auf einem drei Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Anschluss Hohenegglkofen mit Bauende in Höhe von Fimbach der Fahrbahnbelag, die Bankette und die Schutzplanken erneuert.Landshut aktuell: Neuer Bauabschnitt auf B 299.
2015: Ab Mitte April ist geplant, an der Konrad-Adenauer-Straße in Landshut die Brücke bei Piflas über die dort vierspurige B 15 zu sanieren. Für den ersten Bauabschnitt sind drei Monate eingeplant. Dabei wird die Brücke nur Richtung Süden befahrbar sein. Der zweite Bauabschnitt ist für Mitte Juli bis Oktober vorgesehen. Dabei ist die Brücke einspurig in beiden Richtungen befahrbar.Landshut aktuell: Harte Geduldsprobe für Autofahrer, 11. Februar 2015.
2016: Am 9. Mai wurde damit begonnen, die B 299 im Bereich der Konrad-Adenauer-Straße zu sanieren. Dabei werden bis Juli zunächst die Bordsteine und die Geh- und Radwege in Stand gesetzt und teilweise verbreitert. Entsprechende Arbeiten im Bereich der beiden Isarbrücken sind im Gange. Anfang August erfolgt dann die Erneuerung des Fahrbahnbelages ab der Anschlussstelle Landshut-Nord mit der A 92 bis zur Höhe Schützen-/Schönaustraße.Landshuter Wochenblatt: Konrad-Adenauer-Straße: Im August gibt's eine Vollsperre, 25. Mai 2016. Dabei wird ein lärmmindernder Belag aufgebracht.Landshuter Wochenblatt: Neuer Asphalt gegen den Lärm, 10. Juni 2015. Die Stadt Landshut und der Markt Ergolding tragen die Kosten für die Sanierung der Gehwege, die für die Instandsetzung der Radwege und die Erneuerung des Fahrbahnbelages der Bund.
Ausbauplanung Noch weiter südlich – im Tal der Alz – ist der Ausbauzustand der B 299 durch zahlreiche Ortsdurchfahrten, gefährliche Kreuzungen und Ampeln vergleichsweise schlecht.
Mit dem zeitweisen Aus des Weiterbaus der B 15 neu verkündet am 19. Januar 2015 durch Bayerns Innenminister HerrmannBayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr: Planungen zur B 15neu. 24. Januar 2015. Online auf www.stmi.bayern.de. Abgerufen am 20. Januar 2015. kam das Thema mehrspuriger Ausbau der B 299 in den Fokus der Politik zurück.Landshuter Zeitung: Auch Aiwanger fordert Ertüchtigung der B 299, 21. Januar 2015.
Ortsumgehungen Für die Orte Garching, Tacherting, Trostberg und Altenmarkt sind bereits Umgehungsstraßen angedacht, wobei Letztere in gemeinsamem Verlauf mit der B 304 geführt würde.
Ortsumfahrung Mühlhausen Für dieses Vorhaben waren 2017 Haushaltsmittel eingestellt. Der Ausbau erfolgte auf 5,4 Kilometer mit 3 Fahrstreifen und wurde Ende 2018 nach eineinhalb Jahren Bauzeit abgeschlossen.
Ortsumfahrung Tanzfleck