Dalneje Konstantinowo () ist eine Siedlung städtischen Typs in der Oblast Nischni Nowgorod in Russland mit Einwohnern (Stand ).
Geographie Der Ort liegt etwa 60 km Luftlinie südlich des Oblastverwaltungszentrums Nischni Nowgorod am linken Ufer des Flüsschens Schemlei, das über Osjorka und Kudma zur Wolga abfließt.
Dalneje Konstantinowo ist Verwaltungszentrum des Rajons Dalnekonstantinowski sowie Sitz der Stadtgemeinde (gorodskoje posselenije) Rabotschi possjolok Dalneje Konstantinowo, zu der außerdem das Dorf Uleika (gut 1 km nördlich) sowie die Siedlungen Iwanowka (südwestlich anschließend) und Nowoje Borzowo (1 km südwestlich) gehören.
Geschichte Der Ort wurde im 14. Jahrhundert auf von Mordwinen besiedeltem Gebiet unter dem Susdaler Fürsten Konstantin Wladimirowitsch gegründet, nach dem es auch benannt wurde.Geschichte von Dalneje Konstantinowo auf der Website Enzyklopädie Nischni Nowgorods (russisch) Dalneje steht im Russischen für „Fern-“, bezüglich der Lage zu Nischni Nowgorod; das Dorf Blischneje Konstantinowo, etwa „Nah-Konstatinowo“ lag nur wenig südlich der Stadt und ist heute als Blischnekonstantinowo eingemeindet. Nach einer anderen Hypothese entstand der Ort erst um die Wende zum 17. Jahrhundert; aber auch in diesem Fall wird der Name auf den Susdaler Fürsten Konstantin zurückgeführt, seit dessen Regierungszeit das Gebiet an der Kudma, um den späteren Ort als „Konstantinsfeld“ (russisch Konstantinowo pole) bezeichnet wurde.Dmitri Karabelnikow: Korabl, plywuschtschi is proschlowo. Artikel zur Geschichte der Region südlich von Nischni Nowgorod (Terjuchanski krai) in MK Nischni Nowgorod vom 1. Juli 2014 (russisch) Dalneje Konstantinowo gehörte ab dem 18. Jahrhundert zum Ujesd Nischni Nowgorod des Gouvernements Nischni Nowgorod.
Am 14. Januar 1929 wurde Dalneje Konstantinowo Verwaltungssitz eines neu geschaffenen, nach ihm benannten Rajons. Seit 1976 besitzt der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1897 1027 1939 1893 1959 2031 1970 3093 1979 4350 1989 5122 2002 4986 2010 4777 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Verkehr Östlich wird der Ort von der Regionalstraße 22K-0037 umgangen, die beim knapp 40 km nördlich gelegenen Kstowo von der föderalen Fernstraße M7 Moskau – Perm/Ufa abzweigt und gut 5 km südwestlich der Siedlung die föderale Fernstraße R158 Nischni Nowgorod – Saransk – Pensa – Saratow erreicht.
Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich knapp 15 km südwestlich in Surowaticha an der Strecke Nischni Nowgorod – Arsamas – Rusajewka.
Weblinks Offizielle Webpräsenz der Rajonverwaltung (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Nischni Nowgorod