Die Liste der Stolpersteine in Aue führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine in Aue auf. Sie enthalten Angaben, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden.
Hintergrund Die Stadt Aue hat 2013 unter Leitung von Bürgermeister Heinrich Kohl entschieden, „am Altmarkt zu beginnen und nach außen in die Quartiere und Geschäftshäuser der jüdischen Mitbürger zu gehen“, um schrittweise Stolpersteine verlegen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Schicksale elf jüdischer Familien bekannt, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.
2016 waren bei der Verlegung die überlebende Tochter der Familie Kaiser, Nava Alon, mit zwei Enkeln und zwei Urenkeln der Kaisers anwesend.
Liste Bild Adresse,Lage Name Inschrift Kurzvita 150px16px|verweis=d:Q125658193Abbildung der 5 Steine auf schwarzenberg-blog.de Schwarzenberger Straße 108280 Aue() 100px David Thorn Geboren am 27. Dezember 1865 in Krakau, wohnhaft in Aue, Inhaber eines Konfektionsgeschäfts, Inhaftierung: bis 30. November 1938 im KZ Buchenwald, am 30. November 1938 in Buchenwald ermordet 150px16px|verweis=d:Q125658438 Rosette Thorn Geboren als Rosette Rosenthal am 17. Januar 1867 in Wiesau (Schlesien), wohnhaft in Aue, Deportation ab Kassel-Chemnitz am 7. September 1942 ins Ghetto Theresienstadt, am 29. September 1942 ins Vernichtungslager Treblinka. Für tot erklärt. 150px16px|verweis=d:Q125658463 Max Schüftan Geboren am 19. Dezember 1894 in Neumittelwalde (Schlesien), wohnhaft in Aue und Berlin-Wilmersdorf (bei der Schwägerin), Geschäftsführer des Konfektionsgeschäfts Max Schüftan bis 1938, Deportation ab Berlin am 2. März 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz 150px16px|verweis=d:Q125658473 Betty Schüftan,geb. Thorn Geboren als Betty Thorn am 17. Januar 1897 in Tzschecheln (Brandenburg), wohnhaft in Aue und Berlin-Wilmersdorf (bei der Schwester Regina Schüftan), Deportation ab Berlin am 6. März 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz 150px16px|verweis=d:Q125658489 Rosa Hertha Kreinberg,geb. Thorn Geboren am 12. Dezember 1902 in Tzschecheln (Brandenburg), wohnhaft in Markneukirchen, Aue und Plauen, Deportation ab Weimar-Leipzig am 10. Mai 1942 ins Ghetto Belzyce 150px16px|verweis=d:Q127370772 Dieter Kreinberg Der Genannte verstarb an Nierenversagen im damaligen Krankenhaus Aue; da es jedoch zunächst kein Dokument über den Tod gab (Erkenntnisstand vom Ende Mai 2021), wurde dieser Stein vorerst nicht wie geplant verlegt und im Rathaus aufbewahrt. Nach neueren Erkenntnissen war Dieter Kreinberg als Sohn einer jüdischen Mutter und eines evangelischen Vaters direkt von der Judenverfolgung betroffen. Er musste die Zerstörung seines Zuhauses 1938 und den verzweifelten Selbstmord seines Vaters miterleben, bevor er selbst 1941 an Nierenversagen im Stadtkrankenhaus Aue starb. Der Stolperstein für Dieter Kreinberg wurde mit aktualisiertem Text am 8. November 2024 am Standort Schwarzenberger Straße 1 verlegt.Verlegung des Stolpersteins für Dieter Kreinberg am 8. November 2024 auf der Webseite des Erzgebirgskreises 150px 150px16px|verweis=d:Q125658556 Lessingstraße 108280 Aue Gerda Kaiser Geboren am 10. Oktober 1910 in Aue oder Schwarzenberg, Wohnungen in Aue, Zwickau und Plauen, Deportation ab Weimar-Leipzig am 10. Mai 1942 ins Ghetto Belzyce 150px16px|verweis=d:Q125658630 Bernd Ludwig Kaiser Konnte dem nationalsozialistischen Deutschland rechtzeitig durch Flucht nach Palästina entkommen. 150px16px|verweis=d:Q125658654 Lina Kaiser Geboren am 2. April 1880 in Neuruppin, Wohnungen in Aue und Zwickau, Deportation ab Weimar-Leipzig am 10. Mai 1942 ins Ghetto Belzyce
Verlegedaten 6. Dezember 2013: Schwarzenberger Straße 1 4. Mai 2016: Lessingstraße 1 8. November 2024: Dieter Kreinberg in der Schwarzenberger Straße 1Verlegung des Stolpersteins für Dieter Kreinberg am 8. November 2024 auf der Webseite des Erzgebirgskreises
Weblinks
Website des Künstlers Gunter Demnig
Einzelnachweise
!Stolpersteine Aue-Bad Schlema !