Der AFC Sunderland (offiziell: Sunderland Association Football Club) – auch bekannt als The Black Cats – ist ein englischer Fußballverein aus der Industriestadt Sunderland im Nordosten von England. Er gewann sechsmal die englische Meisterschaft und zweimal den FA Cup. Der letzte große Titel liegt mit dem FA Cup 1973 allerdings schon lange zurück.
Den AFC Sunderland und Newcastle United verbindet eine traditionsreiche Rivalität. Spiele beider Mannschaften werden „Tyne and Wear Derby“ genannt. Seit 1997 spielt Sunderland im 48.095 Zuschauer fassenden Stadium of Light. Zuvor war der Verein im Roker Park beheimatet. Nach vier Jahren in der dritten Liga war der Verein ab 2022 in der zweithöchsten englischen Spielklasse, der EFL Championship aktiv. Am 24. Mai 2025 sicherte sich Sunderland die Rückkehr in die Premier League, nachdem man das Finale der Aufstiegs-Play-offs der EFL Championship im Wembley-Stadion mit einem Sieg über Sheffield United für sich entschied. Damit kehrte der Club nach mehreren Jahren in den unteren Ligen in die höchste Spielklasse des englischen Fußballs zurück.
Geschichte mini|links|Sunderland und Aston Villa erschienen 1895 in einer frühen Fußballmalerei von Thomas M.M. Hemy Der Verein wurde im Jahr 1879 unter dem Namen Sunderland & District Teachers Association gegründet. Sieben Jahre später, nun unter dem Namen Sunderland Association Football Club, wurde der Verein professionell und rekrutierte die ersten „ausländischen“ Spieler aus Schottland. Der AFC war später die erste Fußballmannschaft, die dreimal englischer Meister wurde; der Schotte Johnny Campbell wurde mehrmals Torschützenkönig.
Im Jahr 2003 stieg man aus der Premier League ab und spielte zwei Jahre lang in der Football League Championship. Nach der Saison 2004/05 stieg der Club als Meister der Football League Championship wieder in die Premier League auf, stieg nach der Saison 2005/06 als 20. sofort wieder ab. Ein siebenköpfiges irisches Konsortium mit dem Namen Drumaville Consortium kaufte 2006 den Verein aus der Eigentümerschaft von Bob Murray heraus. Niall Quinn als Mitglied dieser Vereinigung wurde als Trainer eingesetzt. Nach schwachem Abschneiden in der Liga folgte ihm Roy Keane als Trainer; Quinn selbst übernahm den Posten des Vereinspräsidenten. Noch in der gleichen Saison gelang dem AFC Sunderland der Aufstieg in die Premier League. In der Spielzeit 2007/08 wurde die Klasse mit Rang 15 gehalten.
Im März 2013 übernahm Paolo Di Canio den Trainerposten.Louise Taylor: Paolo Di Canio confirmed as new Sunderland manager. The Guardian, 31. März 2013. Abgerufen am 1. April 2013 Di Canio war aufgrund seines klaren Bekenntnisses zum italienischen Faschismus umstritten. David Miliband trat deswegen aus Protest als Vize-Präsident und Aufsichtsratschef zurück.David Miliband quits Sunderland FC in Di Canio protest. The Guardian, 1. April 2013. Abgerufen am 1. April 2013 Di Canio wurde im September 2013 entlassen, nachdem eine verbale Auseinandersetzung mit mehreren Spielern die tiefen Gräben in der Mannschaft aufgezeigt hatte. Di Canio hatte zuvor mehrmals öffentlich Spieler kritisiert.Louise Taylor: Sunderland sack Paolo Di Canio after training-ground row with players. The Guardian, 22. September 2013. Nachfolger wurde Gustavo Poyet.Poyet übernimmt die „Black Cats“. kicker.de, 8. Oktober 2013.
Im Juli 2016 übernahm David Moyes den Trainerposten. Mit ihm stieg der AFC Sunderland als Tabellenletzter der Saison 2016/17 aus der Premier League mit 24 Punkten ab. Nach Saisonende wechselte Torhüter Jordan Pickford, der seit seinem achten Lebensjahr die Nachwuchsabteilung des AFC Sunderland durchlaufen hatte, für die Rekordsumme von umgerechnet 34 Millionen Euro zum FC Everton.Tim Beyer: Und der soll Engländer sein?. Zeit Online, 11. Juli 2018. Abgerufen am 23. Februar 2019. Eine Saison später stieg man als Tabellenletzter auch aus der zweithöchsten englischen Liga ab. Diese Saison wurde in der Netflix-Serie Sunderland 'til I Die dokumentiert.Sunderland ’Til I Die, and the plight of the merely-very-good football player. The Guardian, 10. Februar 2019. Abgerufen am 23. Februar 2019 In der Folge verkaufte Ellis Short, der US-amerikanische Eigentümer, den Club an ein internationales Konsortium von Investoren um den englischen Unternehmer und Fußball-Manager Stewart Donald.Sunderland AFC to change ownership. Presseerklärung AFC Sunderland vom 29. April 2018
In der Saison 2018/19 wechselte der nordirische Stürmer Will Grigg für rund 4,6 Millionen Euro vom Zweitligisten Wigan Athletic zum klassentieferen AFC Sunderland. Es war der bis dahin teuerste Transfer eines Spielers zu einem Klub aus der League One.Kultstürmer Will Grigg sorgt für Transferrekord., 1. Februar 2019. Abgerufen am 23. Februar 2019. Das Team schloss in der Liga auf Rang 5 ab und verlor in den Aufstiegs-Playoffs gegen Charlton Athletic. 2022 gelang als Tabellenfünfter nach Play-off-Siegen über Sheffield Wednesday und Wycombe Wanderers die Rückkehr in die EFL Championship.
Zum Abschluss der Saison 2024/2025 gewann Sunderland das Finale der Aufstiegs-Playoffs der EFL Championship und stieg in die Premier League auf.
Kader der Saison 2025/26 Stand: 13. Dezember 2025
Daten und Namen mini|hochkant|Das Wappen des AFC Sunderland von 1972 bis 1997 Titel und Erfolge Englischer Meister: 1892, 1893, 1895, 1902, 1913, 1936
Englischer Pokal (FA Cup): Sieger 1937 (3:1 gegen Preston North End) und 1973 (1:0 gegen Leeds United) Finalist 1913 (0:1 gegen Aston Villa) und 1992 (0:2 gegen den FC Liverpool)
League Cup: Finalist 1985 (0:1 gegen Norwich City) und 2014 (1:3 gegen Manchester City)
EFL Trophy: Sieger 2021
Charity Shield: Sieger 1936
Rekordspieler Die folgende Aufstellung zeigt jeweils die 10 Spieler mit den meisten Pflichtspieleinsätzen und -toren in der Geschichte des AFC Sunderland. Einsätze 1 Jimmy Montgomery 1960–1977 627 2 Len Ashurst 1957–1970 458 3 Ned Doig 1890–1904 457 4 Stan Anderson 1951–1963 447 5 Gary Bennett 1984–1995 443 6 Bobby Kerr 1966–1978 433 7 Gordon Armstrong 1985–1996 416 8 Charlie Buchan 1911–1925 411 9 Michael Gray 1992–2004 410 10 Charlie Hurley 1957–1969 401 Tore 1 Bobby Gurney 1925–1950 228 2 Charlie Buchan 1911–1925 223 3 Dave Halliday 1925–1929 165 4 George Holley 1904–1919 157 5 Johnny Campbell 1890–1897 154 6 Raich Carter 1931–1939 130 6 Kevin Phillips 1997–2003 128 8 Jimmy Millar 1890–1896, 1900–1904 127 9 Arthur Bridgett 1902–1912 116 10 Patsy Gallacher 1929–1938 107
Manager (Trainer) mini|hochkant|Peter Reid trainierte den AFC Sunderland von 1995 bis 2002 Interimstrainer werden in dieser Liste nicht berücksichtigt.
Zeitraum Trainer 1889–1896 1896–1899 1899–1905 1905–1928 1928–1939 1939–1957 1957–1964 1965–1968 1968–1972 1972–1976 1976–1978 1978–1979 1979–1981 1981–1984 1984–1985 1985–1987 1987–1991 1991–1993 1993 1993–1995 1995–2002 2002–2003 2003–2006 2006 2006–2008 2008–2009 2009–2011 2011–2013 2013 2013–2015 2015 2015–2016 2016–2017 2017 2017–2018 2018–2019 2019–2020 2020–2022 2022 2022–2023 2023–2024 2024–
Literatur
Weblinks
Offizielle Website (englisch)
Einzelnachweise
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