Sunna war ein angelsächsischer Stammesfürst, dessen Untertanen im östlichen Teil des heutigen Berkshire im Süden Englands lebten. Auf ihn wird eine Reihe englischer Ortsnamen zurückgeführt. Zu diesen Orten gehören: Sonning (ursprünglich Sunning), Sonning Eye, Sonning Hill, Sunbury, Sunningdale, Sunninghill und Sunningwell. Viele dieser Orte liegen nahe der Themse.Margaret Gelling: The Place-Names of Berkshire. Band 51. University Press, Cambridge 1973, S. 921.

Nach Meinung des Historikers Steven Bassett könnte Sunbury nach Sunna als einer Provinz benannt sein, die Sunninges hieß und in der Mitte der 670er Jahre im heutigen Berkshire westlich von Chertsey lag.Steven Bassett: The Origins of Anglo-Saxon kingdoms. Leicester University Press, London / New York 1989, ISBN 0-7185-1317-7, S. 114. Ein Historiker von Wessex hat angemerkt, dass Sunna von Sonning und verwandten Namen eindeutig zu einem lokalen Herrscher von nicht geringer Bedeutung gehört.Gordon J. Copley: The Conquest of Wessex in the sixth century. Phoenix House, London 1954, , S. 161. Der Name Sunna als Personenname gilt dabei als sehr selten.Ernst Alfred Philippson: Germanisches Heidentum bei den Angelsachsen. B. Tauchnitz, Leipzig 1929, , S. 104 („Als männlicher Personenname ist Sunna nach Searles Onomasticon selten“).

Eine 1937 vorgelegte Theorie geht jedoch davon aus, dass sunna wahrscheinlich feuchtes Marschland bedeutet.Robert Eugen Zachrisson: Studia neophilologica. Band 9–11. A.-b. Lundequistska bokhandeln, Uppsala 1937, , S. 78.

Literatur David Nash Ford: History of Sonning (Berkshire). In: Britannia. (britannia.com)

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