mini|hochkant|Julia Riedler bei der Verleihung des Nestroy-Theaterpreises 2025 Julia Riedler (* 6. März 1990 in Salzburg) ist eine österreichische Schauspielerin, Theaterregisseurin und Hörspielsprecherin.
Leben und künstlerische Karriere Nach der Schulausbildung begann Julia Riedler zunächst ein Jurastudium. Im Jahr 2009 wechselte sie jedoch an die Theaterakademie in Hamburg und studierte dort bis 2013., abgerufen am 11. April 2026 Bereits zur Spielzeit 2012/2013 bekam sie ein Engagement am Deutschen Schauspielhaus. Hier erhielt sie 2013 den renommierten Boy-Gobert-Preis für Nachwuchsschauspieler. Ab der Spielzeit 2013/2014 war sie Mitglied des Ensembles am Schauspiel Köln. Für die Darstellung des Käthchens in Heinrich von Kleists Das Käthchen von HeilbronnRitterspiele auf der Schanze auf Kölner Stadt-Anzeiger online; abgerufen am 1. Januar 2015 wurde sie 2015 als beste Schauspielerin von der Theaterzeitschrift Theater heute nominiert. Von der Spielzeit 2015/2016 bis zur Spielzeit 2019/20 war Julia Riedler Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen. Seit 2020 arbeitet sie freischaffend, spielte am Burgtheater Wien die Rolle der Rosaura in Das Leben ein Traum, für die sie für den Nestroy-Theaterpreis 2021 als Beste Nebendarstellerin nominiert wurde. Seit 2021 spielt sie am Maxim Gorki Theater Berlin als Gast in verschiedenen Inszenierungen. Am Schauspielhaus Zürich trat sie mehrfach auf, und am Thalia Theater Hamburg war sie in den Spielzeiten 2023/24 und 2024/25 in der Bühnenadaption von Benjamin von Stuckrad-Barres Noch wach? zu sehen. Auch am Volkstheater Wien ist sie seit der Spielzeit 2023/24 zu sehen. 2025 wurde Julia Riedler vom Fachmagazin Theater heute für ihre Performance in Fräulein Else zur Schauspielerin des Jahres gekürt. Beim Berliner Theatertreffen 2026 war Riedlers Fräulein Else die Inszenierung, die ständig viel mehr Leute sehen wollten, als es Plätze gab; man nannte Riedler 'ikonisch'.Sie ist schon jetzt ikonisch: Fräulein Else - Das Gastspiel des Wiener Volkstheaters beim Theatertreffen, nachtkritik.de, erschienen und abgerufen am 7. Mai 2026
Julia Riedler wirkte auch in Film- und Fernsehproduktionen mit. Darunter befand sich 2009 eine erste Rolle in dem österreichischen Spielfilm Geliebter Johann Geliebte Anna von Julian Pölsler mit Tobias Moretti, Anna Maria Mühe und Max von Thun. 2015 war sie zunächst in einer Hauptrolle in dem Fernsehfilm Aus der Kurve von Stanisław Mucha mit Andreas Helgi Schmid und Luise Wolfram zu sehen. auf daserste.de; abgerufen am 1. Januar 2016Der Mord, den ich nicht begangen habe auf faz.net; abgerufen am 1. Januar 2016 Ebenfalls 2015 verkörperte sie in der 90-minütigen Filmauskopplung Ein Mord mit Aussicht der Krimiserie Mord mit Aussicht die Figur der Mara Schmolling. Als Ermittlerin Hannelore Klost trat sie 2016 in Didi Danquarts Film Goster, der beim Filmfest München Premiere hatte, in einer weiteren Hauptrolle auf. auf filmfest-muenchen.de; abgerufen am 24. Juli 2016Krimi-Groteske "Goster" Gestört, aber geil auf Spiegel Online; abgerufen am 16. Mai 2017 In Tilman Singers international gefeiertem Debütfilm Luz (2018) übernahm sie die Rolle der diabolischen Nora Vanderkurt. Als Bauhaus-Künstlerin Dörte Helm tauchte sie 2019 im ARD-Film Lotte am Bauhaus auf. 2022 spielte sie im Tatort Frankfurt Finsternis neben Uwe Preuss und Odine Johne eine Hauptrolle. Der französische Kinofilm She is Conann des Regisseurs Bertrand Mandico, in welchem Riedler die Figur der Barbarenkönigin Sanja spielte, wurde 2023 zu den internationalen Filmfestspielen von Cannes eingeladen.
Seit 2013 ist Julia Riedler auch als Hörspielsprecherin tätig.
Theater (als Schauspielerin) – Auswahl Münchner Kammerspiele 2015: Maria Stuart (als Maria Stuart). Nach Friedrich Schiller. Inszenierung: Andreas Kriegenburg 2015: Der Kaufmann von Venedig (als Portia). Nach William Shakespeare. Inszenierung: Nicolas Stemann 2016: The Re´Search. Nach Ryan Trecartin. Inszenierung: Felix Rothenhäusler 2016: Hot Pepper, Air Conditioner and the Farewell Speech (als Erika). Von Toshiki Okada. Inszenierung: Toshiki Okada 2016: Caspar Western Friedrich (als Cowgirl). Von Philippe Quesne. Inszenierung: Philippe Quesne 2016: Opernhaus präsentiert: Opernbude. Konzept: David Marton 2016: Wut (als Julia). Nach Elfriede Jelinek. Inszenierung: Nicolas Stemann 2017: Fische. Von Nele Stuhler: Lange Nacht der neuen Dramatik 2017 2017: Der Kirschgarten (als Anja). Nach Anton Tschechow. Inszenierung: Nicolas Stemann 2017: On the Road (als Julia). Nach dem gleichnamigen Roman von Jack Kerouac. Inszenierung: David Marton 2017: Wartesaal (als Lea de Chassefiere / Ilse Benjamin / Harry Meisel). Nach dem Roman „Exil“ von Lion Feuchtwanger. Inszenierung: Stefan Pucher 2018: Jule, Julia, Julischka (als Julia). Szenische Lesung des Theaterstücks von Frank Witzel mit Jule Böwe, Julischka Eichel und Julia Riedler 2018: Der Vater (als Laura). Nach August Strindberg. Inszenierung: Nicolas Stemann 2018: Reading: Residency. Szenische Lesung mit Caren Jess, der Gewinnerin der Residenz der „Langen Nacht der Dramatik 2018“, mit Walter Hess und Stefan Merki 2018: Nelson Mandela – Briefe aus dem Gefängnis. Szenische Lesung 2019: Yung Faust (als Faust). Nach Faust. Eine Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Leonie Böhm 2019: Farm Fatale (als Sissi). Von Philippe Quesne. Inszenierung: Philippe Quesne 2019: Walter kommt rum – Ein Abend zum 80. Geburtstag des Schauspielerkollegen Walter Hess 2019: For the Last Time – Ein Projekt von Kinan Hmeidan 2019: Melancholia (als Justine). Nach dem Spielfilm von Lars von Trier. Inszenierung: Felix Rothenhäusler 2020: Im Dickicht der Städte (als Shlink). Nach Bertolt Brecht. Inszenierung: Christopher Rüping 2020: Die Räuberinnen (als Karl Moor). Nach Die Räuber von Friedrich Schiller. Inszenierung: Leonie Böhm 2026: Fräulein Else (als Else T. – Solorolle). Frei nach der gleichnamigen Novelle von Arthur Schnitzler von Leonie Böhm und Julia Riedler. Inszenierung: Leonie Böhm (Übernahme vom Volkstheater (Wien))
Burgtheater Wien 2020: Das Leben ein Traum (als Rosaura). Nach Pedro Calderón de la Barca. Inszenierung: Martin Kušej
Maxim Gorki Theater Berlin 2021. Noorrrraaaaaaaa. Nach Henrik Ibsen. Inszenierung: Leonie Böhm 2023: Antigone. Nach Sophokles. Inszenierung: Leonie Böhm 2024: Die Räuberinnen (als Karl Moor). Nach Friedrich Schiller. Inszenierung: Leonie Böhm (Übernahme von den Münchner Kammerspielen)
Schauspielhaus Zürich 2022: Der Vater (als Laura). Nach August Strindberg. Inszenierung: Nicolas Stemann
Thalia Theater Hamburg 2023: Noch wach? (Ensemble). Nach dem Roman von Benjamin von Stuckrad-Barre. Inszenierung: Christopher Rüping 2024: Orestie I-IV (als Elektra / Kassandra / Chor). Nach Aischylos, Sophokles und Euripides. Inszenierung: Nicolas Stemann (In Kooperation mit den Salzburger Festspielen)
Salzburger Festspiele 2024: Orestie I-IV (als Elektra / Kassandra / Chor). Nach Aischylos, Sophokles und Euripides. Inszenierung: Nicolas Stemann (In Kooperation mit dem Thalia Theater (Hamburg))
Nationaltheater Mannheim 2025: Die Räuberinnen (als Karl Moor). Nach Friedrich Schiller. Inszenierung: Leonie Böhm (23. Internationale Schillertage in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen und dem Maxim Gorki Theater Berlin)
Volkstheater Wien 2024: Rom (als Kleopatra). Von Julia Jost nach William Shakespeare. Inszenierung: Luk Perceval 2025: Fräulein Else (als Else T. – Solorolle). Frei nach Arthur Schnitzler von Leonie Böhm und Julia Riedler. Inszenierung: Leonie Böhm
Theater (als Regisseurin) 2026: Hamlet von William Shakespeare, in der Übersetzung von Jürgen Gosch und Angela Schanelec, Premiere am 20. Februar 2026 im Theater FreiburgReingart Sauppe: Das dänische Kettensägenmassaker: Hamlet - Theater Freiburg, Rezension auf nachtkritik.de, erschienen und abgerufen am 21. Februar 2026
Filmografie (Auswahl) 2009: Geliebter Johann Geliebte Anna 2013: Gonsalvus – Die wahre Geschichte von „Die Schöne und das Biest“ (Dokudrama) 2015: Aus der Kurve (Fernsehfilm) 2015: Ein Mord mit Aussicht (Fernsehfilm) 2016: Goster 2018: Bier Royal 2019: Lotte am Bauhaus (Fernsehfilm) 2020: Men in Trouble (Film-Installation). Regie und Drehbuch: Jovana Reisinger 2022: Tatort: Finsternis 2023: She is Conann (Kinofilm) 2025: 30 Tage Lust 2026: Tatort: Showtime (Fernsehreihe)
Hörspiele (Auswahl) 2013: The Dark Side Of The Moon 2013: Die letzte Flucht (2 Teile) 2013: In hellen Sommernächten (2 Teile) 2013: Ans Wasser! 2013: Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe 2014: Onno Viets und der Irre vom Kiez 2014: Der Nachtschreck (5. Teil) 2014: Accabadora 2014: Chapters 2014: Mördergrube 2015: Der Zug (2 Teile) 2015: Ein Freund des Verblichenen 2015: Unterwerfung (2 Teile) 2017: Beyond the Rainbow 2019: Ich blätterte gerade in der Vogue, da sprach mich der Führer an 2020: Pamelas Potentiale – Zauber, Flöte, Deluxe 2021: Meine geniale Freundin 2023: Der große Gatsby 2024: Die Mumins (Folge Sturm im Mumintal)
Auszeichnungen 2013: Boy-Gobert-Preis 2016: AZ-Stern des Jahres "Beste Schauspielerin" 2017: Bayerischer Kunstförderpreis, Sparte „Darstellende Kunst“ 2025: Schauspielerin des JahresJahresbestenliste 2025 von Theater heute, Nachtkritik, 28. August 2025. 2025: Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie Beste Schauspielerin für Fräulein Else am Volkstheater Wien
Weblinks
Julia Riedler bei der Agentur Schlag Internetauftritt von Julia Riedler
Einzelnachweise
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