mini|hochkant|Kirche St. Jakob in Schrobenhausen mini|hochkant|Das Dach im Stadtbild mini|hochkant|Blick durch den Innenraum St. Jakob ist die katholische StadtpfarrkircheBistum Augsburg in Schrobenhausen. Sie beherrscht die Stadtsilhouette von Schrobenhausen und wird von der Gemeinde St. Jakob Schrobenhausen im Bistum Augsburg genutzt.
Der Ort Schrobenhausen befindet sich an einem Zubringerweg nach Santiago de Compostela. Vermutlich deshalb ist die Kirche dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht.
Gebäude Der spätgotische verputzte Ziegelbau ist eine dreischiffige, fünfjochige Hallenkirche mit Umgangschor. Die Errichtung dauerte von 1450 bis etwa 1480. Einfluss auf die Architektur hatte das Ingolstädter Liebfrauenmünster.Vgl. die Basis-Informationen auf der Website von Schrobenhausen Die Strebepfeiler auf der Südseite sind mit Maßwerk geschmückt.
Äußerlich imponieren der Turm mit Oktogon und Spitzhelm über Dreiecksgiebeln (1617–1624 erhöht) und der hohe Dachstuhl aus der Entstehungszeit der Kirche.
Der Innenraum wird von einem Sternrippengewölbe über kämpferlosen Rundpfeilern ohne Gurt- und Scheidbögen abgeschlossen und zeigt dadurch eine starke Vereinheitlichung des Raumes. Ebenfalls ein Sterngewölbe, aber mit Backsteinrippen, hat die angebaute Franziskuskapelle über der Sakristei, ehemals der Karner. Im Jahr 1461 wurden Wandmalereien mit einem Marienzyklus über dem Sakristeieingang und östlich davon mit den 15 Zeichen vor dem Jüngsten Gericht sowie einer Kreuzigung an der Südwand geschaffen.Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bayern IV: München und Oberbayern. Deutscher Kunstverlag, München, Berlin 2006, ISBN 978-3-422-03115-9, S. 1191.
Ausstattung An der bildnerischen Ausstattung im Inneren ist eine Kreuzigungs- und Ölberggruppe sehenswert, geschaffen um 1500. Beichtstühle im Chorumgang und Wangen des Laiengestühls wurden 1754 von Anton Wiest geschaffen. Figuren der Heiligen Petrus und Paulus aus der Zeit um 1700/10 sind weiter zu erwähnen. In der Vorhalle steht ein Gedenkstein für Herzog Ludwig den Gebarteten von 1419. Die farbigen Fenster wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von Josef Dering gestaltet.Webauftritt der Pfarrei St. Jakob, Schrobenhausen
Orgeln Hauptorgel mini|Hauptorgel Die Hauptorgel wurde 2009 von Mathis Orgelbau (Näfels, Schweiz) erbaut. Das Schleifladen-Instrument hat 30 Register auf zwei Manualwerken und Pedal. Die Disposition des rein mechanischen Schleifladen-Instruments lautet:Informationen zur Orgel auf der Website der Orgelbaufirma
I Hauptwerk C–g3 1. Bourdon 16′ 2. Principal 8′ 3. Rohrflöte 8′ 4. Gambe 8′ 5. Octave 4′ 6. Spitzflöte 4′ 7. Doublette 2′ 8. Mixtur III–IV ′ 9. Trompete 8′ 10. Cornet III ′ Cymbelstern II Schwellwerk C–g311. Grossgedackt 8′ 12. Salicional 8′ 13. Vox coelestis 8′ 14. Fugara 4′ 15. Traversflöte 4′ 16. Nasat ′ 17. Waldflöte 2′ 18. Terz ′ 19. Scharf IV 2′ 20. Trompette harm. 8′ 21. Basson-Hautbois 8′ 22. Clairon 4′ Tremulant Pedalwerk C–f123. Violonbass 16′ 24. Subbass 16′ 25. Quintbass ′ 26. Octavbass 8′ 27. Gedecktbass 8′ 28. Choralbass 4′ 29. Posaune 16′ 30. Trompetenbass 8′ Koppeln: II/I, I/P, II/P
Chororgel mini|hochkant|Chororgel Die Chororgel mit neun Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde 1999 von Franz Schreier, Thierhaupten gebaut. Die Disposition des rein mechanischen Schleifladen-Instruments lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 29. November 2025. I Hauptwerk Praestant 8′ Copula 8′ Principal 4′ Waldflöte 2′ Quinte ′ II Nebenwerk Gedeckt 8′ Salicional 8′ Holzflöte 4′ Pedal Subbass 16′
Koppeln: II/I, I/P, II/P
Einzelnachweise
Weblinks
Internetpräsenz der Kirchengemeinde Eintrag Nr. D-1-85-158-1 im Bayerischen Denkmalatlas, abzurufen unter der Sucheingabe „Im Tal 10 Schrobenhausen“
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