Heimmühle ist ein Gemeindeteil des Marktes Thalmässing im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Heimmühle liegt in der Gemarkung Thalmässing.

Geographische Lage Die Einöde liegt südwestlich von Thalmässing auf circa im Tal des Rumpelbaches (auch Rumpelbrunnen oder Michelbach), einem rechten Zufluss der Thalach. Die Staatsstraße 2225 führt dort von Thalmässing aus auf die Jura-Hochebene nach Waizenhofen. Westlich und südlich steigt das Gelände in dicht bewaldeten Hängen steil zur Frankenalb hin auf eine Höhe von etwa an.

Geschichte Das fruchtbare Tal war bereits während des Neolithikums besiedelt, wie einzelne Funde belegen. Nur 250 m südlich der Heimmühle befand sich ein Siedlungsplatz, der mit D-5-6933-0113 als Bodendenkmal geschützt ist. Eine kleine Höhle am Fuß des Bergerstal bot zusätzlichen Schutz bei Extremwetterlagen und etliche Quellen am Bucksteig lieferten sauberes Trinkwasser. Mehrere weitere Siedlungsplätze der Bronze- und Latènezeit befanden sich im Umkreis von 1 km auf den Anhöhen.Denkmalliste Thalmässing, Seiten 19, 20 und 23 (.pdf)

Gegen Ende des Alten Reiches gehörte die Einödmühle zum ehemals brandenburg-ansbachischen, seit 1792 preußischen Kastenamt Stauf (seit 1797 mit Sitz in Thalmässing). Die Hochgerichtsbarkeit hatte das Oberamt Stauf-Landeck inne. Kirchlich gehörte die Mühle zur oberen Thalmässinger evangelisch-lutherischen Pfarrei St. Michael.Hirschmann, S. 111

Im Königreich Bayern kam die Mühle 1808 zum Steuerdistrikt Thalmässing und wurde 1811 Teil der Ruralgemeinde Thalmässing. Zunächst (ab 1. Oktober 1809) im Landgericht Raitenbuch, kam die Gemeinde Thalmässing und damit auch die Heimmühle 1812 an das Landgericht Greding.Hirschmann, S. 231

1810 wechselte die Mühle letztmals den Besitzer, und zwar von dem bürgerlichen Oberleutnant Bernreuther durch Zwangsversteigerung an die Müllerfamilie Müller. 1886 wurde unter Georg Müller die Mühle zum Sägewerk umfunktioniert.

Einwohnerentwicklung 1823: 6 (1 Anwesen) 1871: 6 (2 Gebäude; 6 Stück Rindvieh)Kgl. Statistisches Bureau in München (Bearb.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Koenigreichs Bayern, München 1876, Spalte 1164 1900: 6 (1 Wohngebäude)Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischem Ortsregister, München 1904, Spalte 1226 1950: 6 (1 Anwesen) 1961: 5 (1 Wohngebäude)Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, München 1964, Spalte 798 1970: 8Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Bd. 1978 = 380, München 1978, S. 167 2015: 3 Website des Marktes Thalmässing, aufgerufen am 17. Dezember 2015

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Thalmässing Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Roth