Das Kabinett De Gasperi VIII regierte Italien vom 16. Juli 1953 bis zum 17. August 1953. Das Kabinett De Gasperi VII trat nach den Parlamentswahlen vom 7. Juni 1953 pflichtgemäß zurück. Ministerpräsident Alcide De Gasperi wurde wiederum mit der Regierungsbildung beauftragt, weil seine Christdemokratische Partei (DC) erneut klar als stärkste politische Kraft hervorgegangen war. Da die DC jedoch nicht mehr die absolute Mehrheit im Parlament hatte und keine Koalition zustande kam, trat er mit einer Einparteienregierung zur Vertrauensabstimmung vor das Parlament und erlitt eine Niederlage. Nach fast acht Jahren an der Regierung musste De Gasperi sein Amt an Giuseppe Pella abgeben. Die folgende chronische politische Instabilität hatte De Gasperi vorausgesehen und versucht, dieser mit einer Wahlrechtsreform zu begegnen. Diese Reform ähnelte jedoch stark dem Acerbo-Gesetz von 1923, das den Faschisten den Weg zur uneingeschränkten Macht geebnet hatte. Die Proteste gegen die Wahlrechtsreform trugen dann wesentlich zum Verlust der absoluten Mehrheit der DC bei.
Kabinettsliste mini|Alcide De Gasperi Ministerien Name Partei Ministerpräsident Alcide De Gasperi DC Stellvertretender Ministerpräsident Attilio Piccioni DC Äußeres Alcide De Gasperi DC Inneres Amintore Fanfani DC Justiz Guido Gonella DC Verteidigung Giuseppe Codacci Pisanelli DC Finanzen Ezio Vanoni DC Schatz Giuseppe Pella (ad interim) DC Haushalt Giuseppe Pella DC Landwirtschaft Rocco Salomone DC Öffentliche Arbeiten Giuseppe Spataro DC Verkehr Giuseppe Togni DC Industrie Silvio Gava DC Außenhandel Paolo Emilio Taviani DC Post Umberto Merlin DC Arbeit und Soziales Leopoldo Rubinacci DC Bildung Giuseppe Bettiol DC Handelsmarine Bernardo Mattarella DC Minister ohne Geschäftsbereich Name Partei Süditalien, wirtschaftsschwache Gebiete Pietro Campilli DC
Weblinks Übersicht auf governo.it Übersicht auf senato.it
Literatur Denis Mack Smith: Modern Italy. A political history. New Haven/London 1997.
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