Murder in the First (deutscher Verweistitel: Lebenslang in Alcatraz) ist ein US-amerikanischer Spielfilm vom Regisseur Marc Rocco aus dem Jahr 1995. Der Gefängnisfilm erzählt frei nach wahren Ereignissenalcatrazhistory.com die Geschichte eines Mannes, der aufgrund eines kleinen Ladendiebstahles als 16-Jähriger in das Bundesgefängnis auf der Insel Alcatraz eingewiesen und dort nach schwersten Misshandlungen zum Mörder wird.
Handlung Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände wird der Diebstahl von fünf US-Dollar in einem kleinen Laden mit anhängender Postfiliale zu einer Bundesstrafsache, und der Kleinkriminelle Henri Young wird in das berüchtigte Bundesgefängnis Alcatraz gesteckt.
Bei einem misslungenen Ausbruchsversuch wird Henri denunziert und über drei Jahre in einem dunklen Verlies „rehabilitiert“. Für die furchtbaren „Rehabilitierungs-Maßnahmen“, die de facto nichts anderes als jahrelang fortgeführte sadistische Folterungen sind, ist der verhasste und äußerst brutale stellvertretende Gefängnisdirektor Glenn zuständig.
Als der psychisch und physisch zerstörte Häftling Henri nach nunmehr drei Jahren wieder aus dem „Kerker“ kommt, bringt er vor etwa 200 Zeugen in der Gefängniskantine den Denunzianten um.
Auf diesen hoffnungslosen Fall wird der noch unerfahrene Rechtsanwalt James Stamphill als Pflichtverteidiger für Henri eingesetzt. Der erste Prozesstag ist der 22. Juni 1941. Die Staatsanwaltschaft glaubt den Fall schon gewonnen – Henri droht die Todesstrafe. Stamphill setzt sich jedoch engagiert für seinen Mandanten ein und zeigt den Mord aus einer ganz neuen Perspektive.
Aufgrund des starken Engagements des Anwalts erhält der Angeklagte nur eine Strafe wegen fahrlässiger Tötung mit drei Jahren, muss diese aber wieder in Alcatraz absitzen. Einige Zeit später verstirbt der Häftling, ob es Mord oder Freitod war, ist nicht erkennbar.
Hintergrund Der Film beruht angeblich auf einer wahren Begebenheit, die in den 1940er-Jahren für die Abschaffung der Isolationshaft in dieser extremen Form in Alcatraz und anderen Bundesgefängnissen sorgte.
Es ist die dritte Zusammenarbeit von Kevin Bacon und Gary Oldman. Beide standen schon bei Der Frauenmörder und JFK – Tatort Dallas gemeinsam vor der Kamera.
Kritiken
Auszeichnungen BFCA Award 1996 der British Film Critics Association für Kevin Bacon PFS Award 1996 der Political Film Society in der Kategorie Human Rights Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat besonders wertvoll.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1995 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Französischer Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Thriller Kategorie:Gefängnisfilm Kategorie:Gerichtsfilm