Jeica (, ) ist ein Dorf im Kreis Bistrița-Năsăud in Rumänien. Es ist Teil der Gemeinde Mărișelu.
Geographische Lage mini|links|Jeica (ung. Sellÿk) in der Josephinischen Landaufnahme von 1769 bis 1773. mini|Straße in Jeica Das Dorf Jeica liegt östlich des Siebenbürgischen Beckens und ist sechs Kilometer südwärts vom Gemeindezentrum über eine unbefestigte Straße, die Dorfstraße (Drum comunal) DC15, zu erreichen.
Geschichte Das Dorf wurde 1332 erstmals urkundlich erwähnt.Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. Es wurde anfangs von Siebenbürger Sachsen und Ungarn bevölkert. Seit dem Zweiten Weltkrieg leben beinahe nur Ungarn in der kleinen Ortschaft.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1880–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung 30. Oktober 2008 (PDF; 767 kB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere 1850 723 17 691 4 11 1930 600 24 564 12 - 1941 496 22 465 5 4 1977 333 7 299 2 25 2002 126
126
- 2011Varga E. Árpád: Volkszählungen 1852–2011 in Siebenbürgen bei nepszamlalas.adatbank.ro (ungarisch). 104 2 100
2
Das Dorf ist mit einem Anteil von über 95 Prozent protestantisch geprägt. Mehr als 98 Prozent der Bevölkerung spricht die ungarische Sprache als Hauptsprache, gefolgt von der rumänischen.
Wirtschaft und Infrastruktur Im Dorf selbst ist Internet per Kabel und Telefon per Kabel verfügbar. Anfang März 2016 wurde eine eigens für das Dorf errichtete Mobilfunkstation in Betrieb genommen, wodurch nun Telefonie mit Mobilgeräten möglich ist. Aufgrund der mangelnden physischen Infrastruktur existiert keine nennenswerte Wirtschaft. Hauptbetätigungsfeld ist hier die Land- und Forstwirtschaft, wobei der Schwerpunkt auf der Schafzucht und der Weidewirtschaft liegt. Im Dorf gibt es außerdem einen kleinen Dorfladen.
Kultur Im Sommer gibt es die Schelkener Kulturtage, welche immer an einem Wochenende im August stattfinden. Daneben gibt es eine Dorfpartnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Lajoskomárom mit regelmäßigem Austausch. Es gibt auch eine Blaskapelle, welche seit 1879 besteht und zu verschiedenen Anlässen spielt. In der Vergangenheit bestand auch eine Partnerschaft mit einem Kinderdorf im ungarischen Kecskemét, welche aber aufgegeben wurde. (ungarisch). Abgerufen am 1. Januar 2016.
Literatur Wass György: Zselyk: egy magyar falu Beszterce-Naszód megyében, Debrecen 1994, ISBN 9634719414
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kreis Bistrița-Năsăud Kategorie:Ersterwähnung 1332