mini|Museum der Stille in der Linienstraße in Berlin Das Museum der Stille in der Linienstraße 154a in Berlin-Mitte wurde 1994 von dem russischen Maler Nikolai Georgijewitsch Makarow mit dem Ziel gegründet, den Menschen inmitten der Großstadt Ruhe und Kontemplation zu ermöglichen. Umgesetzt wurde diese Absicht durch eine besondere Raumgestaltung und die Ausstellung von zwei Werken des Künstlers und sieben utopistischen Architekturmodellen namhafter Architekten für weitere Gebäude der Stille.

Sammlung Das Museum enthielt ursprünglich nur zwei wandfüllende Gemälde Makarows in Grisaille-Technik, die die abgebildete Landschaft und die Wolken durchsichtig-neblig erscheinen lässt.

2014 wurden namhafte Architekten eingeladen, Gebäude der Stille zu entwerfen, in denen jeweils nur ein einziges Kunstwerk platziert werden sollte. Im Museum der Stille werden nun auch sieben utopistische Architekturmodelle präsentiert. Sie stammen von Stephan Braunfels, Max Dudler, Staab Architekten, Franco Stella, Gewers & Pudewill, Michael Marshall und Sergei Tchoban.

Absicht Das Museum „vermittelt auf nicht konfessionell gebundene Weise ein Erlebnis geistiger und körperlicher Entspannung“ und macht Stille „körperlich und geistig erfahrbar“.Wowereit bei der Wiedereröffnung des Stillen Museums., www.berlin.de, 17. September 2014, abgerufen am 29. November 2015.

Rechtsanwalt Peter Raue, einer der Förderer des Museums, sprach von einem „säkularisierten Andachtsraum“.Gabriela Walde: Kunstorte. "Berlin Art Week" bietet einzigartigen Kunst-Marathon., Berliner Morgenpost, 16. September 2015, abgerufen am 29. November 2015.

Der Eintritt in das Museum war von Anfang an frei.

Geschichte In den 1990er Jahren, als in ganz Berlin gebaut wurde, war, so Makarow, die Kunst „besonders bunt und kontrovers“. Er „habe dazu etwas Leises beisteuern wollen“. Auf seine Initiative hin wurde eine große Wohnung in das Museum der Stille umgebaut.Entstehung des Museums der Stille, www.nikolai-makarov.de, abgerufen am 30. November 2015. 1999 wurde es für eine umfassende Renovierung und Sanierung geschlossen und im Jahre 2001 wiedereröffnet. Von 2009 an wurde es für fünf Jahre geschlossen, weil Nachbarn sich über den Lärm aus dem Nachtclub beschwert hatten, der sich auch im Haus befand.Gabriela Walde: Makarov-Ausstellung. Wie das Stille Museum Meditation nach russischer Art erlaubt., Berliner Morgenpost, 29. August 2014, abgerufen am 28. November 2015.Ingeborg Ruthe: Museum der Stille. Ein säkularer Andachtsraum in Mitte., Berliner Zeitung, 17. September 2014, abgerufen am 29. November 2015. Mitte September 2014, zum zwanzigjährigen Bestehen, wurde es wiedereröffnet.

Für die Zukunft ist eine Zusammenarbeit mit Museen im In- und Ausland und öffentlichen Einrichtungen geplant. Für eine begrenzte Zeit sollen einige der Modelle in Originalgröße an den jeweiligen Standorten aufgestellt werden., www.berlin1.de, 29. September 2014, abgerufen am 29. November 2015.

Architektur mini|Fenster des Museums der Stille zur Linienstraße hin Das Museum befindet sich im Erdgeschoss des grauen Gründerzeithauses Linienstraße 154a. An der Fassade ist eine Gedenktafel für die Widerstandskämpferin Margarete Kaufmann angebracht. Innen sind die Fenster zur Straße hin rot verhangen, die Wände sind ganz in einem tiefen Rot gehalten und der grau-schwarze Teppichboden dämpft Geräusche. Sitzgelegenheiten vor den Gemälden ermöglichen es den Besuchern, zur Ruhe zu kommen.

Als Vorbild für die minimalistische Gestaltung der Räume nannte der Gründer die Mark-Rothko-Kapelle auf dem Campus der St.-Thomas-Universität in Houston, Texas. In einem kargen, achteckigen Raum finden sich dort vierzehn großformatige, überwiegend in Schwarz gehaltene Gemälde Rothkos.

Träger Das Museum wird von der gemeinnützigen Sergej-Mawrizki-Stiftung und dem 2014 in Charlottenburg gegründeten Verein Freunde des Stillen Museums e. V. getragen.

Weblinks Website des Museums der Stille Website des Museumsgründers Nikolai Makarow

Einzelnachweise

Kategorie:Andachtsraum Stille Kategorie:Sammlung moderner oder zeitgenössischer Kunst Kategorie:Berlin-Mitte Kategorie:Innenraum in Deutschland Kategorie:Innenraum in Europa Kategorie:Museumsgründung 1994