mini|Stolperstein-Verlegung in Süchteln (Verlegung am 5. Dezember 2018, Lindenplatz 2a) Die Liste der Stolpersteine in Viersen enthält alle Stolpersteine und Stolperschwellen, die Gunter Demnig im Rahmen seines gleichnamigen Projekts in Viersen verlegte. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Viersen lebten und wirkten.

Deportationen aus ganzen Regierungsbezirk Düsseldorf fanden vom Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf aus statt. Am Abend vor der Abfahrt mussten sich die jüdischen Menschen im Schlachthof an der Rather Straße einfinden, wo sie registriert und mittels Leibesvisitationen ausgeraubt wurden. Am nächsten Tag mussten sie zu den Verladerampen gehen, wo Personenwagen 3. Klasse standen. Die Deportationen starteten in vier Großtransporten mit jeweils ca. 1.000 Menschen: 27. Oktober 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (1.003 Menschen); am 10. November 1941 ins Ghetto Minsk (993 Menschen); am 11. Dezember 1941 ins Ghetto Riga (1.007) und am 22. April 1942 ins Ghetto Izbica bei Lublin (1.051).

Siehe auch Deportation von Juden aus Deutschland

Verlegte Stolpersteine

Hinweise zur Benutzung der Auflistung:Die Liste führt die verlegten Stolpersteine auf, nennt Namen und Lebensdaten der Person, Ort und Datum der Verlegung, die auf dem Stein zu lesende Inschrift und zeigt jeweils ein Foto des beschriebenen Stolpersteins. Dazu führt die Liste Informationen zur Person auf sowie, in den Fußnoten, auch Informationen zu den genannten verwandten Personen. Die Liste ist teils sortierbar gestaltet. Die Sortierung nach dem Alphabet wird durch das Anklicken der beiden Dreiecke in den Spalten erreicht. Mit ♁ (Lage) oder der Weltkugel lassen sich die Koordinaten mit Kartendiensten anzeigen. Hochgestellte Zahlen im Text bedeuten einen Link: Hochgestellte Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf einen Einzelnachweis (Beleg) für die Information. Blau hinterlegte Wörter sind als Links zu anderen Wikipediaartikeln oder auch als Links innerhalb dieser Liste hinterlegt.

Dülken

Adresse Verlege- datum Person, Inschrift Bild Anmerkung Alter Markt 14 Stolpersteine mahnen in Dülken. rp-online.de Hier wohnte Alfred Stern Jg. 1880 Deportiert 1941 Ermordet im Ghetto Riga 120px|Stolperstein Viersen: Stern, Alfred Alfred SternAlfred Stern. bundesarchiv.deAlfred Stern. yadvashem.orgAlfred Stern (2). yadvashem.orgAlfred Stern. ushmm.org wurde am 11.02.1880 als Sohn von Leeser und Bertha Stern in Langendreer geboren. Am 11.12.1941 wurde er ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde. Hier wohnte Paul Stern Jg. 1884 Deportiert 1941 Ermordet im Ghetto Riga 120px|Stolperstein Viersen: Stern, Paul Paul SternPaul Stern. bundesarchiv.dePaul Stern. yadvashem.orgPaul Stern. ushmm.org wurde am 26.02.1884 in Dülken geboren. Am 15.06.1942 wurde er ab Düsseldorf ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo er ermordet wurde. Hier wohnte Alma Stern Geb. Rosenbaum Jg. 1885 Deportiert 1941 Ermordet im Ghetto Riga 120px|Stolperstein Viersen: Stern, Alma Alma RosenbaumAlma Stern. bundesarchiv.deAlma Stern. yadvashem.org wurde am 16.05.1885 in Witten geboren. Am 15.06.1942 wurde sie ab Düsseldorf ins Vernichtungslager Sobibor deportiert, wo sie ermordet wurde. Hospitalstraße 56 Stolpersteinverlegung in Dülken - Wir müssen uns erinnern!. rp-online.de Hier wohnte Heinrich HillebrandtJg. 1900Im Widerstand/ FaudVerhaftet 1935´VorbereitungHochverrat`Bis 1942 MehrereGefängnisse/Zuchthäuser1944 Strafbataillion 999Überlebt 120px|Stolperstein Viersen Hospitalstraße 56 Heinrich Hillebrand Heinrich HillebrandtDer anarchosyndikalistische Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Rheinland lvr.deAnarchosyndikalistischer Widerstand - Dülken, Mönchen-Gladbach, Krefeld anarchismus.at wurde am 06.12.1900 geboren, als Beruf wird Schlosser sowie Schwimmmeister angegeben. Er heiratete Josefine Seegers, Kinder sind nicht bekannt. Heinrich war Funktionär in der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD). Er brachte viele Flüchtlinge über die Grenze in die Niederlande, schmuggelte regelmäßig Anti-NS-Zeitungen über Venlo ins Deutsche Reich und verteilte selbst Exemplare in Dülken und Mönchengladbach. Ein Gestapo-Spitzel in der befreundeten Mönchen-Gladbacher Gruppe denunzierte den Kreis um Heinrich Hillebrandt, 1935 wurde er verhaftet und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Er wurde in verschiedenen Zuchthäusern von Berlin bis Hamburg misshandelt und 1944 dem Strafbataillon 999 zugeteilt. Heinrich und seine Ehefrau überlebten, sie wurden nach dem Krieg als „politisch Verfolgte des Naziregimes“ anerkannt. Hier wohnte Josefine HillebrandtGeb. SeegersJg. 1899Ausgegrenzt /DrangsaliertÜberlebt 120px|Stolperstein Viersen Hospitalstraße 56 Josefine Hillebrand Josefine Seegers wurde 1899 geboren, sie heiratete Heinrich Hillebrandt, Kinder sind nicht bekannt. Als Ehefrau eines Funktionärs in der Freien Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) wurde sie (wie auch ihr Ehemann) ausgegrenzt und drangsaliert, beide überlebten und wurden nach dem Krieg als „politisch Verfolgte des Naziregimes“ anerkannt. Hühnermarkt 18 Hier wohnte Arno Hirsch Jg. 1931 Deportiert 1941 Ermordet im Ghetto Riga 120px|Stolperstein Viersen: Hirsch, Arno Arno HirschArno Hirsch. bundesarchiv.deArno Hirsch. yadvashem.orgArno Hirsch. ushmm.org wurde am 15.03.1931 in Dülken geboren. Am 11.12.1941 wurde er ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde. Hier wohnte Elfriede Hirsch Geb. Steuer Jg. 1899 Deportiert 1941 Ermordet im Ghetto Riga 120px|Stolperstein Viersen: Hirsch, Elfriede Elfriede SteuerElfriede Hirsch. bundesarchiv.deElfriede Hirsch. yadvashem.org wurde am 03.08.1899 in Dzwiniacz geboren. Am 11.12.1941 wurde sie ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo sie ermordet wurde. Hier wohnte Max Hirsch Jg. 1933 Deportiert 1941 Ermordet im Ghetto Riga 120px|Stolperstein Viersen: Hirsch, Max Max HirschMax Hirsch. bundesarchiv.deMax Hirsch. yadvashem.orgMax Hirsch. yadvashem.org wurde am 18.05.1933 in Dülken geboren. Am 11.12.1941 wurde er ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde. Hier wohnte Meyer Hirsch Jg. 1903 Deportiert 1941 Ermordet im Ghetto Riga 120px|Stolperstein Viersen: Hirsch, Meyer Meyer HirschMeyer Hirsch. bundesarchiv.deMeyer Hirsch. yadvashem.org wurde am 08.06.1903 in Tarnów geboren. Am 11.12.1941 wurde er ab Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert, wo er ermordet wurde.

Martin-Luther-Straße 25 Hier wohnte Otto Bruch Jg. 1880 ´Schutzhaft` 1938KZ DachauFlucht 1939Brasilien 120px|Stolperstein Viersen: Bruch, Otto Otto BruchOtto Bruch familienbuch-euregio.de wurde am 25.07.1880 als Sohn von Susmann Bruch und seiner Ehefrau Fanny, geb. Jansen in Boisheim geboren, als Beruf wird Viehhändler angegeben. Er heiratete am 25.10.1911 Selma Gerson, vier Kinder sind bekannt: Else, Erwin, Helmuth und Werner. Nach einer Schutzhaft 1938 im KZ Dachau flüchtelte Otto nach Brasilien, wo er am 29.07.1962 in Sao Paulo verstarb. Hier wohnte Selma BruchGeb. GersonJg. 1880Flucht 1939Brasilien 120px|Stolperstein Viersen: Bruch, Selma Selma GersonSelma Gerson familienbuch-euregio.de wurde am 25.07.1880 als Tochter von Josef und Carolina Gerson in Aldekerk geboren, als Beruf wird Hausfrau angegeben. Sie heiratete am 25.10.1911 Otto Bruch, vier Kinder sind bekannt: Else, Erwin, Helmuth und Werner. 1939 flüchtelte Selma mit dem Transferschiff Monte Rosanach nach Brasilien, wo sie am 30.09.1964 in Sao Paulo verstarb. Hier wohnte Else StraussGeb. BruchJg. 1912Flucht 1937Brasilien 120px|Stolperstein Viersen: Bruch, Else Else BruchElse Bruch familienbuch-euregio.de wurde am 30.11.1912 als Tochter von Otto Bruch und seiner Ehefrau Selma Bruch, geb. Gerson in Dülken geboren. Drei Geschwister sind bekannt: Erwin, Helmuth und Werner. 1937 flüchtelte Else nach Brasilien, sie verstarb am 19.07.2006 in Chevra Kadish Butanta. Hier wohnte Erwin BruchJg. 1914Flucht 1935Holland / BelgienInterniert WesterborkTot 1940 120px|Stolperstein Viersen: Bruch, Erwin Erwin BruchErwin Bruch familienbuch-euregio.de wurde am 01.12.1914 als Sohn von Otto Bruch und seiner Ehefrau Selma Bruch, geb. Gerson in Dülken geboren. Drei Geschwister sind bekannt: Else, Helmuth und Werner. 1935 flüchtet Erwin über Arnheim nach Brüssel und wurde im Durchgangslager Westerbork interniert. 1940 beendete er sein Leben durch Suizid. Hier wohnte Helmuth BruchJg. 1917FluchtBrasilien 120px|Stolperstein Viersen: Bruch, Helmuth Helmuth BruchHelmuth Bruch familienbuch-euregio.de wurde am 02.09.1917 als Sohn von Otto Bruch und seiner Ehefrau Selma Bruch, geb. Gerson in Dülken geboren. Drei Geschwister sind bekannt: Else, Erwin und Werner. Am 17.11.1938 wurde er in das KZ Dachau eingeliefert und bereits knapp einen Monat später wieder entlassen. 1939 flüchtete er mit seinen Eltern auf dem Schiff Monte Rosa nach Brasilien, wo er am 26.05.1976 in Rolândia verstarb. Hier wohnte Werner BruchJg. 1921´Schutzhaft` 1938KZ DachauFlucht 1939Brasilien 120px|Stolperstein Viersen Martin-Luther-Straße 25 Werner Bruch Werner BruchWerner Bruch familienbuch-euregio.de wurde am 28.08.1921 als Sohn von Otto Bruch und seiner Ehefrau Selma Bruch, geb. Gerson in Dülken geboren. Drei Geschwister sind bekannt: Else, Erwin und Helmuth. 1939 flüchtete er mit seinen Eltern auf dem Schiff Monte Rosa nach Brasilien. Dort arbeitete er als Mechaniker und Autoschlosser, kam zurück nach Deutschland und starb am 17.06.1972 in Köln.