Pia Solèr (geb. 1971 in Vrin) ist eine Schweizer Schriftstellerin und Alphirtin aus Graubünden.
Biografie Pia Solèr arbeitete nach einer Detailhandelslehre in einem Musikgeschäft sommers auf der Alp und ging winters auf Reisen. Im rätoromanischen Film «Levzas Petras» – Bittere Lippen (1994) spielte sie die weibliche Hauptrolle nebst Bruno Cathomas.
In ihrem autobiografischen Buch Die Weite fühlen (2011) schildert sie ihr Leben als Alphirtin. Als Rätoromanin schreibt sie in deutscher Sprache, um eine grössere Leserschaft zu erreichen. Das Buch entstand auf Anregung des deutschen Verlegers Rainer Weiss, der das Buch auch verlegte. Er hatte die NZZ-Reportage Von der Herausforderung, Schafe zu hüten, und von der Distanz zur Welt gelesen, in welcher Solèr porträtiert worden war. Das Buch erhielt zahlreiche positive Rezensionen, u. a. in der NZZ, SRF, der Südostschweiz und dem Aviva Onlinemagazin für Frauen. 2013 erschien die Taschenbuchausgabe im Diana Verlag.
Solèr hat zwei Geschwister und lebt den Jahreszeiten entsprechend als Hirtin in Vrin, in Vanescha und auf der Alp Scharboda. Ihr Bruder Verner Solèr lebt als Fotograf in den Vereinigten Staaten. Ihr Buch erzählt vom Alltag einer Hirtin, die sich in der rauen Gebirgswelt des 2016 geplanten, jedoch nicht realisierten Naturparkes Parc Adula zurechtfindet.
Werke
Weblinks
Daniela Kuhn: Von der Herausforderung, Schafe zu hüten, und von der Distanz zur Welt. In: Neue Zürcher Zeitung, 31. Juli 2010.
Einzelnachweise
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