Der Zementgarten (The Cement Garden) ist ein britisch-französisch-deutsches Filmdrama aus dem Jahr 1993. Regie führte Andrew Birkin, der das Drehbuch nach dem Roman Der Zementgarten von Ian McEwan schrieb.
Handlung Eine Familie lebt am Rande einer britischen Großstadt in einer öden Gegend. Der Vater betoniert den Garten des einsam stehenden Hauses und macht das Familienheim damit noch unwohnlicher. Nach seinem plötzlichen Herztod eröffnet die sich krank fühlende Mutter für ihre Kinder Jack, Julie, Sue und Tom ein Bankkonto, damit diese in einem Notfall Geld abheben können. Noch bevor sie in ein Krankenhaus gehen kann, stirbt sie. Die beiden Teenager Jack und Julie beschließen, den Tod der Mutter zu verheimlichen. Damit die Kinder nicht ins Heim kommen, legen sie ihre tote Mutter im Keller des Hauses in einen umgekippten Schrank und gießen Beton darüber. Die jüngeren Kinder verarbeiten den Verlust der Eltern auf unterschiedliche Weise: Tom trägt Mädchenkleidung, Sue zieht sich zurück und vertraut sich nur noch ihrem Tagebuch an. Jack, der sich nach dem Tod seiner Mutter über Wochen zu waschen weigert, flüchtet sich in die Lektüre eines Science-Fiction-Romans. Zugleich übernehmen Jack und Julie die Erwachsenenrollen im Haushalt, mit fluiden Geschlechterrollen, und beginnen eine inzestuöse Beziehung. Als schließlich Julies neuer Freund Derek sowohl die einbetonierte Leiche der Mutter als auch den Inzest der Geschwister entdeckt, enthüllt er die Geheimnisse der Familie gegenüber der Polizei.
Kritiken
Hintergründe Die weibliche Hauptrolle Julie spielte Charlotte Gainsbourg, die Nichte von Andrew Birkin.
Auszeichnungen 1993 erhielt Andrew Birkin beim Berliner Film Festival den Preis für die Beste Regie für diesen Film.Preisträgerliste der 66. Berlinale
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1993 Kategorie:Britischer Film Kategorie:Französischer Film Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Literaturverfilmung Kategorie:Inzest im Film Kategorie:Kindheit im Film