Heinz-Dieter Brüggemann (* 15. November 1953 in Hemer) ist ein ehemaliger deutscher Eishockeyspieler, der 15 Saisons für den EC Deilinghofen / ECD Iserlohn / ECD Sauerland spielte. Er ist mit 588 Spielen Rekordspieler des ECD und wird im sauerländischen Eishockey nur von Collin Danielsmeier mit 684 Spielen übertroffen. Brüggemann erzielte dabei 294 ToreTopp, Petruschkat: Eiszeit 50 Jahre Eishockey im Sauerland (2009), Seite 408. und führte seine Mannschaft 1977 zum Aufstieg in die Bundesliga. Nach seiner Spielerkarriere war er über zehn Jahre als Nachwuchstrainer in Iserlohn aktiv.
Aufgrund seiner Leistungen und Verdienste um das Eishockey in Hemer und Iserlohn fand am 12. September 2014 eine Ehrung durch die Iserlohn Roosters statt. Hierbei wurden Brüggemanns Rückennummer 21 und die Rückennummer 5 des langjährigen ECD-Spielers und Gründungsmitglieds Jörg Schauhoff gesperrt und Trikotbanner zu ihren Ehren unter das Hallendach der Eissporthalle Iserlohn gezogen. Diese Zeremonie war die erste in der Geschichte des EC Deilinghofen bzw. der Iserlohn Roosters.derwesten.de:
Familie Dieter Brüggemanns Sohn ist der ehemalige Eishockeyspieler Lars Brüggemann, der ebenfalls im Nachwuchsbereich des ECD mit dem Eishockeyspielen begann. Lars Brüggemann spielte in der Deutschen Eishockey Liga auch für die Iserlohn Roosters und war in dieser Zeit Kapitän. Seit dem Ende seiner Spielerkarriere ist Lars Brüggemann als Profischiedsrichter in der DEL und internationalen Turnieren aktiv.
Karriere Brüggemann lernte das Eishockeyspielen im Nachwuchsbereich des EC Deilinghofen. Ab 1971 gehörte er zur Seniorenmannschaft des ECD und etablierte sich schnell als wichtiger Spieler der Offensive.Topp, Petruschkat: Eiszeit 50 Jahre Eishockey im Sauerland (2009), Seite 59. In der Saison 1976/77 war er maßgeblich am erstmaligen Aufstieg des ECD in die Bundesliga beteiligt. In der Spielzeit 1979/80 wurde Brüggemann bester Torschütze seiner Mannschaft, konnte aber den Abstieg in die 2. Bundesliga nicht verhindern. Im nächsten Jahr war er mit 52 Toren erneut bester Torschütze und mit 81 Scorerpunkten erstmals Topscorer des ECD.Topp, Petruschkat: Eiszeit 50 Jahre Eishockey im Sauerland (2009), Seite 413. Während der Saison 1984/85 wechselte Brüggemann vom mittlerweile wieder erstklassigen ECD zum Duisburger SC in die 2. Bundesliga. Weitere Stationen waren der ESV Schalker Haie, ESC Ahaus und ERC Westfalen Dortmund. Zur Saison 1989/90 kehrte Brüggemann für ein Jahr nach Iserlohn zurück. Anschließend spielte er für den ESC Ahaus, EHC Unna und ERC Westfalen Dortmund.
Nach Beendigung seiner Karriere als Spieler wurde Brüggemann zur Saison 1994/95 für ein Jahr Trainer des ASV Hamm in der zweiten Spielklasse 1. Liga Nord. Zur Saison 1996/97 übernahm er den mittlerweile abgestiegenen Verein erneut und schaffte den direkten Wiederaufstieg. Nach der Spielzeit 1997/98 wurde der ASV Hamm infolge einer Insolvenz aufgelöst. Anschließend war Brüggemann in der Traditionsmannschaft des ECDTopp, Petruschkat: Eiszeit 50 Jahre Eishockey im Sauerland (2009), Seite 271. und über zehn Jahre als Trainer im Nachwuchsbereich der Iserlohn Roosters aktiv. Im Mai 2016 gab die Soester EG bekannt, dass Brüggemann in der kommenden Regionalliga-Saison als Cheftrainer der SEG an der Bande stehen wird.
Erfolge und Auszeichnungen 1977 Aufstieg in die Bundesliga mit dem EC Deilinghofen 1982 Aufstieg in die Bundesliga mit dem ECD Iserlohn 1986 Aufstieg in die 2. Bundesliga mit dem ESV Schalker Haie 1993 Aufstieg in die Oberliga mit dem ERC Westfalen Dortmund
Karrierestatistik Topp, Petruschkat: Eiszeit 50 Jahre Eishockey im Sauerland (2009), Seite 402. Reguläre Saison Play-offs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 1971/72 EC Deilinghofen Oberliga 26 10 1972/73 EC Deilinghofen Oberliga 30 21 1973/74 EC Deilinghofen 2. Bundesliga 36 23 9 32 44 1974/75 EC Deilinghofen 2. Bundesliga 23 10 7 17 38 1975/76 EC Deilinghofen 2. Bundesliga 36 17 7 24 27 1976/77 EC Deilinghofen 2. Bundesliga 42 15 1977/78 EC Deilinghofen Bundesliga 48 19 1978/79 EC Deilinghofen Bundesliga 52 24 8 32 85 1979/80 ECD Iserlohn Bundesliga 46 28 12 40 40 1980/81 ECD Iserlohn 2. Bundesliga 44 52 29 81 44 1981/82 ECD Iserlohn 2. Bundesliga 38 35 19 54 73 10 2 3 5 15 1982/83 ECD Iserlohn Bundesliga 36 13 11 24 40 41 0 1 1 0 1983/84 ECD Iserlohn Bundesliga 31 7 7 14 29 101 6 6 12 4 1984/85 ECD Iserlohn Bundesliga 23 3 9 12 28 1984/85 Duisburger SC 2. Bundesliga 13 8 15 23 21 18 12 6 18 8 1985/86 Duisburger SC 2. Bundesliga 27 18 11 29 26 1985/86 ESV Schalker Haie Oberliga 7 13 7 20 20 14 22 26 48 16 1986/87 ESV Schalker Haie 2. Bundesliga 15 7 7 14 18 1986/87 ESC Ahaus Oberliga 13 19 16 35 29 18 14 24 38 25 1987/88 ESC Ahaus Oberliga 36 46 62 108 24 15 13 14 27 35 1988/89 ERC Westfalen Dortmund 2. Bundesliga 33 20 17 37 40 17 6 17 23 24 1989/90 ECD Sauerland 2. Bundesliga 32 13 30 43 42 6 0 0 0 8 1990/91 ESC Ahaus Oberliga 36 32 45 77 100 11 19 22 41 22 1991/92 EHC Unna Oberliga 18 13 16 29 52 1992/93 ERC Westfalen Dortmund Regionalliga 2 0 1 1 0 21 2 6 8 21
Einzelnachweise
Weblinks
Dieter Brüggemann bei rodi-db.de
Kategorie:Eishockeytrainer (Iserlohn Roosters) Kategorie:Eishockeyspieler (Iserlohn Roosters) Kategorie:Eishockeyspieler (EHC Dortmund) Kategorie:Eishockeyspieler (Füchse Duisburg) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann