mini|Die Kirche St. Lucia und Ottilie im April 2012 Die St.-Lucia-und-Ottilie-Kirche ist eine evangelisch-lutherische Kirche in Hechlingen am See, einem Ortsteil der Marktgemeinde Heidenheim im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Sie ist Pfarrkirche im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Heidenheim. Das Gebäude ist unter der Denkmalnummer D-5-77-140-41 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Lucia und Ottilie, Denkmalliste von Heidenheim beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (PDF, abgerufen am 28. November 2015). Die Reste der Vorgängerbauten sind zusätzlich als Bodendenkmal (Nummer: D-5-7030-0143) eingetragen. Die postalische Adresse lautet Kirchenstraße 2. Kirchenpatrozinien sind Lucia von Syrakus und Odilia von Köln.

Baugeschichte und Architektur mini|Altarraum Ein erster Kirchenbau wurde wahrscheinlich 1061 von Bischof Gundekar II. geweiht. Vorher soll es aber schon eine Holzkirche gegeben haben. Im 15. Jahrhundert folgte ein Neubau. Die heutige Kirche nach den Plänen von Wilhelm Langenfaß besteht aus einem von 1868 bis 1872 errichteten Langhaus mit Emporen; der fünfgeschossige Chorturm mit Spitzhelm über vier Giebeln stammt vom Vorgängerbau von 1491.

Ausstattung Von der neugotischen Ausstattung sind der Altar und die Kanzel von 1860 von Anselm Sickinger zu erwähnen, die aus der 1970 abgetragenen evangelischen Friedhofskapelle Kaufbeuren stammen, und 1982/83 in die Hechlinger Kirche gebracht wurden. Den Chorraum überdacht ein Kreuzrippengewölbe, das Langhaus eine Kassettendecke.

Die 1959 bei einer Renovierung erfolgte Stilbereinigung des Kircheninneren wurde bei einer weiteren Renovierung 1985 bis 1989 wieder zurückgenommen.Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bayern I: Franken. 2. Auflage, München: Deutscher Kunstverlag 1999, S. 433; Johann Schrenk/Karl Friedrich Zink: GottesHäuser. Treuchtlingen/Berlin: wek-Verlag 2008, S. 92–94.

Orgel mini|Blick zur Orgelempore Die Orgel mit 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde im Jahr 1872 von Steinmeyer Orgelbau erbaut.

Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 24. September 2026. I Manual C–f3 Bourdon 16′ Principal 8′ Gamba 8′ Gedeckt 8′ Octav 4′ Octav 2′ Mixtur II Manual C–f3 Principal 8′ Salicional 8′ Gedeckt 8′ Fugara 4′ Flöte 4′ Pedal Subbaß 16′ Violon 16′ Octavbaß 8′ Cello 8′

Bemerkungen: Kegellade, mechanische Spiel- und Registertraktur, neugotischer Prospekt

Literatur

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Einzelnachweise

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