mini|Graf Ferdinand Christoph Eberhard von Degenfeld-Schonburg Graf Ferdinand Christoph Eberhard von Degenfeld-Schonburg (* 28. Dezember 1835 in Stuttgart; † 11. September 1892 in Eichtersheim) war ein österreichischer Feldmarschallleutnant und Prinzenerzieher.

Abstammung und Herkunft Er entstammte dem Adelsgeschlecht der Grafen von Degenfeld-Schonburg. Seines Vaters Urgroßvater, der preußische Kriegsminister Christoph Martin II. von Degenfeld (1689–1762), war der Neffe von Marie Luise von Degenfeld (1634–1677), Raugräfin und morganatische Gattin des Pfälzer Kurfürsten Karl I. Ludwig.

Ferdinand Christoph Eberhard von Degenfeld-Schonburg wurde geboren als Sohn von Graf Götz Christoph von Degenfeld-Schonburg (1806–1895) und seiner Gattin Ernestine geb. von Varnbüler (1813–1862),Friedrich Cast: Historisches und genealogisches Adelsbuch des Grossherzogthums Baden, 2. Sektion, 1. Band, S. 72, Stuttgart, 1845; (Digitalscan) Tochter des württembergischen Finanzministers Karl von Varnbüler (1776–1832) und Schwester des Staatsministers Friedrich Karl Gottlob von Varnbüler (1809–1889).Friedrich Cast: Süddeutscher Adelsheros, Band 1, Ausgabe 1, Stuttgart, 1839, S. 371; (Digitalscan)

Des Vaters Bruder Ferdinand Christoph von Degenfeld-Schonburg war Gesandter des Königreichs Württemberg in München.Der Katholik, S. 470 des Jahrgangs 1866; (Digitalscan) Beider Onkel Friedrich Christoph von Degenfeld-Schonburg (1769–1848) stand im Rang eines österreichischen Generalmajors.Constantin von Wurzbach: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, Band 3, S. 203, Wien, 1858; (Digitalscan)

Leben und Wirken mini|Familienwappen der Grafen von Degenfeld-Schonburg Mit den Eltern und den Geschwistern konvertierte Ferdinand Christoph Eberhard von Degenfeld-Schonburg im Januar 1853 vom Protestantismus zum katholischen Glauben. Der Vater bekleidete damals den Rang eines württembergischen Oberst und fungierte als persönlicher Adjutant des Königs Wilhelm I. von Württemberg. Durch den Glaubenswechsel verlor er seine Hofstellung und zog sich schließlich ins Privatleben zurück.

Christoph Eberhard von Degenfeld-Schonburg trat in die österreichisch-ungarische Armee ein. Am Deutschen Krieg von 1866 nahm er als Offizier im Böhmischen Dragoner-Regiment „Eugen Prinz von Savoyen“ Nr. 13 teil.Webseite Bildarchiv Austria 1874 war er Oberstleutnant im Böhmischen Dragoner-Regiment „Fürst zu Windisch-Graetz“ Nr. 14. Gleichzeitig fungierte er als diensttuender Kammerherr bei Erzherzog Karl Ludwig von Österreich, der ihm auch die Erziehung seiner Söhne Franz Ferdinand von Österreich-Este und Otto Franz Joseph von Österreich anvertraute.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, Band 47, S. 196 und IX, 1874; (1. Digitalscan), (2. Digitalscan)Karl Martin Werkmann: Otto von Habsburg: ein ungelöstes europäisches Problem, S. 133, 1932; (Ausschnittscan) Mit ersterem, dem präsumtiven Thronerben, blieb er bis zu seinem Lebensende beratend in Verbindung.

Graf Degenfeld-Schonburg wurde 1881 zum Generalmajor befördert und ging zum 1. August 1886 als charakterisierter Feldmarschall-Leutnant in Pension.Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918, Österreichisches Staatsarchiv, 2007;

Ferdinand Christoph Eberhard von Degenfeld-Schonburg war verheiratet mit Gräfin Maria von Wenckheim (1854–1927)Genealogische Webseite zur Gattin und hatte mit ihr vier Söhne. Der Sohn Heinrich von Degenfeld-Schonburg (1890–1978)Genealogische Webseite zum Sohn wurde Erzieher und lebenslanger Vertrauter des letzten österreichischen Kronprinzen Otto von Habsburg.Stephan Baier, Eva Demmerle: Otto von Habsburg: die autorisierte Biografie. Amalthea-Verlag, Wien 2002, ISBN 3-85002-486-5, S. 69, (Ausschnittscan) Ferdinand von Degenfeld-Schonburg (1882–1952), der älteste Sohn, war Jurist und Professor an der Universität Wien.Biografische Webseite der Universität Wien

Literatur Friedrich Weissensteiner: Franz Ferdinand: Der verhinderte Herrscher, Österreichischer Bundesverlag, Wien 1983, S. 59ff.

Weblinks Genealogische Webseite zur Person Biografische Webseite zu Erzherzog Franz-Ferdinand mit Nennung des Grafen als Erzieher

Einzelnachweise

Ferdinand Christoph Eberhard Ferdinand Christoph Eberhard Kategorie:Feldmarschallleutnant (Österreich-Ungarn) Kategorie:Kämmerer (Habsburgermonarchie) Kategorie:Person (Stuttgart) Kategorie:Geboren 1835 Kategorie:Gestorben 1892 Kategorie:Mann