mini|hochkant=1.2|Der Teufelsstein am Kreuzberg Der Teufelsstein (auch: Teufelstein) ist ein Kallmünzer auf dem Gebiet der Gemeinde Hahnbach im Landkreis Amberg-Sulzbach in Bayern. Der Überlieferung nach war der Teufelsstein eine heidnische Opferstätte. Auch in der einschlägigen Literatur wird er als solche angesprochen, ein Beweis hierfür konnte jedoch noch nicht erbracht werden.
Lage Der Teufelsstein liegt im nördlichen Gemeindegebiet der Marktgemeinde Hahnbach unmittelbar an der Grenze zum Gemeindegebiet der Stadt Vilseck ca. 1 km nordwestlich des Ortsteiles Mülles und ca. 350 m nordöstlich des Gipfels des Kreuzbergs.
Beschreibung Der tischartige Felsblock ist nach Westen geneigt und besitzt eine Länge von 4 m und eine Breite von 3 m sowie eine mittlere Höhe von 1 m. Auf seiner Oberseite befinden sich zwei amorphe, pfannenartige Vertiefungen unterschiedlicher Größe, die durch Korrosion in Verbindung mit Kleinfrostsprengung entstanden sind. Die von der südlichen Vertiefung zum Rand des Felsblocks führende v-förmige Rinne, über die die Entwässerung der Mulden erfolgt, scheint von Menschenhand nachgearbeitet worden zu sein.
Grabungen im August 2006 zeigten, dass der Gesteinsblock etwa einen halben Meter tief im Boden steckt und eine flache Unterseite besitzt. Sein Volumen beträgt somit etwa 12 Kubikmeter.
Entstehung Beim Teufelsstein handelt es sich um ein Reliktgestein der ehemaligen Kreideüberdeckung. Die sandigen Kreidesedimente wurden stellenweise kieselig gebunden. So entstanden sehr harte Quarzsandsteine, die der Verwitterung wesentlich besser widerstanden als die umgebenden und unterlagernden Gesteine. Schließlich blieben sie als Einzelblöcke auf wesentlich älteren Gesteinen (hier Dogger) erhalten. Viele Kallmünzerblöcke wurden im Quartär durch Solifluktion noch verlagert.
Bis vor 25 Jahren gab es auf dem Kreuzberg noch zahlreiche Kallmünzerblöcke. Inzwischen wurden jedoch vor allem die kleineren Exemplare in die Gärten der Umgebung verbracht.
Der Teufelsstein liegt auf einer durchgehenden Limonitsandsteinbank. Es handelt sich dabei um ein festes, eisenschüssiges Gesteinsflöz von rötlicher Farbe. Das auf dem Kreuzberg etwa 60 m mächtig anstehende Paket aus feinkörnigen Doggersanden (Eisensandstein des Braunen Jura) durchziehen mehrere solche Flöze.
Sage Eine Wandersage erklärt die Herkunft des Teufelssteins. Franz X. von Schönwerth erzählt die Sage folgendermaßen:
Geotopstatus Der Teufelsstein ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als geschütztes Geotop ausgewiesen. Dort wird er geführt unter dem Namen Teufelsstein am Kreuzberg NW von Mülles und der Nummer 371R044.
Siehe hierzu auch die Liste der Geotope im Landkreis Amberg-Sulzbach.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Hahnbach Kategorie:Findling in Bayern Kategorie:Geotop im Landkreis Amberg-Sulzbach