mini|Kelly Slater (2012)
Robert Kelly Slater (* 11. Februar 1972 in Cocoa Beach, Florida) ist ein US-amerikanischer Profisurfer und 11-facher Weltmeister der WSL.
Jugend Slater wuchs in Cocoa Beach, Florida auf, wo er auch immer noch lebt. Da Slater nah am Meer aufwuchs, fing er bereits mit 5 Jahren zu Surfen an. Im Alter von 10 Jahren gewann er alle Wettkämpfe in seiner Altersklasse an der Ostküste. Ab dem 12. Lebensjahr begann er auch internationale Jugendwettkämpfe zu gewinnen.
Karriere mini|Kelly Slater in der Banzai-Pipeline auf Hawaii (2014) Slater startete 1990 seine Profikarriere auf der ASP World Tour (später WSL). Bereits 1992 gewann er mit den Rip Curl Pro in Frankreich seinen ersten Contest und mit einem Sieg bei der legendären Pipeline in Hawaii als bis heute jüngster Surfer die Weltmeisterschaft. Mit fünf Titeln in Folge dominierte Slater die Profiszene im Surfen von 1994 bis 1998. Danach erklärte er seinen Rücktritt, da er alles erreicht habe und ihn sein eigener Ehrgeiz zerstöre. In den darauffolgenden Jahren reiste er um die Welt und drehte unter anderem alternative Surffilme. Anfang der 2000er-Jahre erkrankte sein Vater an Krebs; Slater verschob sein Comeback, um sich um diesen zu kümmern.
2003, im Jahr seines Comebacks, verlor er im allerletzten Contest der Saison den Titel an Andy Irons, was zugleich seine schlimmste Niederlage bedeutete. Die Rivalität zu Andy Irons gilt als eine der spannendsten in der Geschichte des Surfens. 2005 hatte sich Kelly Slater zu alter Form emporgearbeitet und gewann seinen insgesamt siebten Titel. Seinen achten Titel sicherte er sich vorzeitig am 13. Oktober 2006 beim Contest in Mundaka. Den neunten Titel gewann er ebenfalls beim Contest in Mundaka am 3. Oktober 2008. Der US-Amerikaner hat damit mehr Weltmeisterschaften gewonnen als je ein Surfer zuvor. 2010 konnte sich Slater bereits im neunten von insgesamt zehn Veranstaltungen in der ASP World Tour seinen 10. Weltmeistertitel sichern. Dies gelang ihm durch einen fulminanten Sieg (18,87 von maximal 20 möglichen Punkten) im Viertelfinale des Events in Puerto Rico. Sein Vorsprung zu seinem größten Mitkonkurrenten Jordy Smith war damit unaufholbar. Sein elfter und bisher letzter Sieg von 2011 machte ihn zum bis heute ältesten Gewinner der Weltmeisterschaft. Somit ist er sowohl der Jüngste als auch der Älteste, der den Titel je gewinnen konnte. mini|Kelly Slater (2011) Den Weltmeistertitel holte er sich in den Jahren 1992, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 2005, 2006, 2008, 2010 und 2011. Insgesamt hat er 55 Einzelwettbewerbe der WSL gewonnenMeet the USA Team auf worldsurfleague.com, abgerufen am 31. Juli 2025. (englisch) und erreichte in seiner Profi-Karriere dreimal die Höchstwertung von 20,00 Punkten in einem einzigen Heat (zwei perfekte 10er-Wertungen) bei der WSL.World Surf League Guide auf redbull.com, abgerufen am 9. August 2026. Er ist der erste Surfer überhaupt, dem dieses Kunststück mehrfach gelang. Außerdem gewann er den Triple-Crown-of-Surfing-Titel 1995, 1998 und 2019 im Alter von 47 Jahren.
Sein Surftalent verhalf ihm auch zum Sprung ins Fernsehen. Von 1992 bis 1993 spielte er für eine Staffel in der Fernsehserie Baywatch mit. Ein Videospiel, Kelly Slater’s Pro Surfer, ist nach ihm benannt und er ist ein spielbarer Charakter im Skateboard-Spiel Tony Hawk’s Pro Skater 3, allerdings tritt er mit einem Surfboard auf. Slater verfügte über millionenschwere Werbeverträge; sein Hauptsponsor war von 1990 bis 2013 Quiksilver, an denen er 3,0 % der Aktien hält.Ich fühle mich stark, auch mit 38 In: FAZ.net, 18. November 2010, (Interview mit Slater: ). Im März 2013 trennten sich Kelly Slater und Quiksilver, da er seine eigene Bekleidungsfirma Outerknown gegründet hatte.„Slater splits from Quiksilver“, Bericht über Slater, worldsurfleague.com, 31. März 2013. Zusätzlich unterschrieb er einen Vertrag bei Kering. Zu diesem Konzern gehörte sein damaliger Hauptsponsor Volcom. Slater surft Boards der Firma Firewire, wo er unter Slater Designs seine eigenen Boards vertreibt.
Slater erhielt 2002 einen Eintrag in den Surfing Walk of Fame in Huntington Beach, Kalifornien.Surfing Walk of Fame – Surf Champions, Offizielle Website (englisch).
Slater schied am 21. April 2023 als GOAT (Greatest of All Time) mit diversen Rekordtiteln, unter anderem als bis dato jüngster und ebenso ältester World Champions Titelträger, aus der Profiliga der World Surf League (WSL) aus. Seine Karriere hat er aber nicht offiziell beendet, u.a wird er aufgrund seiner enormen Erfolge als möglicher Olympiakandidat für die USA antreten.
Erfolge
Jahr Bewerb Platzierung Titel Land 2024 WSL Men's Championship Tour 31. 2024 WSL Shiseido Tahiti Pro 5. 2023 WSL Men's Championship Tour 23. 2023 WSL Hurley Pro Sunset Beach 9. 2023 WSL Surf Ranch Pro 9. 2023 WSL Shiseido Tahiti Pro 9. 2022 WSL Men's Championship Tour 15. 2022 WSL Billabong Pro Pipeline 1. 2022 WSL MEO Pro Portugal 9. 2022 WSL Corona Open J-Bay 9. 2022 WSL Outerknown Tahiti Pro 3. 2021 WSL Men's Championship Tour 18. 2021 WSL Billabong Pro Pipeline 3. 2021 WSL Jeep Surf Ranch Pro 5. 2021 WSL Corona Open Mexico 9. 2019 WSL Triple Crown of Surfing 1. 2019 WSL Men's Championship Tour 8. 2019 WSL Rip Curl Pro Bells Beach 5. 2019 WSL Corona Bali Protected 3. 2019 WSL Margaret River Pro 9. 2019 WSL Oi Rio Pro 9. 2019 WSL Corona Open J-Bay 9. 2019 WSL Freshwater Pro 9. 2019 WSL MEO Rip Curl Pro Portugal 9. 2019 WSL Billabong Pipe Masters 3. 2018 WSL Men's Championship Tour 30. 2018 WSL Surf Ranch Pro 3. 2018 WSL Billabong Pipe Masters 3. 2017 WSL Men's Championship Tour 28. 2017 WSL Quiksilver Pro Gold Coast 5. 2017 WSL Billabong Pipe Masters 9. 2016 WSL Men's Championship Tour 7. 2016 WSL Fiji Pro 3. 2016 WSL J-Bay Open 5. 2016 WSL Billabong Pro Tahiti 1. 2016 WSL Hurley Pro at Trestles 5. 2016 WSL Billabong Pipe Masters 3. 2015 WSL Men's Championship Tour 9. 2015 WSL Rip Curl Pro Bells Beach 9. 2015 WSL Margaret River Pro 5. 2015 WSL Fiji Pro 9. 2015 WSL J-Bay Open 3. 2015 WSL Billabong Pro Tahiti 5. 2015 WSL Hurley Pro at Trestles 9. 2015 WSL Billabong Pipe Masters 5. 2014 ASP * Men’s World Tour 4. 2013 ASP * Men’s World Tour 2. 2012 ASP * Men’s World Tour 2. 2011 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 2010 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 2009 ASP * Men’s World Tour 6. 2008 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 2007 ASP * Men’s World Tour 3. 2006 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 2005 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 1998 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 1997 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 1996 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 1995 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 1994 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister 1993 ASP * Men’s World Tour 6. 1992 ASP * Men’s World Tour 1. Weltmeister
* Die Association of Surfing Professionals (ASP) wurde 2015 in World Surf League (WSL) umbenannt.
Persönliches Kelly Slater hat zwei Töchter, Taylor (geboren 1996) aus einer früheren Beziehung sowie Azumi Moon, die im Sommer 2026 mit seiner langjährigen Partnerin Kalani Miller zur Welt kam. Slater hat außerdem zwei Brüder, einen älteren Bruder namens Sean (oft auch Shawn genannt) und einen jüngeren Bruder namens Stephen (Spitzname „Skippy“).
Er war mit Pamela Anderson,Mötley Crüe: The Dirt. Autobiographie der Glam-Metal-Band Mötley Crüe verfasst mit Co-Autor Neil Strauss, aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt, Hannibal Verlag, Höfen (Tirol), 2nd Edition, 2002. S. 410 + 434. Gisele Bündchen und Cameron Diaz liiert und wurde dadurch auch außerhalb der Surfszene noch bekannter.
Slater ist Teil des Beraterstabes der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd. Außerdem betreibt er mit der Kelly Slater Wave Company ein Wellenbecken (Wavepool) in Lemoore, Kalifornien. Nur ausgewählte Surfer bekommen die Möglichkeit, diese menschengemachte Welle zu reiten., KSWC, kswaveco.com, 13. April 2017.
Weblinks
Offizielle Website, Englisch Profil bei der World Surf League Surflegende Slater, Herr der Wellen, Interview, Video, Spiegel Online, Oktober 2012 Biographie Kelly Slater
Einzelnachweise
Kategorie:Surfer (Vereinigte Staaten) Kategorie:Weltmeister (Surfen) Kategorie:Mitglied der Surfers Hall of Fame Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Mann