Dragon Quest (, Doragon Kuesuto) ist eine Konsolenrollenspiel-Reihe der Firma Enix (seit der Fusion mit Square dann Square Enix). Die Spiele sind hauptsächlich in Japan für verschiedene Spielkonsolen erschienen, nur einige Teile sind in den USA zunächst unter dem Namen Dragon Warrior, seit dem achten Teil Dragon Quest, veröffentlicht worden. Erfinder und Regisseur der Serie ist Yūji Horii, für das endgültige Charakterdesign ist Akira Toriyama verantwortlich. Die Musik stammt von Kōichi Sugiyama.

Bis April 2009 wurden über 47 Millionen Dragon-Quest-Einheiten verkauft.SQUARE ENIX ANNOUNCES NEW DOWNLOADABLE TITLES FOR NINTENDO'S Wii, Square Enix, 25. März 2009 Es ist nach Final Fantasy das zweiterfolgreichste Franchise von Square Enix und die erfolgreichste Videospielreihe in Japan.Anoop Gantayat: Dragon Quest IX set for DS, IGN, 10. September 2007 Mehrere Manga- und Anime-Serien entstanden nach dem Vorbild der Spiele.

Spiele Neben der Hauptreihe, bei der nur Dragon Quest VII, Dragon Quest VIII, Dragon Quest IX, Dragon Quest XI und drei Neuauflagen für den Nintendo DS (Dragon Quest IV, V und VI) in Europa auf den Markt kamen, gibt es noch zahlreiche Ableger, wie beispielsweise die „Dragon Quest Monsters“-Reihe, deren erster Teil von Eidos Ende der 90er veröffentlicht wurde. 2019 kam dann der 11. Teil der Reihe auch auf die Nintendo Switch.

Dragon Quest

Dragon Quest wurde von Chunsoft entwickelt und am 27. Mai 1986 von Enix für Famicom veröffentlicht.Produktseite zu Dragonquest bei Square-Enix (japanisch) Ende 1986 erschienen Portierungen für Heimcomputer nach den Standards MSX und MSX2.Dragon Quest für MSX2 in der Datenbank von GameFAQs. (englisch) 2004 erschien es auch als Handy-Spiel. Von dem Spiel konnten in Japan 1,5 Millionen Einheiten abgesetzt werden.The Magicbox: Am 27. September 2019 erschien das Spiel für Nintendo Switch.

Spielmechanik Dragon Quest ist, aufgrund seines Alters, ein noch recht primitives Rollenspiel. Kämpfe werden rundenbasierend ausgetragen. Nach jedem Kampf erhält man Erfahrungspunkte, durch die ggf. der Level steigt, und Gold, mit dem man Ausrüstung, Waffen und Items kaufen kann. Während des Spiels reist man durch verschiedene Orte und bekämpft währenddessen verschiedene Monster.

Aktionen werden nicht, wie bei späteren Rollenspielreihen üblich, durch das Drücken einer Taste ausgelöst, sondern müssen aus einer Reihe von Befehlen ausgewählt werden. So lässt sich z. B. eine Tür öffnen, indem man vor ihr stehend das Aktionsmenü aufruft und den Befehl „Door“ auswählt. Genau so kann man andere Figuren mit „Talk“ ansprechen und Truhen mit „Take“ öffnen. Dieses Prinzip behielt die Reihe bis Dragon Quest V bei.

Dragon Quest (I) ist ein Solorollenspiel, d. h. die Abenteuergruppe besteht nur aus dem Helden selbst, und auch die Gegner treten in den zahlreichen Zufallskämpfen immer allein auf. Im Spiel gibt es keine alternativen Fortbewegungsmittel, wie Pferde, Schiffe o. ä. Jede Reise wird zu Fuß zurückgelegt und auch die Speichermöglichkeiten sind begrenzt, da nur im Königsschloss gespeichert werden kann.

Handlung Der Spieler verkörpert den Nachfahren des legendären Helden Loto (auch Roto oder Erdrick), der das Königreich vor dem grausamen Drachenlord retten soll.

Dragon Quest II Am 26. Januar 1987 für Famicom und MSX erschienen, am 27. September 2019 für Nintendo Switch.

In Dragon Quest II treibt ein Bösewicht namens Hargon sein Unwesen. Drei Nachfahren des Helden aus Dragon Quest I brechen daher auf, um ihn zu stoppen.

Viele Verbesserungen und Neuerungen wurden in Dragon Quest II eingearbeitet. So besteht die Heldengruppe aus drei Charakteren und auch die Gegner treten nun in Gruppen auf. Im Verlauf des Spiels erhält die Gruppe ein Schiff, um entlegene Inseln erforschen zu können. Die gesamte Welt ist deutlich größer geworden, weshalb es äußerst praktisch ist in jeder Stadt speichern zu können.

Es wurde 2,4 Millionen Mal in Japan verkauft.

Dragon Quest I+II Am 18. Dezember 1993 für das Super Famicom sowie am 23. September 1999 für den Game Boy Color erschienen. Das Modul enthält die ersten beiden Spiele der Serie, wobei Grafik und Sound verbessert und Spielelemente erweitert wurden. DQ I+II wurde 1,2 Millionen Mal in Japan verkauft.

Dragon Quest III Am 10. Februar 1988 für das Famicom, am 6. Dezember 1996 für das Super Famicom, am 8. Dezember 2000 für den Game Boy Color sowie im September 2019 für Nintendo Switch erschienen. Das Spiel ist ein Prequel zum ersten Teil.

Obwohl der Name der Hauptfigur vom Spieler frei gewählt werden kann, spielt man den aus den Legenden von Dragon Quest I bekannten Helden Loto, der, nachdem sein Vater Ortega bei der Rettung der Welt scheiterte, die letzte Hoffnung darstellt.

In Dragon Quest III finden sich erneut viele Neuerungen. Die Abenteurergruppe umfasst jetzt bis zu vier Personen, von denen drei in Tavernen vom Spieler rekrutiert und wieder entlassen werden können. Da diese jeweils über einen Beruf wie Krieger, Magier o. ä. verfügen, kann so eine Gruppe beliebig zusammengestellt werden.

Dragon Quest IV (Die Chronik der Erkorenen) Am 11. Februar 1990 für das Famicom sowie am 22. November 2001 für die PlayStation erschienen. Im November 2007 ist eine Version für den Nintendo DS in Japan erschienen, die auf dem PlayStation-Spiel basiert. Im September 2008 erschien diese Version auch in Deutschland.

Dragon Quest IV unterscheidet sich von allen anderen Dragon-Quest-Spielen dadurch, dass das Spiel in Kapitel gegliedert ist. Die einzelnen Kapitel stellen Miniabenteuer mit einer eigenen abgeschlossenen Geschichte und eigenen Charakteren dar. Im letzten Kapitel wird dann vom eigentlichen Helden aus den Charakteren eine Abenteuergruppe zusammengestellt und gegen das Böse zu Feld gezogen.

Durch die Gliederung in Kapitel lernt der Spieler die einzelnen Charaktere in Bezug auf Hintergrundgeschichte und Fähigkeiten sehr gut kennen.

Die PlayStation-Version unterscheidet sich von der Famicom-Version vor allem dadurch, dass in der PlayStation-Version vor dem ersten Kapitel ein kurzer Prolog existiert. In diesem Prolog erlebt der Spieler den Überfall von Monstern auf das Heimatdorf des Helden.

Dragon Quest IV verkaufte sich in Japan 3,1 Millionen Mal für das Famicom und 1,16 Millionen Mal für den Nintendo DS.

Dragon Quest V (Die Hand der Himmelsbraut) Dragon Quest V wurde erstmals am 22. September 1992 in Japan für das Super Famicom veröffentlicht, am 25. März 2004 folgte ein Remake für die PlayStation 2. Im Jahr 2008 erschien eine weitere Umsetzung für die tragbare Spielkonsole Nintendo DS. Diese wurde im Februar 2009 auch in Europa und den USA veröffentlicht, wodurch das Spiel erstmals offiziell außerhalb Japans erhältlich ist. Die Super-Famicom-Version verkaufte sich in Japan über 2,8 Millionen Mal.

In Dragon Quest V übernimmt der Spieler die Rolle eines Helden. Das besondere an Teil V ist, dass der Spieler von Geburt an den Weg seiner Spielfigur verfolgt und zum Teil auch Einfluss auf den weiteren Verlauf des Abenteuers hat. Dem Spieler ist nur bekannt, dass der Held als Baby mit seinem Vater umhergereist ist und etwas gesucht hat. Als der Held im Alter von sechs Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt, erfährt der Spieler, dass Prinz Henry entführt wurde. Der Vater des Helden beschließt ihn zu retten.

Die Abenteuer des spielergesteuerten Helden erstrecken sich über mehrere Jahre. Der Spieler verfolgt fast das gesamte Leben des Hauptcharakters, welcher zwischenzeitlich jahrelang als Sklave arbeiten muss, zu Stein verwandelt wird, aber auch heiratet, Vater wird und erfährt, was mit seiner Mutter geschehen ist.

Eine Besonderheit von Dragon Quest V ist, dass die Party nur sehr wenige Menschen beinhaltet und rekrutierte Monster den Großteil der Gruppe ausmachen. Diese treten zufällig, nachdem sie im Kampf besiegt wurden, der Gruppe bei und können sogar mit Ausrüstungsgegenständen wie Waffen und Rüstungen bedacht werden.

Dragon Quest VI (Wandler zwischen den Welten) Das Spiel ist am 9. Dezember 1995 für das Super Famicom erschienen. In Japan erschien am 28. Januar 2010 ein Remake auf dem Nintendo DS. Für das Super Famicom konnten 3,2 Millionen Einheiten von Dragon Quest VI abgesetzt werden.

Der Held, der Kronprinz des Königreichs Somnia, versucht in diesem Dragon-Quest-Abenteuer, mit seinen beiden Freunden den bösen Mordar zu stürzen. Als er jedoch in Mordars Schloss ankommt und vor ihm steht, werden er und seine Freunde an drei verschiedene Orte geschickt. Als er aus seinem Bett fällt, hält er alles für einen Traum. Als er später bei einem Volksfest von der „Herrin des Berges“ aufgefordert wird, die Welt zu retten, begibt er sich auf eine Reise, im Laufe derer er seine Vergangenheit erfährt und viele Gefährten, mit denen er teilweise schon gegen Mordar kämpfte, findet. Letztendlich besiegt er mit seinen Gefährten auch „Mortamor“, den „Erzfeind“.

In Deutschland erschien es am 20. Mai 2011.

Dragon Quest VII (Fragmente der Vergangenheit) Am 26. August 2000 in Japan und am 1. November 2001 im nordamerikanischen Raum erschienen. Im Oktober 2012 kündigte Square Enix ein Remake von Dragon Quest VII für den Nintendo 3DS an, das schließlich dann im Februar 2013 in Japan erschien; und 2016 in Europa veröffentlicht wurde.

Dragon Quest VII handelt von der Suche des unbenannten Helden nach den verschwundenen Ländern seiner Welt. Zu Beginn lebt er auf einer kleinen Insel, die von einem kleinen Königreich bevölkert wird. Bei der Erkundung der verbotenen Ruinen in der Nähe seines Fischerdorfes entdeckt er Portale in eine unbekannte Welt. Im Verlauf des Spiels stellt sich heraus, dass diese fremde Welt eine vergangene Version der verschollenen Welt ist. Durch die Lösung der Probleme der Bewohner und das Sammeln von Artefakten gelingt es dem Helden und seinen Freunden Stück für Stück diese Welt zurück in die Gegenwart zu holen.

Dragon Quest VIII (Die Reise des verwunschenen Königs)

Am 27. November 2004 für die PlayStation 2 erschienen, am 13. April 2006 als erster Teil der Serie auch in Europa. Die hierfür lokalisierte Fassung trägt die Bezeichnung „Dragon Quest: Die Reise des verwunschenen Königs“ ohne Zahl im Titel. Im Englischen (UK) heißt das Spiel: Dragon Quest: The Journey of the Cursed King. Sie unterscheidet sich vom japanischen Original unter anderem durch eine Neuvertonung und einem vom Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra eingespielten Soundtrack. Bis zum Juni 2006 konnten 400.000 Kopien des Spieles in Europa abgesetzt werden.SQUARE ENIX CO., LTD: Consolidated Financial Report for the Three Months Period Ended June 30, 2006 (PDF; 200 kB) auf Square-Enix.com. 27. Juli 2006. (Zuletzt geprüft am 15. August.) In Japan wurde das Spiel bisher 3,6 Millionen Mal verkauft.

In der Geschichte von Dragon Quest VIII geht es um einen namenlosen Helden, welcher mit einem kleinen grünen Troll und einer Pferdekutsche herumreist. Der Troll und das Pferd sind in Wahrheit ein König namens Trode und seine Tochter Prinzessin Medea. Der Held war vor dem Anschlag, der den König zu einem Monster gemacht hat, in der königlichen Garde, jetzt ist er auf der Suche nach Dhoulmagus, dem Hofnarren der den König und die Prinzessin mithilfe eines verfluchten Zepters verzaubert hat. Auf seiner Reise trifft er Angelo, einen Tempelritter, Yangus, einen ehemaligen Banditen und Jessica, die aus einem reichen Elternhaus stammt. Angelo und Jessica sind auf der Suche nach Dhoulmagus, um sich an ihm zu rächen. Yangus verdankt dem Helden sein Leben. Er wurde gerettet, obwohl er versucht hatte die Gruppe zu überfallen.

Teil acht ist dafür bekannt, die umfangreichste Handlung und größte Spielwelt aller Dragon-Quest-Teile zu besitzen.

Dragon Quest IX (Hüter des Himmels)

Dragon Quest IX: Hoshizora no Mamoribito (, Doragon Kuesuto IX: Hoshizora no Mamoribito, dt. „Dragon Quest IX: Hüter des Himmels“) ist der neunte Ableger der „Dragon Quest“-Reihe. Er wurde von Level-5 entwickelt und von Square Enix vertrieben.