Das Kloster Ramsau bei Haag ist ein ehemaliges Kloster der Augustinereremiten in Ramsau (Gemeinde Reichertsheim) in Bayern in der Diözese Freising.
Geschichte mini|Stich des Klosters aus dem Churbaierischen Atlas des Anton Wilhelm Ertl 1687 Das der Heiligen Maria, St. Augustinus und St. Georg geweihte Kloster wurde 1412 durch Jörg von Fraunberg, Besitzer der Herrschaft Haag gegründet. Die Reformation in der nunmehrigen Reichsgrafschaft Haag unter Graf Ladislaus von Fraunberg (1505–1566) führte dazu, dass die Augustiner ihr Kloster aufgaben. Erst mit dem Übergang Haags an die bayerischen Wittelsbacher 1567 wurde das Kloster wieder hergestellt. 1593 zogen im Kloster wieder zwei Patres ein, die in Ramsau als Seelsorger tätig wurden.
Das Kloster wurde 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Die Klostergebäude kamen zunächst in Privatbesitz. 1899 errichteten Franziskanerinnen in den Gebäuden ein Waisenhaus (Kinderheim St. Josef). Seit 1996 sind im Kloster Wohngemeinschaften mit 40 Wohnplätzen für geistig Behinderte untergebracht (Stiftung Ecksberg).Ramsau Stiftung Eckberg, abgerufen am 19. Juni 2026
Denkmal Der Südflügel des Klosters Ramsau ist erhalten, ein dreigeschossiger barocker Walmdachtrakt, im Kern 1731, modernisiert und erweitert.
Persönlichkeiten Theodor Grünberger (1756–1820), Komponist, Augustinermönch und Priester; schuf im Kloster Ramsau einen Großteil seiner bedeutendsten Werke.
Literatur Franz Dionys Reithofer: Chronologische Geschichte der königl. baierischen Städte Landsberg und Weilheim, des Fleckens Ebersberg, und des Klosters Ramsau; aus größtenteils noch unbenützten Quellen. München 1815 (Digitalisat), insbesondere S. 50 ff.
Weblinks
Haus der Bayerischen Geschichte 150 Jahre segensreiches Wirken der Franziskanerinnen in Kloster Au Wohngemeinschaften Ramsau Bericht über die 600-Jahr-Feier des Klosters Ramsau
Einzelnachweise
Ramsau Ramsau Kategorie:Reichertsheim RamsaubeiHaag Kategorie:Aufgelöst 1802