mini|Friedrich Overbeck: Vorstudie zu Italia und Germania.Heinrich Thommen: Sulamith und Maria. Beziehungen zwischen Friedrich Overbeck, Franz Pforr und den Schwestern Regula und Lisette Hottinger. Schwabe, Basel 2018, ISBN 978-3-7965-3779-0, Abb. 54, S. 147. 1811 lud Hofmann das bekannteste Mitglied des Lukasbunds ein, an seinem Institut in Neapel zu unterrichten.Margaret Howitt: Friedrich Overbeck. Sein Leben und Schaffen. Nach seinen Briefen und andern Documenten des handschriftlichen Nachlasses. 1. Band. Herder, Freiburg im Breisgau 1886, S. 212 f. ().
Georg FranzDie Reihenfolge der Vornamen wird in der Literatur zum Teil irrtümlich vertauscht. Rufname war Franz bzw. François. HofmannAuch Hoffmann oder Hofman geschrieben. (* 6. Oktober 1765 in Burrweiler;Katholische Kirche Burrweiler, Taufregister 1759–1784, S. 39 (). Als Geburtsort wird fälschlich auch die nahegelegene französische Festungsstadt Landau, heute Rheinland-Pfalz, bezeichnet. Johann Georg Meusel: Das gelehrte Teutschland oder Lexikon der jetzt lebenden teutschen Schriftsteller. 9. Band, 5. Ausg. Meyer, Lemgo 1801, S. 614 (); Helvetischer Revolutionskalender für das Jahr 1801. Orell Füßli, Zürich, S. LXI (). † 13. März 1849 in Laimgrube, heute WienSt. Joseph ob der Laimgrube, Sterbebuch 1847–1853, S. 89 (); Wiener Zeitung. 20. März 1849, S. 801 (); Amtsblatt zur Wiener Zeitung. 31. Mai 1849, S. 1010 ().) war ein schweizerisch-deutscher Pädagoge und Autor. Er bekleidete eine der wichtigsten Kanzleistellen in der Helvetischen Republik, präsidierte die Schulkommission der ersten schweizerischen Kantonsschule in Aarau, gehörte zum inneren Zirkel Johann Heinrich Pestalozzis in Yverdon, unternahm eine Kunstreise nach Rom und gründete eigene Schulen in Neapel und Budapest. Im Alter trieb er in der Nähe von Wien Landwirtschaft.
Biografie Pfalz und Elsass
mini|Burrweiler: Schloss der Grafen von der Leyen
Hofmanns Biografie ist noch wenig erforscht,Peter Stadler: Pestalozzi. Geschichtliche Biographie. Band 2. Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1993, ISBN 3-85823-390-0, S. 318. auch existiert kein Porträt.Irrtümlich wird zum Teil das Bildnis des Botanikers Georg Franz Hoffmann (1760–1828) als dasjenige Hofmanns bezeichnet. Die Herrschaft Burrweiler, wo er geboren wurde, gehörte den Grafen von der Leyen und grenzte an die Kurpfalz, das Fürstbistum Speyer und die französische Festung Landau.Carl Friedrich Häberlin: Repertorium des Teutschen Staats und Lehnrechts […]. 3. Theil. Weidmann, Leipzig 1793, S. 279 (). Hofmann war das älteste überlebende von mindestens acht Geschwistern.Geschwister Hofmanns waren Katharina (* 1763), Johann Peter (* 1768), Maria Magdalena (* 1772), Margaretha Schwallbach (1775–1839), Katharina (* 1777), Maria Anna Ridinger (1778–1863) und Elisabeth. Die Mutter Regina Rosina geb. Eiswirth (1738–1816) stammte aus Burrweiler, der Vater Johann Peter aus Schauren.Katholische Kirche Burrweiler, Heirats-Index 1761–1784 (). In Frage kommen Schauren (bei Blankenrath) und Schauren (bei Idar-Oberstein). Zu Gevatter stand dem Katholiken ein gleichnamiger Onkel (1743–1816), der das Priesterseminar in Heidelberg besuchte.1787 Pfarrer in Erbes-Büdesheim, zuletzt in Feudenheim, Wallstadt und Käfertal, heute Mannheim. In einer lateinischen Sprachlehre, die dieser 1791 in Mannheim veröffentlichte, erwähnt er einen Vetter, der dort in den 1770er Jahren am ehemaligen Jesuitengymnasium unterrichtete.Georg Franz Hofmann (Onkel): Lateinische Sprachlehre in systematischer Ordnung. Schwan und Götz, Mannheim 1791, S. III f. (); Neue Aufl., Löffler, Mannheim 1809. Dieser Hofmann (Vorname unbekannt) war 1791 kurze Zeit Prediger in Mannheim, bevor er als Aufklärer abgesetzt wurde und die Kurpfalz mit unbekanntem Ziel verliess.(Arnold Mathy:) Die französischen Pädagogen in Deutschland, oder die Geschichte des Lazarismus in der Pfalz. Verlag des heiligen Lazarus, Bethania 1793, S. 6/Anm. a, 236, 239–252 (); Alban Haas: Die Lazaristen in der Kurpfalz. Beiträge zu ihrer Geschichte. Selbstverlag, (Speyer) 1960, S. 76, 78 f.
Georg Franz besuchte ab 1778 das katholische Gymnasium in Heidelberg.Disciplinae anno MDCCLXXVIII in electorali Heidelbergensium gymnasio traditae. Johann Baptist Wiesen, Heidelberg, S. 15 (). 1782 wurde er (als Armer) an der Universität Heidelberg immatrikuliert. 1784 ersuchte er um .Gustav Toepke (Bearbeiter): Die Matrikel der Universität Heidelberg. 4. Theil, Heidelberg 1903, S. 327 inkl. Anm. 2 (). 1782 war Hofmann , 1784 . Zur Zeit seiner Immatrikulation machte in Heidelberg der reformierte Kirchenrat Johann Friedrich Mieg Werbung für den Geheimbund der Illuminaten.Richard van Dülmen: Der Geheimbund der Illuminaten. Stuttgart-Bad Cannstatt 1975, S. 269 f. Er war es, der Pestalozzi für den Geheimbund gewann. 1797 vertrat er das Projekt einer süddeutschen Republik. Von einer Aufnahme des damals noch sehr jungen Hofmanns in den 1785 aufgelösten Orden ist aber nichts bekannt.
Auf dem Titelblatt einer seiner späteren VeröffentlichungenUeber Entwicklung und Bildung der menschlichen Erkenntnisskräfte zur Verbindung des Pestallozzischen [sic] Elementarunterrichts mit dem wissenschaftlichen Unterrichte in Realschulen von Dr. Georg Franz Hofmann. Samuel Flick, Basel/Arau (Aug.) 1805 (). wird er als Dr., auf jenem einer andernUiber [sic] Erziehung und Unterricht. Ein Wort zur Ankündigung einer in Pesth errichteten k. k. privilegirten Erziehung’s- und Unterricht’sanstalt, für Töchter aus den gebildeten Ständen, von Georg Franz Hofmann, Philos(ophiæ) Mag(ister), Mitglied der Pädagogischen Gesellschaft in Lenzbürg [sic], vormals Professor an der Kantonsschule des Aargau’s in der Schweiz. Pesth 1818. wohl zutreffender als Philos(ophiæ) Mag(ister) bezeichnet.Im Album promotorum in facultate philosophica ex parte catholicorum 1705–1805 der Universität Heidelberg klafft im Zeitraum 1771–1789 eine Lücke. Gustav Toepke (Bearb.): Die Matrikel der Universität Heidelberg. 4. Theil. Heidelberg 1903, S. 519/Anm. 1 (). Hofmann schreibt von einem .Ueber Entwicklung und Bildung der menschlichen Erkenntnisskräfte zur Verbindung des Pestallozzischen [sic] Elementarunterrichts mit dem wissenschaftlichen Unterrichte in Realschulen von Dr. Georg Franz Hofmann. Samuel Flick, Basel/Arau (Aug.) 1805 (), S. IV. Wo er dies tat, erwähnt er nicht. Er könnte als Hofmeister (Hauslehrer) oder an einem privaten ErziehungsinstitutEin solches Philanthropin war die überkonfessionelle Realschule Johann Jakob Winterwerbers (1753–1805) in Mannheim. Grundriß des unter der unmittelbaren Oberaufsicht der kurpfälzischen hohen Landesregierung stehenden, öffentlichen Erziehungsinstitutes in Mannheim. Ludwig Bernhard Friedrich Gegel, Frankenthal (Mai 1784) (); Journal von und für Deutschland (Ellrich). Juli 1784. S. 67 f. (). angestellt gewesen sein.
mini|hochkant|Heinrich Carl Brandt: Karl August von Bretzenheim, vor 1787
Bekannt ist nur, dass Hofmann – wohl im Nebenamt – Bibliothekar Karl August von Bretzenheims (1768–1823) war.Augsburgische Ordinari Postzeitung. 22. Juli 1799 (), S. 4; Anton von Tillier: Geschichte der helvetischen Republik […] 1. Band. Chr. Fischer, Bern 1843, S. 466 (). Dieser verdankte den ihm 1789 verliehenen Titel eines Reichsfürsten der Tatsache, dass er ein unehelicher Sohn des in München residierenden Kurfürsten Karl Theodor von Pfalz-Bayern war.Er entstammte der Beziehung des Herrschers mit der Ballett-Figurantin Maria Josepha Seyffert. Nach seiner Heirat mit Maria Walburga von Oettingen-Spielberg bewohnte er 1788–1792 das neu errichtete Palais Bretzenheim gegenüber dem Mannheimer Schloss.Günther Ebersold: Karl August Reichsfürst von Bretzenheim. Die politische Biographie eines Unpolitischen. Books on Demand, Norderstedt 2004, ISBN 978-3-8334-1350-6, S. 91, 95, 99, 103, 105.
Im Ersten Koalitionskrieg (1792–1797) geriet die neutrale Kurpfalz zwischen die Fronten. Hofmann soll damals Jakobiner geworden und ins nahe Frankreich gegangen sein. An einem unbekannten Ort heiratete er Philippine Charlotte geborene Bissling (* 1771) aus Mannheim. Ihr Vater war dort Metzgermeister gewesen. Trotz ihrer Jugend hatte sie schon zwei Ehen hinter sich und war seit 1794 Witwe.Charlottes 1789 geschlossene Ehe mit dem Mannheimer Schönfärber Keller war geschieden worden; ihr zweiter Gatte, Regiments-Quartiermeister Schumacher, war ein Jahr nach der Heirat verstorben. Mit ihr hatte er drei musikalisch und künstlerisch begabte Töchter: Carolina (* 1796), Amalia (1797–1870) und Charlotte (1800–1819). Sie wurden im Glauben der Mutter erzogen, deren Grossvater reformierter Kirchenvorsteher in der Reichsstadt Speyer und angeblich schweizerischer Herkunft gewesen war.Friedrich Wilhelm Euler: Die Familie Engelhorn in Mannheim. Vorfahren und Nachkommen des Gründers der BASF, Kommerzienrat Friedrich Engelhorn (1821–1902). Mannheimer Morgen, Mannheim 1986, S. 47. Peter Stadler: Pestalozzi. Geschichtliche Biographie. Band 2. Neue Zürcher Zeitung, Zürich 1993, ISBN 3-85823-390-0, S. 435, bezeichnet Hofmanns Gattin als Schweizerin.
Carolina wurde in Strassburg geboren, wo sich als Kaufmann bezeichnete. Im Geburtsregister unterzeichneten als Zeugen zwei weitere Kaufleute: und .France, Bas-Rhin, Parish and Civil Registration, 1525–1912. FamilySearch (https://www.familysearch.org/ark:/61903/1:1:6FYX-WSKT : 16 June 2022), Caroline Hofmann, 1796. Ein Johannes Mettler in Strassburg vertrieb 1798 die revolutionäre Zeitschrift Materialien zur Geschichte des Standes Zürich.(Johann Caspar Billeter:) Materialien zur Geschichte des Standes Zürich. 3. Heft. K. F. Pfeiffer, Strasburg [sic] Jahr VI/1798, Umschlag (). Er war wohl ein Landsmann des Verfassers Johann Caspar Billeter (1765–1844), eines Emigranten aus Stäfa.Weitere Erwähnungen Mettlers: Lebensgeschichte des Joh. Kaspar Pfenninger, von Stäfa, Arzt u. d(er) Z(eit) Regierungsrath des Kantons Zürich. Joh. Rudolf Wild, Zürich 1835, S. 62 (); Annemarie Custer: Die Zürcher Untertanen und die französische Revolution. Schulthess, Zürich 1942, S. 43; Mario Keller: Rund um den Freiheitsbaum. Die Bewegung von unten und ihr Sprecher Mathias Metternich in der Zeit der Mainzer Republik (1789–1799). Materialis, Frankfurt 1988, ISBN 3-88535-118-8, S. 334 f., 519. In Stäfa, einem Weinbauerndorf wie Burrweiler, arbeitete man seit der Demokratiebewegung von 1794/1795 auf die Helvetische Revolution von 1798 hin.Ein anderer Johann Mettler aus Stäfa wurde 1796 als samt seinem unmündigen Sohn gefoltert und gestäupt, an den Pranger gestellt und zu zwei Jahren Haft verurteilt. (Johann Caspar Billeter:) Geschichte von den politischen Bewegungen im Kanton Zürich im Jahr 1795. 2. Aufl. Stäfa 1798, S. 52, 78 f. ().
Sekretär der helvetischen Regierung mini|Trikolore der Helvetischen Republik, 1799, Nidwaldner Museum, Stans