Dieser Artikel listet die Nominierungen und die Gewinner des Deutschen Fernsehpreises in der Kategorie Beste Musik seit seiner Einführung 1999 auf. Die Gewinner werden in einer geheimen Abstimmung durch eine unabhängige Jury ermittelt.
Geschichte und Rekorde Die Kategorie Beste Musik wurde von 1999 bis 2009 verliehen. Im Jahre 2010 gaben die Preisstifter (ARD, ZDF, RTL und Sat.1) bekannt, eine Reform der Preisvergabe durchführen zu wollen. Sie sah unter anderem vor, dass die Kategorie für Komponisten nicht mehr vergeben werden. So sollte sich unter anderem die Prämierung des Deutschen Fernsehpreises stärker auf Fernsehformate/-produktionen verlagern. Von 2010 bis 2014 wurde die Kategorie nicht verliehen. Nach einer weiteren Reform im Jahre 2015/2016 wird unter anderem die Kategorie Beste Musik ab 2016 wieder verliehen.
Jedes Jahr werden von drei Nominierungen ein Preisträger bestimmt. Der erste Preisträger war Nikolaus Glowna für den Kriminalfilm Auf der Jagd aus der Krimireihe Bella Block, der beim Deutschen Fernsehpreis 1999 ausgezeichnet wurde. Der bisher letzten Preisträger sind Christoph Schauer und Max Filges für Höllgrund, die beim Deutschen Fernsehpreis 2023 geehrt wurden.
Die folgende Liste ist eine Aufzählung von Rekorden der häufigsten Nominierten und Gewinnern in der Kategorie Beste Musik. Die Gewinner und Nominierten in den anderen Kategorien werden nicht mitgezählt.
Statistik Komponist Anzahl Jahr Häufigste Auszeichnung Ulrich Reuter 2 2000, 2003 Annette Focks 2005, 2019 Häufigste Nominierungen(* = Sieg) Ulrich Reuter 4 1999, 2000*, 2003*, 2009 Häufigste Nominierung ohne Sieg Manu Kurz 3 2003, 2007, 2017
Gewinner und Nominierte Nach Angabe der nominierten Komponisten folgen in kursiver Schrift die Filme/Serien für welche diese nominiert wurden und in Klammern die dazugehörigen Fernsehsender. Die Gewinner stehen hervorgehoben in fetter Schrift an erster Stelle.
1990er 1999 Nikolaus Glowna für Bella Block: Auf der Jagd (ZDF) Ulrich Reuter für Die Bubi-Scholz-Story (ARD/WDR) Dieter Schleip für Bittere Unschuld (arte), Deine besten Jahre (ZDF/arte), Tatort: Schwarzer Advent (ARD)
2000er 2000 Dieter Schleip für Doppeltes Dreieck (ZDF) und Rendezvous mit dem Teufel (ProSieben) Matthias Frey für Warten ist der Tod (ZDF/arte) Paul Vincent Gunia für Doppelter Einsatz (RTL)
2001 Paul Vincent Gunia, Tito Larriva, Sema Mutlu und Derya Mutlu für Der Schrei des Schmetterlings (ZDF/arte) Renaud Garcia-Fons für Sperling und das letzte Tabu (arte/ZDF) Jörg Lemberg für Tatort: Kindstod (ARD/WDR)
2002 Andreas Schäfer für Verbotene Küsse (ZDF) Andreas Schilling für Kolle – Ein Leben für Liebe und Sex (ARD/WDR) Frank Wulff, Stefan Wulff und Hinrich Dageför für Rette Deine Haut! (ZDF)
2003 Dieter Schleip für Der Anwalt und sein Gast (ARD/SWR), Himmelreich auf Erden (ZDF) und Männer häppchenweise (ProSieben) Manu Kurz für Geht nicht gibt's nicht (ZDF) Irmin Schmidt für die Filmreihe Bloch (ARD/WDR/SWR)
2004 Oliver Biehler für Mein erster Freund, Mutter und ich (ProSieben) und Das siebte Foto (ProSieben) Marcel Barsotti für Die Ärztin (ZDF) und Die Rückkehr des Vaters (ZDF) Enjott Schneider für Stauffenberg (ARD/SWR/WDR/rbb/ORF/RAI/RAI Bozen)
2005 Annette Focks für Bella Block: … denn sie wissen nicht, was sie tun (ZDF), Das Gespenst von Canterville (Sat.1), Die Kirschenkönigin (ZDF/arte), Marias letzte Reise (ARD/BR) und Wellen (ZDF/arte) Jo Barnikel und Stephan Wildfeuer für Abschnitt 40 (RTL) Ralf Wienrich für Bella Block: Die Freiheit der Wölfe (ZDF)
2006 Fabian Römer für Tatort: Schneetreiben (ARD/BR) Hans-Jürgen Buchner für Margarete Steiff (ARD/SWR/ORF/BR/RAI Bozen/arte) Dominic Roth für Störtebeker (ARD/WDR/BR/SWR/NDR/MDR/TV3/ORF)
2007 Enjott Schneider für Die Flucht (ARD/BR/WDR/SWR/hr/arte) und Nicht alle waren Mörder (ARD/SWR/BR) Manu Kurz für Vom Ende der Eiszeit (ARD/NDR/arte) Ralf Wienrich für Bella Block: Blackout (ZDF) und Das Geheimnis im Moor (ZDF)
2008 Karim Sebastian Elias für Bella Block: Weiße Nächte (ZDF) und Die Schatzinsel (ProSieben/ORF) Klaus Badelt für Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen (RTL) Christoph M. Kaiser und Julian Maas für KDD – Kriminaldauerdienst (ZDF)
2009 Ulrich Reuter für Die Freundin der Tochter (ARD/NDR/arte) und Die Drachen besiegen (ARD/BR/NDR) Dieter Schleip für Ein Dorf schweigt (ZDF) und Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen (Sat.1/ORF) Martin Todsharow für Mogadischu (ARD/SWR/BR)
2010er 2010 bis 2014 keine Verleihung in dieser Kategorie
2015 keine Verleihung des Deutschen Fernsehpreises
2016 Stefan Will und Marco Dreckkötter für Mordkommission Berlin 1 (Sat.1) Jens Oettrich für Club der roten Bänder (VOX) Fabian Römer für Tannbach – Schicksal eines Dorfes (ZDF)
2017 Heiko Maile für Winnetou – Der Mythos lebt (RTL) Manu Kurz und Alexander Maschke für Morgen hör ich auf (ZDF) Sven Rossenbach und Florian van Volxem für Das weiße Kaninchen (ARD/SWR)
2018 Johnny Klimek und Tom Tykwer für Babylon Berlin (Sky/ARD) The Notwist für Das Verschwinden (ARD/BR/NDR/SWR) Stefan Will und Marco Dreckkötter für 4 Blocks (TNT Serie)
2019 Annette Focks für Die Freibadclique (ARD/SWR/MDR/NDR/SR) Stefan Will für Fremder Feind (ARD/WDR) Matthias Weber für Das Boot (Sky) 2020er 2020 Tina Pepper und Sophie Hunger für Rampensau (VOX) Martina Eisenreich für Endlich Witwer (ZDF/Arte) und Spreewaldkrimi: Zeit der Wölfe (ZDF) Annette Focks für Lotte am Bauhaus (ARD/MDR/SWR) 2021 Michael Klaukien für Oktoberfest 1900 (ARD/BR/WDR/MDR) Karim Sebastian Elias für Ku’damm 63 (ZDF) Max Filges und Christoph Schauer für Sløborn (ZDF) 2022 Inga Humpe, Tommi Eckart und Matthias Petsche für Eldorado KaDeWe – Jetzt ist unsere Zeit (ARD/RBB) Raffael Seyfried für Ein Leben lang (ARD/WDR) Helmut Zerlett und Robert Matt für Faking Hitler (RTL+) 2023 Christoph Schauer und Max Filges für Höllgrund (ARD/SWR) Dascha Dauenhauer für Der Schwarm (ZDF) Jessica de Rooij für Sisi 2 (RTL)
2024
Weblinks Offizielle Webpräsenz des Deutschen Fernsehpreises
Musik Kategorie:Erstverleihung 1999