Elke Twiesselmann (* 31. Mai 1927 in Hamburg; † 28. September 2021Traueranzeige Elke Twiesselmann. In: stuttgart-gedenkt.de, 2. Oktober 2021. Abgerufen am 6. Oktober 2021. in Stuttgart) war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Leben Elke Twiesselmann wurde am 31. Mai 1927 in Hamburg geboren.Geburtsjahr 1927: Auskunft von Elke Twiesselmann. Das bisweilen angegebene Geburtsjahr 1925 ist falsch. Nach ihrem Abitur studierte sie drei Semester Literatur und Kunstgeschichte an der Universität ihrer Geburtsstadt, danach ließ sie sich an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg zur Schauspielerin ausbilden. Twiesselmann hatte diverse Engagements an kleineren Bühnen, ehe sie 12 Jahre lang dem Ensemble des Schauspielhauses Bochum angehörte. 1972 wechselte sie ans Staatstheater Stuttgart, an dem sie später auch noch gastweise auftrat., abgerufen am 31. Dezember 2015 2018 wurde sie dort erneut Ensemblemitglied und stand bis 2020 als Maria Josefa in Bernarda Albas Haus unter Calixto Bieito und als Furie in der Orestie unter Robert Icke auf der Bühne.
mini|hochkant|Grabstätte auf dem Friedhof Blankenese Zu ihren Lieblingsrollen zählten nach eigenen Angaben die Hekabe in Euripides’ Die Troerinnen und die Winnie in Glückliche Tage von Samuel Beckett. Sie spielte außerdem 1973 in der Uraufführung von Franz Xaver Kroetz’ Wunschkonzert und von 2008 bis 2018 an der Staatsoper Stuttgart die alte Papagena in Mozarts Zauberflöte. 2015 sah man Twiesselmann an der Württembergischen Landesbühne Esslingen in einer Inszenierung von Goethes Faust mit nur zwei weiblichen Darstellerinnen, in der sie Mephisto, Wagner und Gretchen verkörperte.Porträt Elke Twiesselmanns in der Sendung Kunscht! – Kultur im Südwesten, abgerufen am 31. Dezember 2015 Gemeinsam mit der Sängerin und Musikerin Wilma Heuken rezitierte Twiesselmann ab 2000 Texte der Dichterin Mascha Kaléko.
Elke Twiesselmann arbeitete daneben gelegentlich auch für das Fernsehen. Ihr Debüt gab sie dabei 1968 in Helga Feddersens erstem Fernsehspiel Vier Stunden von Elbe 1 in der Rolle der Elli Andresen. Diese verkörperte sie auch in den beiden nachfolgenden Produktionen Gezeiten und Im Fahrwasser, für die Helga Feddersen ebenfalls die Drehbücher schrieb. Neben weiteren Gastauftritten in St. Pauli-Landungsbrücken, Onkel Bräsig oder der Tatort-Folge Rot – rot – tot erlangte sie durch die wiederum von Helga Feddersen verfasste Serie Kümo Henriette, in der sie in 28 Folgen als Margot Petermann eine der Hauptrollen spielte, große Popularität.
Ab 1959 war Elke Twiesselmann auch Gast in zahlreichen Hörfunkproduktionen, unter anderem sprach sie 1966 in den Folgen 1 und 2 des Kriminalspiels Paul Temple und der Fall Genf und 1969 die Titelfigur in Goethes Iphigenie auf Tauris. Daneben unterrichtete sie 24 Jahre lang im Fach „Rollenstudium“ an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.
Elke Twiesselmann verstarb im Alter von 94 Jahren und wurde auf dem Friedhof Blankenese in ihrer Geburtsstadt beigesetzt.
Filmografie 1968: Vier Stunden von Elbe 1 1970: Gezeiten 1971: Im Fahrwasser 1975: Dein gutes Recht – Frau Flugkapitän 1978: Tatort – Rot – rot – tot 1979–1982: Kümo Henriette 1980: St. Pauli-Landungsbrücken – Walter und Erni 1980: Onkel Bräsig – Die drei Bräute 1984: Kolp 1985: Als Amerikaner darfst du alles 1986: Der Tod des weißen Marabut: Die bewegende Lebensgeschichte des Charles de Foucauld 1986: Zweikampf 1989: Liebe, Tod und Eisenbahn 2009: SOKO Stuttgart – Judaslohn 2014: SOKO Stuttgart – Der Priester ist tot
Hörspiele (Auswahl) 1959: Eine Geschichte, die das Leben schrieb – Autor: Wolfgang Altendorf – Regie: Peter Arthur Stiller 1959: Vier Elefanten auf dem Lampenschirm – Autor: Mark Burns – Regie: Peter Arthur Stiller 1966: Paul Temple und der Fall Genf (1. und 2. Teil) – Autor: Francis Durbridge – Regie: Otto Düben 1969: Iphigenie auf Tauris – Autor: Johann Wolfgang von Goethe – Regie: Ulrich Lauterbach 1973: Das Faß – Autor: Michael Judge – Regie: Klaus Mehrländer 1973: Ein reizendes Pärchen – Autor: Fred Kassak – Regie: Otto Düben 1975: Anika auf dem Flugplatz – Autor: Gert Loschütz – Regie: Otto Düben 1976: Etuden – Autorin: Barbara König – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1980: Das Buddelkastenschiff – Autor: Johannes Schenk – Regie: Otto Düben 1984: Hund und Katze – Autor: Robert Thomas – Regie: Andreas Weber-Schäfer 1987: Dry Manhattan – Autor: Henry Slesar – Regie: Albrecht Surkau 2000: Das Wasser in Capri – Autor: Martin Mosebach – Regie: Norbert Schaeffer 2008: Kaliningrader Nacht – Autorin: Julia Schoch – Regie: Ulrich Lampen 2014: Snapshots of War – Autoren: Hugo Rendler und Inka Bach – Regie: Kirstin Petri 2015: Die Malaussène-Trilogie – Autor: Daniel Pennac – Regie: Philippe Bruehl
Weblinks
Website von Three Times A Lady
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