Ostpreußen und sein Hindenburg ist ein patriotischer deutscher Stummfilm aus dem Jahr 1917, der einen von nationalen Untertönen bestimmten Abriss preußisch-deutscher Geschichte gibt, vom Beginn deutscher Besiedelung bis zum Sieg in der Schlacht bei Tannenberg. Der Film entstand nach einer literarischen Vorlage von Heinrich Lautensack.
Handlung Der Film soll einen chronologischen Überblick ostpreußischer Geschichte von den heidnischen Ursprüngen bis in das erste Kriegsjahr 1914 mit seiner für die Deutschen siegreichen Schlacht bei Tannenberg über die Russen vermitteln. In den ersten drei Akten werden die Frühzeit dieser Region mit der Gründung des teutonischen Ritterordens als erstem kulturhistorischen Höhepunkt abgehandelt. Es folgt die Zeit der brandenburgischen Kurfürsten und die erste schwere Belastung Ostpreußens durch den Einfall napoleonischer Truppen. Königin Luise wird zu dieser Zeit die gute Seele des geschundenen Landes. Im dritten Akt wird die Wiedererstarkung des modernen Preußens gezeigt, das auch seine Auswirkung auf den nordöstlichsten Landesteil haben sollte.
Die letzten beiden Akte konzentrieren sich ganz auf den Titel des Films. Gezeigt wird, wie die russischen Heere zu Beginn des Ersten Weltkriegs im August 1914 ins Masurenland einfallen und schreckliche Verwüstungen in den Dörfern und Städten ebenso wie in den Herzen der Bewohner Ostpreußens hinterlassen. Die russischen Besatzer werden als primitiv-wilde Kosaken-Horden gezeigt, die einzig auf Zerstörung und Barbarei aus sind. Dann aber naht Rettung in Gestalt des bereits pensionierten Generals Paul von Hindenburg, der den filmisch intensiv aufbereiteten Gräueltaten der Zarenarmee ein Ende bereitet. In der Schlacht von Tannenberg erleben die Russen eine empfindliche Niederlage und werden aus dem Land wieder hinausgeworfen. Mit der Befreiung Ostpreußens endet dieser Film.
Produktionsnotizen Ostpreußen und sein Hindenburg, auch bekannt unter dem Titel Brüder in Not, wurde im Eiko-Film-Atelier in Berlin-Marienfelde gedreht, passierte im Januar 1917 die Filmzensur und wurde wenig später im Deutschen Opernhaus Berlin uraufgeführt. Der Fünfakter besaß zunächst eine Länge von 1793 Metern, wurde aber bei der Neuzensur 1921 minimal heruntergekürzt.
Die Musik wurde von Arnold Ebel dirigiert. Die Filmdekorationen entwarf der Erbauer der Eiko-Film-Studios Winkelmann. Die erzielten Kasseneinnahmen waren für die Ostpreußenhilfe bestimmt.
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