Die Liste der Stolpersteine in Hürth führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine in Hürth, Nordrhein-Westfalen, auf. Die Liste der Stolpersteine beruht auf den Daten, die auf der Website der Stadt Hürth verzeichnet sind, zum Teil ergänzt um weitere Informationen. Insgesamt verlegte Demnig in den Jahren 2008 und 2009 auf Initiative des Ernst-Mach-Gymnasiums HürthErnst-Mach-Gymnasiums Hürth: Gedenken am 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung, abgerufen am 24. August 2020 32 Stolpersteine zur Erinnerung an ehemalige Hürther Bürgerinnen und Bürger, die unter dem nationalsozialistischen Regime zwischen 1940 und 1945 ermordet wurden.Stolpersteine in Hürth auf der offiziellen Website der Stadt Hürth, abgerufen am 17. August 2020.
Bild Name sowie Details zur Inschrift Adresse Zusätzliche Informationen 120px|Stolperstein für Johann Bauer (Pützstraße 11) Hier wohnte, (Jahrgang 1891) 'Schutzhaft' 1933 Verhaftet 1944 Buchenwald Sachsenhausen Ermordet 28. April 1945 KZ Sandbostel Kendenich:Pützstraße 11() Der Stolperstein erinnert an Johann Baptist Bauer, geboren am 20. November 1891 in Merzig.
Der Fabrikarbeiter Johann Bauer war mit Anna Wilkens verheiratet, gemeinsam hatten sie zwei Söhne (Josef, geb. 1917 und Heinz, geb. 1919; gest. 1921). Bei den Ribbertwerken in Kendenich/Hermülheim war er im Betriebsrat tätig und leitete die Ortsgruppe der KPD in Kendenich. Seit 1931 vertrat er seine Partei im Hürther Gemeinderat. Am 1. März 1933 wurde er verhaftet und bis zum 2. Oktober 1933 in der Kölner Haftanstalt Klingelpütz in so genannter „Schutzhaft“ gefangen gehalten. Am 13. September 1944 wurde er erneut verhaftet und am 18. November 1944 von der Kölner Gestapo in das KZ Buchenwald eingeliefert. Über das KZ Sachsenhausen und das KZ Neuengamme wurde er im April 1945 auf einem Todesmarsch in das Stammlager X B bei Sandbostel getrieben. Dort starb er am 28. April 1945.
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Josephine Berg (Waldweg Brunnenstraße) Hier wohnte, geb. Kaufmann (Jahrgang 1885) Deportiert 1942 Ermordet Alstädten-Burbach:Hauptstr. 89heute Brunnenstr.(Verlegestelle:Waldwegekreuzung)() Der Stolperstein erinnert an Josephine Berg (geborene Kaufmann), geboren am 28. Dezember 1885 in Alt-Hürth.
Josephine Kaufmann war mit dem Metzger und Viehhändler Ludwig Berg verheiratet, gemeinsam hatten sie zwei Töchter (Henriette, geb. 1917 und Hilde, geb. 1921), die beide 1939 nach England flüchten konnten. Im Juli 1941 mussten die Bergs in das „Ghettohaus“ in der Großen Ölbruchstraße 29 ziehen. Von dort aus wurden sie am 14. Juni 1942 über den Bahnhof Deutz-Tief in das Ghetto Theresienstadt deportiert, dort verliert sich ihre Spur...Yad Vashem: Gedenkblatt für Josephina Berg
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Ludwig Berg (Waldweg Brunnenstraße) Hier wohnte (Jahrgang 1880) Deportiert 1942 Theresienstadt Ermordet Alstädten-Burbach:Hürther Str. 89heute Brunnenstr.(Verlegestelle:Waldwegkreuzung)() Der Stolperstein erinnert an Ludwig Berg, geboren am 10. August 1880 in Alstätten.
Der Metzger und Viehhändler Ludwig Berg war mit Josephine Kaufmann verheiratet, gemeinsam hatten sie zwei Töchter (Henriette, geb. 1917 und Hilde, geb. 1921), die beide 1939 nach England flüchten konnten. Der Vorsteher der Hürther Synagogengemeinde wurde am 10. November 1938 verhaftet und in das KZ Dachau verschleppt. Am 13. Dezember 1938 wurde er von dort aus wieder entlassen. Im Juli 1941 mussten die Bergs in das „Ghettohaus“ in der Großen Ölbruchstraße 29 ziehen. Von dort aus wurden sie am 14. Juni 1942 über den Bahnhof Deutz-Tief in das Ghetto Theresienstadt deportiert, dort verliert sich ihre Spur...Bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Berg, Ludwig Yad Vashem: Gedenkblatt für Ludwig Louis Berg
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Johann Brandl (Bertramsjagdweg 218) In Alt-Berrenrath wohnte (Jahrgang 1894) Verhaftet 1933 + 44 Sachsenhausen Ermordet 13. Oktober 1944 Berrenrath:Bertramsjagdweg 218(Verlegestelle:Wendelinusplatzam Wendelinusbrunnen)() Der Stolperstein erinnert an Johann Brandl, geboren am 21. Juli 1894 in Runding.
Johann Brandl war mit Therese Klement verheiratet, gemeinsam hatten sie zwei Söhne (Karl und Engelbert). Als Kommunist war Johann Brandl im Betriebsrat der Roddergrube in Knapsack tätig und für die KPD als Kommunalpolitiker in den Gemeinderäten von Hürth und Berrenrath aktiv. Vom 1. März 1933 bis zum 31. Juli 1933 wurde er im Kölner Klingelpütz inhaftiert. Im September 1944 wurde er erneut festgenommen und in das Messelager Köln-Deutz transportiert. Von dort aus wurde er am 12. September 1944 in das KZ Sachsenhausen deportiert. Dort starb er, nach Angabe der SS-Lagerkommandantur, am 13. Oktober 1944 im Krankenrevier.
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Chaim Erder (Villenstraße 31) In Alt-Berrenrath wohnte (Jahrgang 1922) Flucht 1933 Spanien 1937 Frankreich Verhaftet 1942 Deportiert 1943 Ermordet in Auschwitz Berrenrath:Villenstr. 31(Verlegestelle:Wendelinusplatzam Wendelinusbrunnen)() Der Stolperstein erinnert an Chaim Erder, geboren am 16. April 1922.
Vertreibung und Flucht nach Spanien 1933. Deportiert Auschwitz 11. Februar 1943
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Maita Erder (Villenstraße 31) In Alt-Berrenrath wohnte, geb. Szteynbaum (Jahrgang 1892) Flucht 1933 Spanien 1937 Frankreich Deportiert 1942 Ermordet in Auschwitz Berrenrath:Villenstr. 31(Verlegestelle:Wendelinusplatzam Wendelinusbrunnen)() Der Stolperstein erinnert an Maita Erder, geboren am 26. September 1892 in Polen.
Vertreibung und Flucht nach Spanien 1933. Deportiert Auschwitz 3. August 1942
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Simcha Erder (Villenstraße 31) In Alt-Berrenrath wohnte (Jahrgang 1891) Flucht 1933 Spanien 1937 Frankreich Deportiert 1942 Auschwitz Ermordet 10. Oktober 1942 Berrenrath:Vilenstr. 31(Verlegestelle:Wendelinusplatzam Wendelinusbrunnen)() Der Stolperstein erinnert an Simcha Mejlech Erder, geboren am 26. Mai 1891 in Polen.
Vertreibung und Flucht nach Spanien 1933. Deportiert Auschwitz 31. Juli 1942. Ermordet am 10. Oktober 1942 in Auschwitz
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Fritz Heidt (Severinusstraße 32) Hier wohnte (Jahrgang 1887) Deportiert 1942 Erschossen 24. Juli 1942 bei Minsk Hermülheim:Kirchstr. 33heute Severinusstr. 32() Der Stolperstein erinnert an Friedrich (Fritz) Heidt, geboren am 24. Januar 1887 in Hermülheim.
Der Metzger Friedrich Heidt war mit Henriette (Henni) Schönfeld verheiratet. Das Paar hatte zwei Kinder, Richard Max (geb. 1923) und Karoline Hilde (geb. 1925). Bereits vor den Novemberpogromen 1938 war Fritz Heidt gezwungen, seine Metzgerei an einen „arischen“ Fleischer zu verpachten. Am 10. November 1938 wurde die Wohnung der Familie Heidt in der Kirchstraße (heute Severinusstraße) verwüstet und Fritz Heidt verhaftet und ins KZ Dachau verschleppt. Dort war er vom 15. November bis 13. Dezember 1938 inhaftiert.Bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Heidt, Friedrich Fritz Anfang Juli 1941 musste die Familie Heidt die Wohnung verlassen und in das „Ghettohaus“ in Großen Ölbruchstraße 29 in Alt-Hürth ziehen. Am 19. Juli 1942 wurden sie zum Bahnhof Köln-Deutz verbracht und am 20. Juli 1942 mit dem VI. Transport ab Köln nach Minsk deportiert. Fritz Heidt wurde, wie alle Juden dieses Transportes, unmittelbar nach der Ankunft des Transportes in Maly Trostinec am 24. Juli 1942 ermordet.
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Henriette Heidt (Severinusstraße 32) Hier wohnte, geb. Schönfeld (Jahrgang 1902) Deportiert 1942 Erschossen 24. Juli 1942 bei Minsk Hermülheim:Kirchstr. 33heute Severinusstr. 32() Der Stolperstein erinnert an Henriette Heidt (geborene Schönfeld), geboren am 25. Mai 1902 in Köln.
Nach der Heirat mit dem Metzger Friedrich Heidt wohnte das Ehepaar zunächst in Köln und zog Ende der 1920er Jahre nach Hermülheim in die Kirchstraße 33. Das Ehepaar hatte zwei Kinder, Richard Max (geb. 1923) und Karoline Hilde (geb. 1925). Im Rahmen der Novemberpogrome 1938 wurde auch die Wohnung der Familie Heidt verwüstet. Kurz vor der Deportation der Familie nach Weißrussland wurde sie Anfang Juli 1942 gezwungen, ihre Wohnung in Hermülheim zu verlassen und gemeinsam mit den verbliebenen Hürther Juden ein „Ghettohaus“ in Alt-Hürth zu beziehen. Am 19. Juli 1942 wurde Henriette Heidt mit ihrem Ehemann und ihren Kindern zum Bahnhof Köln-Deutz verbracht und am 20. Juli 1942 mit dem VI. Transport ab Köln nach Minsk deportiert. Henriette Heidt wurde unmittelbar nach der Ankunft des Transportes nahe Minsk, in Maly Trostinec am 24. Juli 1942 ermordet.Bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Heidt, HenrietteYad Vashem: Gedenkblatt für Henriette Heidt
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Karoline Heidt (Severinusstraße 32) Hier wohnte (Jahrgang 1925) Deportiert 1942 Erschossen 24. Juli 1942 bei Minsk Hermülheim:Kirchstr. 33heute Severinusstr. 32() Der Stolperstein erinnert an Karoline Hilde Heidt, geboren am 17. Mai 1925 in Köln.
Karoline Hilde Heidt war das jüngste Kind des Ehepaars Friedrich und Henriette Heidt. Bis zu ihrer Deportation arbeitete sie als Haushaltshilfe.Yad Vashem: Gedenkblatt für Karoline Hilde Heidt Gemeinsam mit ihrer Familie wurde Karoline Heidt im Juli 1942 gezwungen in das „Ghettohaus“ Große Ölbruchstraße 29 nach Alt-Hürth zu ziehen. Am 19. Juli 1942 wurde sie mit ihrer Familie zum Bahnhof Köln-Deutz verbracht und am 20. Juli 1942 mit dem VI. Transport ab Köln nach Minsk deportiert. Karoline Heidt wurde unmittelbar nach der Ankunft des Transportes in der Nähe von Minsk, in Maly Trostinec, am 24. Juli 1942 ermordet.Bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Heidt, Karoline Hilde
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Richard Heidt (Severinusstraße 32) Hier wohnte (Jahrgang 1923) Deportiert 1942 Erschossen 24. Juli 1942 bei Minsk Hermülheim:Kirchstr. 33heute Severinusstr. 32() Der Stolperstein erinnert an Richard Max Heidt, geboren am 18. Oktober 1923 in Köln.
Richard Heidt war das älteste Kind des Ehepaars Friedrich und Henriette Heidt. Gemeinsam mit seiner Familie wurde Richard Heidt im Juli 1942 gezwungen in das „Ghettohaus“ Große Ölbruchstraße 29 nach Alt-Hürth zu ziehen. Am 19. Juli 1942 wurde er mit seiner Familie zum Bahnhof Köln-Deutz verbracht und am 20. Juli 1942 mit dem VI. Transport ab Köln nach Minsk deportiert. Richard Heidt wurde unmittelbar nach der Ankunft des Transportes in der Nähe von Minsk, in Maly Trostinec, am 24. Juli 1942 ermordet.Bundesarchiv.de: Gedenkbucheintrag für Heidt, Richard MaxYad Vashem: Gedenkblatt für Max Richard Heidt
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Isidor Kaufmann (Pastoratstraße 7) Hier wohnte (Jahrgang 1894) Flucht 1938 Belgien Interniert Frankreich Deportiert 1942 Aus Drancy Ermordet 17. September 1942 Auschwitz Alt-Hürth:Pastoratstr. 7() Der Stolperstein erinnert an Isidor Kaufmann, geboren am 25. Dezember 1894 in Hürth.
verschollen Auschwitz
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Regina Kaufmann (Pastoratstraße 7) Hier wohnte, geb. Scheuer (Jahrgang 1861) Deportiert 1942 Theresienstadt Ermordet 2. September 1942 Alt-Hürth:Pastoratstr. 7() Der Stolperstein erinnert an Regina Kaufmann (geborene Scheuer), geboren am 11. März 1861 in Gelnhausen.
Deportation nach Theresienstadt am 16. Juni 1942
Stadt Hürth: Biografie 120px|Stolperstein für Wilhelm Kox (Matthiasstraße 4) Hier wohnte (Jahrgang 1900) Im Widerstand Mehrmals verhaftet Zuletzt 16. September 1939 Hingerichtet 10. August 1940 Berlin-Plötzensee Alt-Hürth:Matthiasstr. 4() Der Stolperstein erinnert an Wilhelm Kox, geboren am 8. November 1900 in Aachen.
Der gelernte Metzger Wilhelm Kox war seit 1926 mit Adolfine Stammen verheiratet. Der gemeinsame Sohn Wilhelm wurde 1926 geborenen.