mini|hochkant=0.95|Stolpersteine für eine Roma-und-Sinti-Familie in Weitnau Die Liste der Stolpersteine im Landkreis Oberallgäu führt die im Landkreis Oberallgäu verlegten Stolpersteine auf. Sie sind Teil des europaweiten Projektes „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Dabei handelt es sich um dezentrale Mahnmale, die an das Schicksal derjenigen Menschen erinnern sollen, die im Landkreis Oberallgäu gelebt haben und von den Nationalsozialisten deportiert, in Konzentrationslagern und Vernichtungslagern ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.

Die Stolpersteine sind aus Beton gefertigte Würfel mit einer Kantenlänge von 10 Zentimetern. Auf ihren Oberseiten werden beschriftete Messingplatten mit kurzen Informationen über die Namen, Geburtsdaten, Schicksale, Todesdaten und -orte der Opfer angebracht. In der Regel werden die Gedenksteine in die Gehwege vor jenen Häusern eingelassen, in denen die Opfer geboren wurden bzw. in denen sie zuletzt gewohnt oder gewirkt haben. In Einzelfällen wurde auch ein anderer Verlegeort für die Stolpersteine gewählt, wie beispielsweise für jene in Weitnau-Hellengerst.

Grundlage dieser Liste sind die von der Initiative Stolpersteine für Kempten und Umgebung e. V. zur Verfügung gestellten Daten, soweit in den einzelnen Einträgen nichts anderes angegeben ist.Initiative Stolpersteine für Kempten und Umgebung e. V.; c/o Martin Huss; Wiggensbach

Liste der Stolpersteine Burgberg im Allgäu

In Burgberg im Allgäu wurde bislang ein Stolperstein verlegt.

Stolperstein Inschrift Verlegeort Name, Leben120px HIER WOHNTEWALBURGA KESSLERJG. 1918UNTERGEBRACHT INVERSCHIEDENENHEIMEN / HEILANSTALTEN'VERLEGT'HEILANSTALT IRSEEERMORDET 31.7.1944Altbürgermeister-Köbele-Straße 2(damals Haus Nr. 32) wurde am 9. Oktober 1918 in Burgberg im Allgäu geboren. Sie wurde am 31. Juli 1944 in Irsee getötet.Neue Stolpersteine im Allgäu (Schicksale der Opfer), DKP München online, dkp-muenchen.de, abgerufen am 12. August 2016.

Weitnau mini| Zum Gedenken an Johanna Rötzer und ihre sieben Kinder In Weitnau wurden acht Stolpersteine für eine Familie verlegt. Entgegen der üblichen Verlegepraxis von Gunter Demnig liegen diese Stolpersteine am Friedhof des Dorfes Hellengerst, am westlichen Friedhofseingang .

Bei den Opfern handelte es sich um eine verwitwete Mutter mit ihren sieben Kindern. Die schwangere Johanna Rötzer und ihre sechs Kinder wurden allein wegen ihrer Zugehörigkeit zur Gruppe der Sinti und Roma im Frühjahr 1943 in das Zigeunerlager Auschwitz, einen gesonderten Abschnitt des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie am 14. März 1943 ankamen., Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau, auschwitz.org, abgerufen am 16. August 2016. (englisch)Datenbank „Holocaust Survivors and Victims Database“ (Suchwort „Rötzer“), United States Holocaust Memorial Museum, ushmm.org, abgerufen am 16. August 2016. (englisch) Der jüngste Sohn Joseph kam im Juni 1943 im Lager zur Welt. Die ganze Familie wurde dort ermordet. Die acht Stolpersteine für die Familie Rötzer wurden am 1. Juli 2014 am westlichen Eingang zum Friedhof von Hellengerst verlegt. Ein weiterer Stein benennt ihre letzte Adresse in Hellengerst, den Ettensberger Weg 10., Allgäuer Zeitung, Juli 2014, bv-opfer-ns-militaerjustiz.de, .pdf (2 Seiten), abgerufen am 15. August 2016.

Stolperstein Inschrift Name, Leben 120px HELLENGERSTETTENSBERER WEG 1OWOHNTEN Da die Stolpersteine für die Familie Rötzer nicht vor ihrem Wohnsitz verlegt wurden, gibt dieser Stein die Adresse an. 120px ANNA RÖTZERJG. 1933DEPORTIERT 1943ERMORDET INAUSCHWITZ-BIRKENAU 120px FRANZ RÖTZERJG. 1939DEPORTIERT 1943ERMORDET INAUSCHWITZ-BIRKENAU 120px FERDINAND RÖTZERJG. 1935DEPORTIERT 1943ERMORDET INAUSCHWITZ-BIRKENAU 120px JOHANNA RÖTZERJG. 1909DEPORTIERT 1943ERMORDET INAUSCHWITZ-BIRKENAU 120px JOSEF RÖTZERJG. 1929DEPORTIERT 1943ERMORDET INAUSCHWITZ-BIRKENAU 120px JOSEPH RÖTZERGEBOREN 10.6.1943AUSCHWITZERMORDET 1943AUSCHWITZ-BIRKENAU 120px LUDWIG RÖTZERJG. 1930DEPORTIERT 1943ERMORDET INAUSCHWITZ-BIRKENAU 120px ROSINA RÖTZERJG. 1938DEPORTIERT 1943ERMORDET INAUSCHWITZ-BIRKENAU

Verlegedaten Die Stolpersteine beider Gemeinden wurden am 1. Juli 2014 von Gunter Demnig persönlich verlegt.

Siehe auch Liste der Stolpersteine in Kempten (Allgäu)

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Einzelnachweise

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