mini|Katholische Pfarrkirche hl. Johannes Ev. in Viechtwang mini|Innenansicht mini|Fresken Brotvermehrung, Abendmahl, Guter HirteDie römisch-katholische Pfarrkirche Viechtwang steht in der Ortschaft Viechtwang in der Gemeinde Scharnstein im Bezirk Gmunden in Oberösterreich. Sie ist dem heiligen Johannes Ev. geweiht und gehört zum Dekanat Pettenbach in der Diözese Linz. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.
Geschichte 1159 wird die Weihe der ersten Kirche urkundlich erwähnt. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1691. 1723 erfolgte die Gesamtweihe.
Kirchenbau Kirchenäußeres Der Westturm hat einen Zwiebelhelm und darüber eine Laterne. Südlich des Chores schließt ein zweijochiger Kapellenanbau an.
Kircheninneres Die Kirche hat ein einschiffiges und vierjochiges Langhaus. Darüber ist Stichkappentonnengewölbe. Dazwischen sind Streben eingezogen. Der eingezogene Chor ist zweijochig und endet im 3/8-Schluss. Der Chor mit Stichkappentonnengewölbe ist reich mit Stuck vom Ende des 17. Jahrhunderts verziert. Die Decken- und Wandmalereien stammen vom Künstler Wolfgang Andreas Heindl.Gerhart Kriechbaum: Die Fresken des Wolfgang Andreas Heindl in der Pfarrkirche Viechtwang im Almtal. Die Geschichte der Ortschaft Viechtwang. Leben und Werke des Barockmalers W. A. Heindl. Beschreibung und Erklärung der Fresken in der Pfarrkirche Viechtwang und in der Wegkapelle zwischen Viechtwang und Scharnstein. 2., neubearbeitete Auflage. Scharnstein 2006, 32 S. Sie stellen „Speisung der Fünftausend“, das „Letzte Abendmahl“, „Guter Hirte“ sowie die Evangelisten und lateinischen Kirchenväter dar. Die Pilaster im Langhaus sind ionisch. Die Pilaster im Chor sind gemalt. Die dreiachsige und zweijochige Westempore lagert auf Kreuzgewölbe. Die Kapelle ist stichkappentonnengewölbt mit Stuck.
Ausstattung Die Einrichtung ist großteils neuromanisch. Die Kanzel wurde 1720 gebaut, die Kreuzweggemälde stammen aus derselben Zeit. In der Südkapelle stehen zwei barocke Statuen der Heiligen Petrus und Paulus aus dem zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts. Der schmiedeeiserne Apostelleuchter ist aus dem 17. Jahrhundert.
Die Orgel aus 1980 mit 28 Registern stammt von Johann Pirchner.
Literatur DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Oberösterreich. Viechtwang. Pfarrkirche hl. Johannes Ev.. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1977, 6. Auflage, S. 351. Rupert Christian Froschauer: Studien zum Pfarrgebiet von Kremsmünster unter besonderer Berücksichtigung von Reformation und Gegenreformation, dargestellt an den Almtaler Pfarren Pettenbach, Viechtwang-Scharnstein und Grünau. Wien 1989.
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Einzelnachweise
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