Asterinidae ist der Name einer Familie von Seesternen in der Ordnung der Klappensterne (Valvatida), die in allen Weltmeeren von der Tiefsee bis zu den Uferzonen und von den Polargebieten bis zu den Tropen vertreten ist. Es sind etwa 150 Arten bekannt.
Beschreibung Die Asterinidae sind in der Regel kleine bis sehr kleine, oben abgeflachte Seesterne mit meist fünf sehr kurzen Armen, was ihnen oft eine fünfeckige Gestalt verleiht. Der Rand dieser Seesterne ist dünn und mit nur sehr kleinen, unauffälligen Seitenplättchen versehen. Die Kalkplättchen in der Haut auf der Oberseite sind halbmondförmig und geben so dieser den Ausdruck eines Strickmusters.
Einige Arten Die meisten Arten der Asterinidae sind klein und leben verborgen unter Steinen, in Felsspalten oder anderen Verstecken. Zu den Asterinidae gehört mit der nur etwa 1 cm großen Asterina phylactica der kleinste bekannte Seestern. Lediglich in der Tiefsee gibt es auch große Arten, in der Gattung Anseropoda bis über 45 cm.
Einige Arten – unter anderem in den Gattungen Meridiastra und Aquilonastra – können sich durch Fissiparie ungeschlechtlich vermehren, so dass eine einzige Larve zur Besiedlung eines neuen Lebensraums ausreicht. Wie andere Seesterne auch, machen die meisten Arten der Asterinidae eine Entwicklungszeit als frei schwimmende Bipinnaria-Larven durch. In der Gattung Asterina, zu der Hermaphroditen gehören, gibt es dagegen Übergänge zur direkten Entwicklung. Die Embryonen von Asterina gibbosa ernähren sich von Eidotter und schlüpfen direkt als Brachiolaria-Larve, die umgehend die Metamorphose zum Seestern durchmacht. Andere Arten dieser Gattung wie Asterina phylactica und Asterina pancerii brüten dagegen ihre Jungen aus, so dass fertige Seesterne die Obhut der Mutter verlassen.
Die meisten Arten dieser Familie ernähren sich von Detritus, Aas, toten Pflanzen oder dem aus Algen und Bakterien bestehenden Belag der Felsen, wozu die Seesterne den Magen ausstülpen und gegen den Untergrund pressen. Es gibt jedoch einige Fleischfresser: So bildet Stegnaster inflatus Hutton, 1872 mit seinen Armen eine Art Zelt, in das einige Tiere auf der Suche nach einem Unterschlupf kriechen. Im richtigen Moment lässt sich der Seestern fallen und verschlingt die Beute, meist kleine Krebse.
Gattungen Laut O’Loughlin & Waters (2004) gibt es in der Familie Asterinidae 116 Arten in 21 Gattungen, während es sich laut World Register of Marine Species um 150 Arten in 25 Gattungen handelt. Dies sind: Ailsastra O’Loughlin & Rowe, 2005 Allopatiria Verrill, 1913 Anseropoda Nardo, 1834 Aquilonastra O’Loughlin in O’Loughlin & Waters, 2004 Asterina Nardo, 1834 Asterinides Verrill, 1913 Asterinopsis Verrill, 1913 Callopatiria Verrill, 1913 Cryptasterina Dartnall & al. 2003 Disasterina Perrier, 1875 Indianastra O’Loughlin in O’Loughlin & Waters, 2004 Kampylaster Koehler, 1920 Manasterina H.L. Clark, 1938 Meridiastra O’Loughlin, 2002 Nepanthia Gray, 1840 Paranepanthia Fisher, 1917 Parvulastra O’Loughlin in O’Loughlin & Waters, 2004 Patiria Gray, 1840 Patiriella Verrill, 1913 Pseudasterina Aziz & Jangoux, 1985 Pseudonepanthia A.H. Clark, 1916 Pseudopatiria O’Loughlin in O’Loughlin & Waters, 2004 Stegnaster Sladen, 1889 Tegulaster Livingstone, 1933 Tremaster Verrill, 1880 Ctenaster L. Agassiz, 1836 Desmopatiria Verrill, 1913
Literatur
Weblinks
Christopher L. Mah: Asterinidae Gray, 1840. In: Christopher L. Mah: World Asteroidea database. World Register of Marine Species, 2015.
Kategorie:Seesterne Kategorie:Asteroidea