Die Liste der Stolpersteine in Iserlohn enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts von Gunter Demnig in Iserlohn verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Iserlohn lebten und wirkten.
Verlegte Stolpersteine Adresse Stadtteil Verlege- datum Person, Inschrift Bild Anmerkung Alter Rathausplatz 14 130px Stolpersteine in Iserlohn Hier wohnteGretel MosbachJg. 1926deportiert 1942Polen – Lublinfür tot erklärt 100px Gretel Mosbach wurde am 26. Oktober 1926 in Geldern geboren. Sie wurde am 28. April 1942 nach Polen deportiert. Ihre Spur geht in Zamość verloren. Hier wohnteHelene Mosbachgeb. HeymannJg. 1890deportiert 1942Polen – Lublinfür tot erklärt 100px Helene Heymann wurde am 9. November 1890 in Geldern geboren. Sie wurde am 28. April 1942 nach Polen deportiert. Ihre Spur geht in Zamość verloren. Hier wohnteJulius MosbachJg. 1881tot 14.1.1941Heilanstalt Suttrop IIOpfer des Pogrom 100px Julius Mosbach wurde am 14. November 1881 in Hohenlimburg geboren. Gestorben ist er am 14. November 1941 in Suttrop an den Folgen der Reichspogromnacht. Hier wohnteLiesel Liongeb. MosbachJg. 1921deportiert 1943ermordet inAuschwitz 100px Liesel Mosbach wurde am 3. August 1921 in Geldern geboren und vermutlich in Auschwitz ermordet. Bahnhofstraße 2 130px Letmathe Letmathe im Dritten Reich. Heimatverein Letmathe; abgerufen am 28. Dezember 2015 Hier wohnteund arbeiteteCäcilia Meyberggeb. SternJahrgang 1875deportiert 1942Theresienstadtermordet inTreblinka 100px Cäcilia Meyberg, geborene Stein und ihr Mann Julius waren Besitzer eines Textilgeschäftes, zuletzt im Erdgeschoss des Hauses Bahnhofstraße 2. Am 30. Juli 1942 wurden Cäcilia Meyberg und ihr Mann in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Von dort aus wurden sie am 23. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka verbracht und dort im gleichen Monat ermordet. Hier wohnteund arbeiteteJulius MeybergJg. 1875deportiert 1942Theresienstadtermordet inTreblinka 100px Julius Meyberg (* 25. Januar 1875) und seine Frau Cäcilia (* 16. November 1875) waren zuletzt Besitzer eines Textilgeschäftes, zuletzt im Erdgeschoss des Hauses Bahnhofstraße 2. Am 30. Juli 1942 wurden Julius Meyberg und seine Frau am 28. Juli 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Von dort aus wurden sie am 23. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka verbracht und dort im gleichen Monat ermordet. Hagener Straße 58 (ehemals Adolf-Hitler-Straße 58) Letmathe Hier wohnteund arbeiteteJulius KoppelJg. 1878gedemütigt/entrechtetHeimatort 1939verlassentot 1942 100px Julius Koppel war Kaufmann und verließ seine Heimatstadt Letmathe 1939. Er zog nach Köln und verstarb dort einige Zeit später. Wermingser Straße 2 130px Hier wohnteAlice Gompertzgeb. WertheimJg. 1899deportiert 1942Theresienstadtermordet in Auschwitz 100pxAlice Gompertz geborene Wertheim, geboren am 5. Dezember 1899, wurde am 28. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und in Auschwitz ermordet. Hier wohnteErnst GompertzJg. 1886deportiert 1942Theresienstadtermordet in Auschwitz 100px Ernst Gompertz, geboren am 7. September 1886, in Auschwitz ermordet im Februar 1943 Hier wohnteJulie Wertheimgeb. JungbluthJg. 1880deportiert 1942Theresienstadtermordet in Auschwitz 100px Julie Wertheim geb. Jungbluth, geboren am 5. März 1880, in Auschwitz ermordet im Oktober 1944 Hier wohnteLotte ‚Emma‘ GompertzJg. 1929deportiert 1942Theresienstadtermordet in Auschwitz 100px Lotte Gompertz wurde am 23. August 1929 in Iserlohn geboren und im Februar 1943 in Auschwitz ermordet. Wermingser Straße 15 130px Hier wohnteBertha Beckergeb. MeyerJg. 1882deportiert 1942ermordet imbesetzten Polen 100pxBertha Becker geborene Meyer, geboren am 28. Juni 1882, wurde am 28. April 1942 deportiert und im besetzten Polen ermordet. Hier wohnteSally BeckerJg. 1876deportiert 1942ermordet inAuschwitz 100pxSally Becker, geboren am 17. Juni 1875, wurde am 28. April 1942 deportiert und in Auschwitz ermordet. Wermingser Straße 27 130px Hier wohnteIrma Waldbaumgeb. Gollowitschdeportiert 1942besetztes Polenfür tot erklärt 100pxIrma Waldbaum geborene Gollowitsch, geboren am 24. Februar 1914, wurde am 28. April 1942 in das besetzte Polen deportiert und später für tot erklärt. Hier wohnteErich WaldbaumJg. 1898deportiert 1942besetztes Polenfür tot erklärt 100pxErich Waldbaum, geboren am 1. März 1898, wurde am 28. April 1942 in das besetzte Polen deportiert und später für tot erklärt. Hier wohnteGerda WaldbaumJg. 1935deportiert 1942besetztes Polenfür tot erklärt 100pxGerda Waldbaum, geboren am 15. Dezember 1935, wurde am 28. April 1942 in das besetzte Polen deportiert und später für tot erklärt. Trift 1 130px Iserlohner Kreisanzeiger, 7. Juni 2016 Hier wohnteIgnatz BrawJg. 1900abgeschoben 1938PolendeportiertLwowermordet 100px Ignatz Braw, geboren am 2. August 1900, abgeschoben 1938 Polen, deportiert Lwow, ermordet. Hier wohnteEdith Brawgeb. IntratorJg. 1913abgeschoben 1938PolenGhetto Tarnowermordet 100px Edit Braw geb. Intrator, Jg. 1913, abgeschoben 1938 Polen, Ghetto Tarnow, ermordet Hier wohnteLothar BrawJg. 1936abgeschoben 1938PolenGhetto Tarnowermordet 100px Lothar Braw, geboren am 18. Oktober 1936, abgeschoben 1938 Polen, Ghetto Tarnow, ermordet Hier wohnteMax BrawJg. 1936abgeschoben 1938PolenGhetto Tarnowermordet 100px Max Braw, geboren am 18. Oktober 1936, abgeschoben 1938 Polen, Ghetto Tarnow, ermordet Gartenstraße 42 130px Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 25. September 2023: Zehn weitere Stolpersteine werden in Iserlohn verlegt, abgerufen am 27. Oktober 2023 Hier wohnteSalomon EhrlichJg. 1860gedemütigt/entrechtettot 27. April 1939 100px Salomon Ehrlich, Jg. 1860, gedemütigt/entrechtet, tot 27. April 1939 Hier wohnteRegina Ehrlichgeb. SchwarzJg. 1861deportiert 1942Richtung Ostenermordet 100px Regina Ehrlich geb. Schwarz, Jg. 1861, deportiert 1942 Richtung Osten, ermordet Hier wohnteSiegfried EhrlichJg. 1888'Schutzhaft' 1938KZ SachsenhausenZwangsarbeiteingewiesen jüdischesKrankenhaus Berlintot 5. März 1945 100px Siegfried Ehrlich, Jg. 1888, 'Schutzhaft' 1938, KZ Sachsenhausen, Zwangsarbeit, eingewiesen Jüdisches Krankenhaus Berlin, tot 6. März 1945.Siegfried Ehrlich (* 2. Juli 1888) war der letzte Inhaber des Haushaltswarengeschäftes Ehrlich & Co in Iserlohn, Alter Rathausplatz 10. Am 6. März 1945 wurde er nach Berlin deportiert, wo er noch im März verstarb.www.stolpersteine-iserlohn.de: Ehrlich und Co. – Haushaltswaren, Alter Rathausplatz 10, abgerufen am 27. Oktober 2023 Er gehörte zu den letzten aus Iserlohn deportierten Juden.LWL-Medienzentrum für Westfalen: Begleitheft zum Film „Kolonnen und Kulissen – Der Nationalsozialismus im Film – Iserlohn 1933-1939“, S. 17 (PDF-Dokument 1,1 MB), ISBN 978-3-939974-08-6, abgerufen am 10. Dezember 2023. Hier wohnteHelene Ehrlichgeb. BoogJg. 1898Mischeheausgegrenzt/drangsaliertüberlebt 100px Helene Ehrlich geb. Boog, Jg. 1898, Mischehe, ausgegrenzt/drangsaliert, überlebt Hans-Böckler-Straße 18 Die Villa Giebe an der Hans-Böckler-Straße 18 wurde im September 2011 abgerissen, nachdem das Landesdenkmalamt keine Schutzwürdigkeit feststellen konnte.Iserlohner Kreisanzeiger (Bericht von Cornelia Merkel vom 21.07.2021): Historisches Zeugnis der Iserlohner Kulturgeschichte erhalten, abgerufen am 27. Oktober 2023130px Hier wohnteMartha Giebegeb. AnspacherJg. 1883deportiert 1943Auschwitzermordet 6.12.1943100px Martha Giebe, geb. Anspacher (* 1883) war die älteste Tochter von Bernhard Anspacher und der Lehrerstochter Minna Heyersberg aus Delmenhorst. Sie hatte 6 Geschwister.Landeszentrale für politische Bildung Bremen – www.stolpersteine Bremen.de: Die jüdische Familie Anspacher, abgerufen am 27. November 2023.Im Dezember 1943 wurde Martha Giebe verhaftet, nach Auschwitz deportiert und dort am 6. Dezember 1943 ermordet.www.stolpersteine-iserlohn.de: Lichtspiele Reichshalle (Gloria-Theater) – Inhaber: Willy Giebe, Wermingser Straße 36 , abgerufen am 27. Oktober 2023Informationstafel zur Geschichte der Familie Giebe und der Villa Giebe in Iserlohn, Hans-Böckler-Straße 18 Hier wohnteWilly GiebeJg. 1881'Mischehe'ausgegrenzt/drangsaliertüberlebt100px Willy Giebe besaß seit 1918 das Veranstaltungs- und Kinogebäude „Schauburg“ an der Hans-Böckler-Straße (damals Hagener Straße 20) und seit 1928 die 1938 in „Gloria-Theater“ umbenannten Reichshallen Lichtspiele auf der Wermingser Straße 36. Die Filmbranche nannte ihn damals den „Kino-König des Sauerlandes“.Walter Wehner: „Über alles in der Welt“, Filme für Kinder und Jugendliche in der NS-Zeit, gezeigt in den Kinos des Kreises Iserlohn. In: Der Märker, 70. Jahrgang, 2021, S. 28–43.Da er mit einer Jüdin verheiratet war, wurde er 1937 gezwungen seine Häuser zu verkaufen. Zu Beginn der 50er Jahre erfolgte eine Rückübertragung auf ihn. Willy Giebe führte beide Veranstaltungshäuser bis 1961 fort und verstarb am 7. November 1961. Er wurde auf dem städtischen Friedhof Iserlohn beigesetzt. Wasserstraße 2 a 130px Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 25. September 2023: Zehn weitere Stolpersteine werden in Iserlohn verlegt, abgerufen am 27. Oktober 2023 Hier wohnteWalter EhrlichJg. 1894deportiert 1942Richtung Ostenermordet100px Walter Ehrlich wurde am 20. Mai 1894 in Iserlohn geboren. Sein zuletzt gewählter Wohnort war Köln. Von dort aus wurde er im Juli 1942 in das Vernichtungslager Trostenez bei Minsk deportiert. In Trostenez ist er am 24. Juli 1942 verstorben und anschließend für tot erklärt worden.NS-Dokumentationszentrum Köln: Die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Köln – Walter Ehrlich, abgerufen am 27. Oktober 2023 Hier wohnteHedwig Ehrlichgeb. FelsJg. 1897deportiert 1942Richtung Ostenermordet 100px Hedwig Ehrlich geborene Fels, wurde 1897 geboren. 1942 wurde sie Richtung Osten deportiert und ermordet. Hier wohnteHeinz Richard EhrlichJg. 1926deportiert 1942Richtung Ostenermordet 100px Heinz Richard Ehrlich wurde am 19. Juli 1926 in Iserlohn geboren. Sein letzter Wohnort mit seinem Vater Walter Ehrlich war Köln. Von dort aus wurde er im Juli 1942 in das Vernichtungslager Trostenez bei Minsk deportiert. Am 24. Juli 1942 verstarb Heinz Richard Ehrlich in Trostenez.NS-Dokumentationszentrum Köln: Die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Köln – Heinz Richard Ehrlich, abgerufen am 27. Oktober 2023 Hier wohnteKurt Günter EhrlichJg. 1930deportiert 1942Richtung Ostenermordet100px Kurt Günter Ehrlich wurde am 23. Januar 1930 in Iserlohn geboren. Sein letzter Wohnort mit seinem Vater Walter Ehrlich war Köln. Von dort aus wurde er im Juli 1942 in das Vernichtungslager Trostenez bei Minsk deportiert. Am 24. Juli 1942 verstarb Kurt Günter Ehrlich in Trostenez und wurde anschließend für tot erklärtNS-Dokumentationszentrum Köln: Die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus aus Köln – Kurt Günter Ehrlich, abgerufen am 27. Oktober 2023 Wermingser Straße 5 130px Iserlohner Kreisanzeiger vom 22. März 2025: Stenner-Gymnasium übernimmt Patenschaft für Stolpersteine Hier wohnteAmalie CohenJg. 1874deportiert 1942Theresienstadt1942 Treblinkaermordet 100px Hier wohnteHermann CohenJg. 1876deportiert 1942Theresienstadtermordet 17.2.1943 100px Hier wohnteIlse CohenJg. 1921Kindertransport 1939England 100px Hier wohnteJohanna CohenJg. 1875deportiert 1942Theresienstadt1942 Treblinkaermordet 100px Hier wohnteFranziska Cohengeb. HeynemannJg. 1895deportiert 1942Theresienstadt1944 Auschwitzermordet 100px Hier wohnteErich CohenJg. 1925deportiert 1942Theresienstadt1944 AuschwitzKZ Leitmeritzermordet 9.1.1945 100px Bonstedtstraße 12 Iserlohner Kreisanzeiger vom 5. April 2025: Ein Stolperstein, der ein Meilenstein ist Hier wohnteErwin SchlünderJg. 1921im Widerstand – Albineaverhaftet 26.8.1944'Kriegsverrat'hingerichtet 27.8.1944Ehrenbürger von Albinea 100px
Weblinks
stolpersteine.eu Abfragebeispiel der in OSM eingetragenen Stolpersteine
Einzelnachweise
! Iserlohn Stolpersteine