Astrid Yvonne Kempen (* 9. Januar 1960; † 11. April 2011 in Meckenheim) war eine deutsche Kommunalbeamtin (CDU) und hauptamtliche Bürgermeisterin der Stadt Meckenheim im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen.
Leben und Wirken 1978 bestand Kempen, die Tochter eines Bundeswehr-Arztes aus Koblenz, das Abitur. Danach legte sie im Alter von 24 Jahren ihr Diplom an der Sporthochschule Köln ab. Anschließend studierte sie an der Universität zu Köln Klassische Philologie, Pädagogik und Sportgeschichte. Sie schloss das Studium mit dem Magister ab. 1990 promovierte sie in Berlin mit einer Arbeit zum Thema „Krieger, Boten und Athleten. Untersuchungen zum Langlauf in der griechischen Antike“.Bonner Generalanzeiger: Yvonne Kempen ist tot, 13. April 2011, abgerufen am 17. Januar 2025. Von 1990 bis 1995 war Kempen Referentin der CDU-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen.
Danach war sie im Stab der Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als Referatsleiterin tätig.Generalanzeiger Bonn: Kempen, Referatsleiterin bei Rita Süssmut
1999 wurde Yvonne Kempen mit 54,0 % der Stimmen zur hauptamtlichen Bürgermeisterin von Meckenheim gewählt. Ihre Wiederwahl erfolgte 2004 mit 52,74 %. Bereits in ihrer ersten Amtszeit kam es zu Auseinandersetzungen mit dem Stadtrat, unter anderem um die weitere Entwicklung des Stadtteils Merl, um die gescheiterte Verpachtung der Jungholzhalle oder auch um einen Mietvertrag für ein Stadtmuseum, den Kempen ohne Ratsmandat geschlossen hatte. Zudem kam es zu Auseinandersetzungen mit dem Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, dem Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Köln sowie Vertretern der Nachbarstadt Rheinbach mit teilweise ungewöhnlichen politischen und juristischen Mitteln, was schließlich dazu führte, dass im November 2007 ein Abwahlverfahren durch den Stadtrat nach § 66 der Gemeindeordnung NRW durchgeführt wurde. Bei dieser Abstimmung wurde Kempen bei einer Wahlbeteiligung von 60,7 % mit einer Mehrheit von 68,5 % abgewählt. Ihr Nachfolger als Bürgermeister wurde Bert Spilles (CDU).
Persönliches Kempen zog sich danach aus der Politik zurück und machte sich selbständig. Gemeinsam mit Dirk Holtermann, einem Journalisten, gründete sie die Gundermann-Akademie. Sie boten z. B. Zertifikatslehrgänge Kräuterpädagogik an.
Yvonne Kempen wohnte zuletzt in Lüftelberg. Sie starb im Alter von 51 Jahren an einem Krebsleiden.
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Einzelnachweise
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