mini|Aufnahme von Noble Jump 17 mini|Holländische Marineinfanteristen beim Verladen ihrer Ausrüstung für die Übung Noble Jump 2 mini|Rumänischer TAB-77 Schützenpanzer auf der Übung Noble Jump 17 mini|Panzerfaustschütze auf der Übung Noble Jump Noble Jumpzu Deutsch, Edler Sprung war ein NATO-Manöver, welches im Sommer 2015 in Żagań/Polen stattfand. Eine zweite Auflage des Manövers (Noble Jump II) fand im Sommer 2017 in Bulgarien und Rumänien statt und die dritte Auflage im Mai und Juni 2019 erneut in Żagań/Polen.

Auftrag In der zweiphasigen Übung Noble Jump sollte erstmals die Verlege- und Einsatzfähigkeit der schnellen Eingreiftruppen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes von Żagań unter Beweis gestellt werden. Außerdem galt es das taktische Einsatzkonzept der NATO in einem simulierten Krisenfall zu überprüfen.

Beteiligte Truppen Noble Jump stand unter dem Oberkommando des SACEUR, General Phillip M. Breedlove. An der Übung beteiligt waren Einheiten der (VJTF) Very High Readiness Joint Task Forcezu Deutsch: Einsatzgruppe mit sehr hoher Einsatzbereitschaft der NATO. Insgesamt 2.100 Mann aus neun verschiedenen Nationen. Während die Landeinheiten vom NRF, dem I. Deutsch-Niederländischen Korps in Münster unter Generalleutnant Volker Halbauer geführt wurden, gehörte auch das Panzergrenadierbataillon 371 („Marienberger Jäger“) aus Marienberg/Sachsen zum Kernaufgebot der Speerspitze. Ebenfalls zum Kontingent gehörten Artillerietruppen, Sanitäter, Nachschubeinheiten und Panzerpioniere. Besucht wurde das Manöver unter anderem auch von NATO-Generalsekretär Stoltenberg und Bundesverteidigungsministerin von der Leyen.

Umfang Noble Jump war ein Teil der Manöverserie „Allied Shield“, an der 15.000 NATO-Soldaten beteiligt sind. In Żagań sollte die Leistungsfähigkeit der Speerspitze getestet werden, die unter niederländischer, norwegischer und deutscher Regie stand. Insgesamt waren Heereseinheiten aus Belgien, Deutschland, Litauen, Niederlande, Norwegen, Polen, Tschechien, Ungarn und den USA mit 440 Rad- und 65 Kettenfahrzeugen im Einsatz.

Ablauf Der zweite Teil Noble Jump fand vom 9. bis 19. Juni 2015 statt. Vorangegangen war Phase 1 im April 2015, eine Alarmierungsübung (AlertEx) der NATO Response Force (NRF), bei der die beteiligten Einheiten mit Personal, Material und Gefechtsfahrzeugen innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters von fünf Tagen die volle Verlegebereitschaft erreicht haben mussten. Ausgangspunkt des deutschen Truppenkontingentes war der Truppenübungsplatz Bergen/Lüneburger Heide, von wo aus per Bahnverladung und später über Straße und Luft ins fiktive Einsatzgebiet in Żagań verlegt wurde. Noble Jump simuliert ein Übungsszenario, bei dem ein Offizier „Birdman“ aus dem feindlichen „Bothnien“ probothnische Separatisten führt. Nachgestellt werden sollte ein Kampfszenario gegen irreguläre Truppen. Die Übung begann planmäßig mit dem Eintreffen von niederländischen und tschechischen Spezialkräften, Hubschraubern und F-16-Kampfflugzeugen. Im Folgenden erhielt das PzGrenBtl 371 mit Schützenpanzer Marder und verstärkt durch Leopard-2-Kampfpanzer den Auftrag, den „Präsidentenhügel“ der Separatisten zu nehmen.

Fazit Noble Jump war auch als Demonstration und Reaktion auf die russische Annexion der Krim geplant.

Siehe auch Militärmanöver

Weblinks Bundesministerium für Verteidigung – Noble Jump Bilder der Übung Noble Jump SACEUR/NATO – Noble Jump Die Süddeutsche, 19. Juni 2015, Die NATO zeigt, was sie können will Der Spiegel, Spiegel Online, Politik, von Matthias Gebauer: Nato-Manöver in Polen: Gruß an Moskau von der schnellen Eingreiftruppe

Anmerkungen und Einzelnachweise

Kategorie:NATO-Übung Kategorie:Ereignis 2015 Kategorie:Żagań Kategorie:Geschichte der Bundeswehr Kategorie:Militärgeschichte (21. Jahrhundert) Kategorie:Polnische Militärgeschichte Kategorie:Polnische Geschichte (seit 1989) Kategorie:Bulgarische Militärgeschichte Kategorie:Bulgarische Geschichte (21. Jahrhundert) Kategorie:Rumänische Militärgeschichte Kategorie:Rumänische Geschichte (21. Jahrhundert)