mini|Astrid Jacob, 2017 Astrid Jacob (* 27. Februar 1945Geburtsdatum bei kinotv.com, abgerufen am 20. Dezember 2015 in Dresden) ist eine deutsche Schauspielerin, Kabarettistin, Hörspielsprecherin, Theater- und Opernregisseurin.

Leben Astrid Jacob wuchs in Bochum auf , abgerufen am 20. Dezember 2015 und ließ sich von 1962 bis 1964 an der dortigen Schauspielschule ausbilden. Neben Festengagements an Bühnen in Frankfurt, Gelsenkirchen, Krefeld, Nürnberg, Saarbrücken und dem Staatstheater Stuttgart gastierte sie häufig bei Festspielen, so in Bad Hersfeld, in Wunsiedel, Jagsthausen und Schlossfestspiele Ettlingen. Wichtige Rollen waren die Titelfiguren in Maria Stuart von Friedrich Schiller, Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht und Goethes Iphigenie auf Tauris. Jacob war ferner Lady Macbeth in William Shakespeares Drama Macbeth und die Jenny in Brechts und Kurt Weills Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. , abgerufen am 20. Dezember 2015 Von 1978 bis 1982 war Jacob Mitglied der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Daneben trat sie als erste Frau in Deutschland mit eigenen, häufig literarisch-musikalischen Programmen auf, die sie auch nach Italien und in die damalige Sowjetunion führten.Gereon Tönnihsen: Neersen: Astrid Jacob – Ein Leben in Kapiteln, Westdeutsche Zeitung vom 24. Mai 2007, abgerufen am 20. Dezember 2015 Hierbei beschäftigt sie sich insbesondere mit dem Werk Mascha Kalékos. Für ihre literarischen Darbietungen wurde sie mehrfach mit Kulturpreisen ausgezeichnet., abgerufen am 20. Dezember 2015

Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin führt Astrid Jacob Theater- und Opernregie. Zu ihren Inszenierungen zählen neben anderen die Opern Das schlaue Füchslein von Leoš Janáček und Raskolnikoff von Heinrich Sutermeister am Stadttheater Bremerhaven sowie Gioachino Rossinis La Cenerentola am Stadttheater Gießen. Hier zeichnete sie als Regisseurin auch für das Musical My Fair Lady, Becketts Warten auf Godot, Amadeus von Peter Shaffer und Die sexuellen Neurosen unserer Eltern von Lukas Bärfuss verantwortlich. Für das musikalische Quartett Die Schmachtigallen schrieb und inszenierte Jacob mehrere Revuen. Ferner arbeitete sie in Koblenz, am Rheinischen Landestheater Neuss, am Staatstheater Oldenburg und am Stuttgarter Renitenztheater. Regie führte Jacob auch während ihrer Zeit als Intendantin der Neersener Schlossfestspiele, die von 2006 bis 2014 dauerte.Werner Dohmen: Schlossfestspiele: Intendantin Astrid Jacob sagt Adieu, Westdeutsche Zeitung vom 18. August 2014, abgerufen am 20. Dezember 2015

Seit Beginn der 1970er Jahre arbeitet Astrid Jacob auch gelegentlich für das Fernsehen. So sah man sie unter anderem in der Serie Der Anwalt, an der Seite von Dieter Hallervorden in dem Film Didi auf vollen Touren und in einigen Tatort-Folgen. Außerdem ist sie als Hörspielsprecherin tätig.

Astrid Jacob lebt in München.

Filmografie 1970: Otto, der Klavierstimmer 1970: Hanna Lessing 1970: Ein Mädchen für alles 1973: Wenn alle anderen fehlen 1974: Ehrenhäuptling der Watubas 1975: Der Prototyp 1976: Schulmädchen-Report. 10. Teil: Irgendwann fängt jede an 1976: Der Anwalt – Ein Büschel Haare 1977: Der Anwalt – Kuhhandel 1977: Tatort – Flieder für Jaczek 1978: Ausgerissen! Was nun? – Das Ferienlager 1980: Tour de Ruhr 1981: Bäume ausreißen 1981: Tatort – Katz und Mäuse 1986: Didi auf vollen Touren 1987: Tatort – Blindflug 1995: Die Wadlbeißer von Traxlbach

Hörspiele (Auswahl) 1969: das gras wies wächst – Autor und Regie: Franz Mon 1970: Die Sagen von denen die reden – Autor: Claude Ollier – Regie: Hans Bernd Müller 1973: Pincopallino in zerbrechlicher Umwelt oder Der Mensch im Raum – Autor und Regie: Franz Mon 1980: Die Experten (Folge 1: Die Identitätskrise des Robin Cassius Robinsen) – Autoren: Rolf und Alexandra Becker – Regie: Walter Netzsch 1980: Die Experten (Folge 4: Ein Kriminalfall wie manch anderer) – Autoren: Rolf und Alexandra Becker – Regie: Walter Netzsch 1982: Die Experten (Folge 6: Schatten der Vergangenheit) – Autoren: Rolf und Alexandra Becker – Regie: Walter Netzsch 1984: Selbstgebackenes – Autor: Peter Jacobi – Regie: Klaus Wirbitzky 1984: Menschen Göttern gleich – Autor: Herbert George Wells – Regie: Wolf Euba 1984: Ein süßes Etwas – Autor: Rodney David Wingfield – Regie: Dieter Eppler 1984: Der letzte Detektiv (Folge 3: Reservat) – Autor: Michael Koser – Regie: Heiner Schmidt 1985: Der Whisky-Killer – Autor: Roderick Wilkinson – Regie: Klaus Wirbitzky 1985: Raus und rein – Autor: Michael Gilbert – Regie: Klaus Mehrländer 1985: Ohne Geld singt der Blinde nicht (2. Teil: Sargfracht nach Berlin) – Autor und Regie: Richard Hey 1990: Mord vor Publikum – Autoren: John Owen und James Parkinson – Regie: Stefan Hilsbecher 1992: 12 Uhr Majakowskij Platz – Autor: Sergei Ustinow – Regie: Uwe Schareck 1992: Pilzkultur – Autor: Holger Sandig – Regie: Herbert Lehnert 1994: 99 Sprüche über das Leben – Autor: Andreas Goetz – Regie: Klaus Mehrländer 1997: Bakkarat – Autor: Stefan Richwien – Regie: Hans-Peter Bögel 1997: Zwischen den Fronten – His Honor The Major – Autor: Orson Welles – Regie: Götz Fritsch 2000: Vatis Koffer – Autorinnen: Astrid Jacob und Aysim Woltmann – Regie: Michael Peter 2001: Der letzte Detektiv (Folge 38: Totentanz) – Autor: Michael Koser – Regie: Werner Klein

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 450. C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 334.

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Einzelnachweise

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