mini|Katholische Pfarrkirche Unbefleckte Empfängnis in Steyrling Die römisch-katholische Pfarrkirche Steyrling steht in der Ortschaft Steyrling in der Gemeinde Klaus an der Pyhrnbahn im Bezirk Kirchdorf in Oberösterreich. Sie ist dem Glaubensgeheimnis der Unbefleckten Empfängnis Mariens gewidmet und gehört zum Dekanat Windischgarsten in der Diözese Linz. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz ().
Geschichte 1854 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt. Sie wurde 1863 von Bischof Franz Joseph Rudigier geweiht. Sie war eine der ersten historistischen Kirchen in der Diözese Linz. Zu Beginn war sie eine Filiale der Pfarre Klaus, wurde jedoch 1886 zur eigenständigen Pfarre erhoben.Pfarrkirchenbeschreibung auf der Seite der Urlaubsregion Pyhrn-Priel
Kirchenbau Kirchenäußeres Die Kirche wurde im Stil der frühen Neugotik errichtet. mini|hochkant|Innenansicht auf den Altarraum
Kircheninneres Die Farbglasfenster stammen von der Künstlerin Lydia Roppolt aus den 1970er Jahren. Der Altarraum in schlichter Formensprache sticht durch seine inselartige Anordnung des Altarpodestes im vorderen Bereich des Altarraumes hervor.
Die Innenraumgestaltung der Kirche wird maßgeblich durch das Zusammenspiel von historischer Substanz und zeitgenössischer Architektur geprägt. Nach den Plänen des Architekten-Ehepaares Michael Grugl und Viviana Hawryszkow wurde der Altarraum im Jahr 2001 als moderne „liturgische Insel“ neu konzipiert. Dieses Gestaltungskonzept rückt das liturgische Geschehen durch ein erhöhtes, vorgelagertes Podest näher an die Gemeinde und schafft eine funktionale Einheit aus Volksaltar, Ambo und Sedilien.Michael Grugl und Viviana Hawryszkow: Pfarrkirche Steyrling: Zur neuen Altarraumgestaltung. Begleitheft zur Einweihung, Pfarre Steyrling, 2002.
Die verwendeten Materialien wie glatt polierte Pietra dura und Glas unterstreichen eine schlichte Formensprache, die einen bewussten Kontrast zur neugotischen Architektur bildet. Mit den „farbgewaltigen“ Glasfenstern von Lydia Roppolt entstand ein lichtdurchfluteter, harmonischer Gesamtraum. Ein zentraler Aspekt des Entwurfs war die Integration der historischen Konsolfiguren von Johann und Josef Rint, die an der Chorwand neu platziert wurden, um eine visuelle Brücke zwischen der Geschichte der Pfarre und der Moderne zu schlagen.
Ausstattung Der Volksaltar besteht aus glatter, polierter Pietra dura. Der Tabernakel an der nördlichen Chorwand besteht aus zwei einander durchdringenden Steinquadern, deren gemeinsame Öffnung durch eine Glasplatte abgedeckt wird. An der Chorwand haben, als Verbindung zur Geschichte, drei vom ursprünglichen Hauptaltar stammenden Figuren der Heiligen Maria, Anna und Joachim aus der Hand der Bildhauer Johann und Josef Rint bei der Neugestaltung Platz gefunden.
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