Das Amt Artlenburg war ein historisches Verwaltungsgebiet des Königreichs Hannover.
Geschichte Das Amt Artlenburg wurde erst 1815 gebildet. Es umfasste die linkselbischen Marschengebiete des auf dem Wiener Kongress an Preußen bzw. Dänemark angetretenen Herzogtums Lauenburg. In Artlenburg wurde für sie 1815 eine Amtsverwaltung eingerichtet. Die geplante Vereinigung mit dem benachbarten Amt Scharnebeck kam nicht zustande. Stattdessen wurde der Amtsbezirk 1852 um die Dörfer Barum, Brietlingen, Bütlingen, Bullendorf, Echem und Lüdershausen (aus dem Amt Scharnebeck), Sankt Dionys und Dreckharburg (aus dem Amt Winsen (Luhe)) sowie das aufgehobene Patrimonialgericht Obermarschacht vergrößert. 1859 wurde das Amt aufgehoben und in das Amt Lüne eingegliedert, nachdem es zuvor schon von dort aus verwaltet worden war.
Umfang Bei seiner Aufhebung (1859) umfasste das Amt folgende Gemeinden: Artlenburg Avendorf Barum Barförde Brietlingen Bütlingen Sankt Dionys Dreckharburg Echem Hittbergen Hohnstorf Lüdershausen Marienthal Obermarschacht Sassendorf Tespe
Amtmänner (1818) 1824–1837: Eberhard Christian Compe, Interimsadministrator, Amtsassessor 1828–1836: Ludwig August Schlüter, Amtsassessor 1837–1838: Friedrich Carl Heinrich Lodemann, Amtsassessor 1838–1852: Georg Heinrich Meyer, Amtasessor 1853–1857: Heinrich Holtzermann, Amtmann 1858–1859: vom Amt Lüne aus verwaltet
Literatur Iselin Gundermann, Walther Hubatsch: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945. Reihe A: Preußen, Band 10: Hannover. Marburg (Lahn) 1981 Manfred Hamann: Übersicht über die Bestände des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs in Hannover. Dritter Band: Mittel- und Unterbehörden in den Landdrostei- bzw. Regierungsbezirken Hannover, Hildesheim und Lüneburg bis 1945. Göttingen 1983, S. 332f.
Artlenburg Kategorie:Artlenburg Kategorie:Aufgelöst 1859