Emilíana Torrini (* 16. Mai 1977 in Reykjavík, Island als Emilíana Davíðsdóttir Torrini) ist eine isländische Sängerin, Komponistin und Musikproduzentin.

Leben Emilíana Torrini wuchs als Tochter eines aus Italien stammenden Gastwirts und einer Isländerin in Kópavogur, der zweitgrößten Stadt Islands, auf. Bereits mit sieben Jahren sang sie in einem Chor. Während Ferienaufenthalten bei Onkel und Tante in Mörfelden-Walldorf lernte sie Deutsch. Die auf ihren Reisen gewonnenen Eindrücke verarbeitete sie in selbstkomponierten Liedern. Ab ihrem 15. Lebensjahr ließ sie sich an einer Opernschule ausbilden. 1994 nahm sie mit der Band Spoon das gleichnamige Album auf.

Torrini war Mitglied der Band GusGus und übernahm Gesangsparts auf dem Album Polydistortion (1997). Der aus diesem Album stammende Titel Why findet sich bis heute auf den Setlists ihrer Konzerte.

1999 machte sie mit dem Album Love in the Time of Science, das von Tears-for-Fears-Gitarrist Roland Orzabal produziert wurde,, abgerufen am 26. April 2020 weltweit auf sich aufmerksam. Aufgrund ihrer Herkunft und der Klangfarbe ihrer Stimme wurde sie von Kritikern häufig mit Björk verglichen, ihrer Labelkollegin bei One Little Indian Records. Torrini distanzierte sich aber von Anfang an von diesem Vergleich.

2000 erschien die CD Stuck Between Rock and a Hard Place – ein Projekt mit vier weiteren Künstlern unter dem Namen NUD. 2001 wurde ihr Lied To Be Free für den Spielfilm Verrückt/Schön verwendet. 2002 sang sie für den Film Der Herr der Ringe: Die zwei Türme das Titellied Gollum’s Song und war Gastsängerin auf dem Album The Richest Man in Babylon von Thievery Corporation.

2004 wurde sie für die Komposition und die Produktion von Kylie Minogues Hit Slow für einen Grammy nominiert. 2005 erschien ihr fünftes Album Fisherman’s Woman, auf dem sich Emilíana Torrini von einer ganz anderen musikalischen Seite präsentiert. Die Lieder werden größtenteils nur von akustischer Gitarre begleitet, ohne elektronische Hilfsmittel. Im selben Jahr war Torrini Mitglied der Jury der Filmfestspiele von Venedig.

Ihr Album Me and Armini, das sich in seiner eher poporientierten Ausrichtung von den Vorgängerwerken unterscheidet, erschien 2008. Aus diesem Album stammt Torrinis in Deutschland bislang erfolgreichstes Lied Jungle Drum, das im Juni 2009 als Single veröffentlicht wurde. Nachdem der Titel am 21. Mai 2009 in der Final-Folge der Fernsehsendung Germany’s Next Topmodel gespielt wurde, gelang ihr der große Durchbruch: Einen Tag nach der Sendung stieg der Song auf Platz 1 der iTunes-Charts, kurze Zeit später durch die Download-Verkäufe auf Platz zwei der deutschen Singlecharts, nach dem Erscheinen auf CD auf Platz 1. Torrini wurde schließlich im September 2009 für den Verkauf von 300.000 Jungle Drum-Einheiten mit Platin ausgezeichnethttp://www.mediabiz.de/musik/news/beggars-und-emiliana-torrini-veredeln-tourauftakt-mit-platin/280174 und schaffte es auf Platz zwei der deutschen Jahrescharts.http://www.einslive.de/musik/charts/2009/12/jahrescharts.jsp Außerdem wurde Torrini in der Kategorie „Hit des Jahres“ für den Echo 2010 nominiert.http://www.echopop.de/ Mit dem Song gilt die Sängerin im deutschsprachigen Raum als One-Hit-Wonder.

2013 erschienen das Album Tookah sowie die Single Speed of Dark.

Emilíana Torrini lebt in England, nach zwei Jahren in Bath seit 1999 in Brighton.

2016 gehörte Torrini zur Jury für den Anchor – Reeperbahn Festival International Music Award.Anchor Award Jury 2016

Diskografie Alben 1994: Spoon 1995: Crouçie d’où là 1996: Merman 1999: Love in the Time of Science 2005: Fisherman’s Woman 2008: Me and Armini 2009: Me and Armini EP 2009: Rarities 2013: Tookah 2016: The Colorist & Emiliana Torrini 2023: Racing the Storm 2024: Miss Flower

Singles 1999: Baby Blue 1999: Dead Things 1999: To Be Free 2000: Easy 2000: Unemployed in Summertime 2005: Sunnyroad 2005: Heartstopper 2009: Jungle Drum 2009: Me and Armini 2013: Speed of Dark

Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte

2009: für die Single Jungle Drum (Impala) 2009: für das Album Me and Armini

Weblinks

Offizieller Internetauftritt Deutschsprachige Fanseite Emilíana Torrini bei laut.de

Einzelnachweise

Kategorie:Musiker (Island) Kategorie:Popsänger Kategorie:Musikproduzent Kategorie:Songwriter Emiliana Torrini Kategorie:Geboren 1977 Kategorie:Frau