mini|Susanne Kellermann (2015) Susanne Kellermann (* 19. April 1974 in Landshut) ist eine deutsche Kamerafrau, Regisseurin, Produzentin und Schauspielerin.
Leben Herkunft und Ausbildung Susanne Kellermann wurde in Landshut geboren und machte Abitur am Hans-Carossa-Gymnasium Landshut. Ihr Urgroßonkel ist der Schriftsteller Bernhard Kellermann. Im Alter von 18 Jahren erhielt sie zusammen mit einem Team von Freunden den Bayerischen Jugendfilmpreis des Instituts Jugend Film Fernsehen für die Dokumentation Tinnitus – Auf der Suche nach der verlorenen Stille. Als Pianistin wirkte sie bereits in der Schulzeit bei Konzertauftritten mit, u. a. im Theaterstück Der kaukasische Kreidekreis von Bertolt Brecht, bei dem sie die musikalische Gesamtleitung hatte.
Film und Fernsehen Nach dem Abitur gelang Susanne Kellermann der Einstieg ins professionelle Filmgeschäft. Als Kameraassistentin drehte sie rund 50 Spielfilme. Parallel dazu führte sie bereits die Kamera in mehreren Kurzfilmen. Der Kinderfilm Merle war seit 2002 auf über 15 nationalen und internationalen Kurzfilmfestivals zu sehen, wurde mehrfach auf arte, im Bayerischen Rundfunk und im KiKa ausgestrahlt und erhielt den Nachwuchspreis beim Deutschen Kinderfilmfestival Goldener Spatz 2003. Für den Kurzfilm Blut komponierte sie neben ihrer Kameraarbeit die Klaviermusik und spielte in alter Stummfilm-Manier live zum Film. Im Alter von 26 Jahren wurde sie als jüngste(r) Director of Photography aller Zeiten in den Bundesverband Kamera bvk aufgenommen. Sie drehte u. a. die Weißblauen Wintergeschichten, Kleine Rache und Einmal zuviel unter der Regie von Peter Weck sowie die Rosenheim-Cops.
Im Alter von 28 Jahren absolvierte sie in Wien eine Schauspielausbildung, die sie mit dem Diplom als staatlich anerkannte Bühnenschauspielerin der paritätischen Prüfungskommission des Österreichischen Theaterverbandes erfolgreich abschloss. Sie erhielt eine Episodenhauptrolle in der Serie Die Rosenheim-Cops und mehrere Nebenrollen in TV-Filmen. Den Kurzfilm Drunter sind wir alle nackt produzierte sie und spielte darin die Hauptrolle. Der Film lief auf 10 nationalen und internationalen Filmfestivals und erhielt u. a. den Prix 2nd des Festival Européen du Film Court in Brest. Er wurde auf ARTE, BR und SWR ausgestrahlt. 2009 entstand unter ihrer Regie und Kameraführung der Film Puppenspiel, der 2010 von der FBW mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet wurdeOffizielle FBW-Seite zum Film und beim European Independent Film Festival in Paris 2011 den „Grand Prix“ für die „Beste Regie“ und beim Canada International Film Festival den „Royal Reel Award“ erhielt.
2011 drehte sie ebenfalls als Produzentin, Kamerafrau und Regisseurin den Film Die Zeit dazwischen. Der Film wurde in der ARD-Themenwoche „Wie wir sterben wollen“ ausgestrahlt, erhielt das Prädikat „besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW und wurde dort zum Film des Monats Oktober 2011 gewählt. Zudem wurde der Film mit dem Karl-Buchrucker-Preis der Inneren Mission München gewürdigt. Im selben Jahr drehte sie den 90-minütigen TV-Spielfilm Alles außer Liebe mit Gila von Weitershausen als Kamerafrau.
Privates Susanne Kellermann hat eine Tochter (* 2011) mit Fritz Wepper, mit dem sie von 2009 bis 2012 liiert und von 2019 bis zu seinem Tod 2024 verheiratet war.
Sonstiges Susanne Kellermann besitzt eine klassische Klavierausbildung, die sie bei einem Lehrer und Kapellmeister der „Alten Wiener Schule“ absolvierte.
Filmografie Als Regisseurin 2004: Mrs Smith 2006: Drunter sind wir alle nackt 2008: Keine Garantie 2009: Puppenspiel 2011: Die Zeit dazwischen
Als Kamerafrau 1995: Blut 2000: Weißblaue Wintergeschichten 2000: Kleine Rache 2001: Flügelfisch 2002: Merle 2005: Die Rosenheim-Cops 2006–2008: Zwei Ärzte sind einer zu viel (Fernsehserie, 3 Folgen) 2008: Kampf bis aufs Skalpell 2008: Wer im Glashaus sitzt 2009: Der Schatz im Silbersee 2009: Reif für die Insel 2009: Puppenspiel 2008: Die Sennerin 2008: Forsthaus Falkenau (Tierszenen) 2011: Alles außer Liebe 2011: Die Zeit dazwischen
Als Schauspielerin 2004: Mrs Smith 2005: Das Blaue vom Himmel 2005: Die Rosenheim-Cops 2006: Inga Lindström – Die Frau am Leuchtturm 2007: Zwei Ärzte sind einer zuviel 2007: Die Rosenkönigin 2007: Drunter sind wir alle nackt 2008: Auf der Suche nach dem Glück 2009: Keine Garantie
Als Produzentin 2006: Drunter sind wir alle nackt 2009: Puppenspiel 2011: Die Zeit dazwischen
Auszeichnungen 2006: Prix 2nd 22 Festival Européen du Film Court de Brest 2007, Philipp Stölzl-Spezialpreis Ursty, Salzburg film:riss Filmpreis und 1. Preis Junges Kino Landshuter Kurzfilmfestival 2008 für Drunter sind wir alle nackt 2009: Prädikat „besonders wertvoll“ FBW, „Beste Regie“ European Ind. Film Festival Paris 2011 und „Best Short Film“ Canada International Film Festival 2011 für Puppenspiel 2011: Prädikat „besonders wertvoll“ FBW und Karl-Buchrucker-Preis 2012 für Die Zeit Dazwischen
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Kameramann Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1974 Kategorie:Frau