Moussa Al-Hassan Diaw (* 1974) ist ein islamischer Religionspädagoge. Er ist Mitgründer der NGO DERAD – Extremismusprävention, Dialog und Demokratie.

Leben Diaw lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Österreich. Er studierte Lehramt mit den Fächern Religionspädagogik, Geschichte, Politische Bildung und Englisch. Seine Masterarbeit schrieb Diaw er der Universität Wien.

2013 war Diaw wissenschaftlicher Mitarbeiter am Islamtheologischen Institut der Universität Osnabrück und 2022 am Zentrum für Islamische Theologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Berufliche und ehrenamtliche Tätigkeiten Bis 2016 unterrichtete Diaw an der Handelsakademie International Business College Hetzendorf.

Diaw ist Mitgründer der 2015 gegründeten NGO DERAD – Extremismusprävention, Dialog und Demokratie.Der seit Dez. 2015 benutzte Name DERAD - Netzwerk Sozialer Zusammenhalt für Dialog, Extremismusprävention und Demokratie wurde am 22. November 2020 in DERAD - Extremismusprävention, Dialog und Demokratie geändert. Der davor seit 2014 existierende Verein NSZ Netzwerk Sozialer Zusammenhalt, ... ist nicht mit DERAD ident und dessen Verdienste dürfen DERAD auch nicht angerechnet werden.

2016 stellte Diaw als Vertreter des Vereins DERAD zusammen mit Justizminister Wolfgang Brandstetter ein Kooperationsprojekt von DERAD mit dem Justizministerium Österreichs im Bereich der Extremismusprävention in allen österreichischen Justizanstalten vor. 2021 beendete das Innenministerium die Zusammenarbeit mit DERAD. Im Jahr 2026 beendeten auch das Justizministerium, das Bildungsministerium und die Stadt Wien die Zusammenarbeit mit dem Verein, nachdem diesem von der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst Kontakte zur Muslimbruderschaft vorgeworfen worden waren.

Mitgliedschaften

der Europäischen Kommission () Europäischer muslimisch-jüdischer Dialog (EMJD) (FfEU)

Publikationen Wege in die Radikalität – Die Ideologie und das Denken politisch und religiös motivierter Bewegungen. In: Jasmina Rupp, Walter Feichtinger (Hrsg.): Der Ruf des Dschihad. Theorie, Fallstudien und Wege aus der Radikalität (= Schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie. Band 13). Republik Österreich, Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, Wien, 2016, ISBN 978-3-902944-96-2, S. 53–79. (Online.Ausgabe bei bundesheer.at) Salafismus und politischer Exklusivismus. In: Rauf Ceylan, Benjamin Jokisch (Hrsg.): Salafismus in Deutschland. Entstehung, Radikalisierung und Prävention (= Reihe für Osnabrücker Islamstudien. Band 17). Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2014, ISBN 3-631-64458-2.

Lebenswelten und Radikalisierungsverläufe von inhaftierten sogenannten Dschihadisten in Österreich – Eine Untersuchung von Personen mit Bezug zu terroristischen Vereinigungen aus dem Bereich der sogenannten politischen und dschihadistischen Salafiyya in Österreich. (PDF) In: bmeia.gv.at. BMEIA, 1. Mai 2017, abgerufen am 8. Februar 2019. Wege in die Radikalität – Die Ideologie und das Denken politisch und religiös motivierter Bewegungen. In: Jasmina Rupp (Hrsg.): Der (Alb)traum vom Kalifat. Ursachen und Wirkung von Radikalisierung im politischen Islam. Böhlau-Verlag, Wien 2016, ISBN 3-205-20330-5, S. 53–79. Salafismus und politischer Exklusivismus. In: Rauf Ceylan, Benjamin Jokisch (Hrsg.): Salafismus in Deutschland. Entstehung, Radikalisierung und Prävention (= Reihe für Osnabrücker Islamstudien, Band 17). Peter Lang, Frankfurt am Main, 2014, überarbeitete Version, ISBN 3-631-64458-2. Die Rolle der Religion für die Integration von Muslimen und Musliminnen aus muslimischer Sicht. Albert Biesinger, Friedrich Schweitzer, Matthias Gronover, Joachim Ruopp (Hrsg.): Integration durch religiöse Bildung. Perspektiven zwischen beruflicher Bildung und Religionspädagogik. Band 1: Glaube-Wertebildung-Interreligiosität. Berufsorientierte Religionspädagogik. Waxmann Verlag, 2012. Der Islam und die Menschenrechte. Friedrich Johannsen (Hrsg.): Die Menschenrechte im interreligiösen Dialog – Konflikt- oder Integrationspotential? Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2012. Religiöse Vielfalt als Chance für einen toleranten Umgang mit religiöser Praxis an staatlichen Schulen. In: Gudrun Guttenberg, Harald Schroeter-Wittke (Hrsg.): Religionssensible Schulkultur. Edition Paideia Verlag, Jena 2011. Islamischer Religionsunterricht an höheren Schulen. In: Bülent Ucar (Hrsg.): Islamische Religionspädagogik zwischen authentischer Selbstverortung und dialogischer Öffnung. Perspektiven aus der Wissenschaft und dem Schulalltag der Lehrkräfte. Peter Lang Verlag, Frankfurt a. M. 2011. Radikalisierung islamischer Reformbewegungen und deren Auswirkungen auf das heutige Europa. In: Republik Österreich, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport (Hrsg.): Interkulturelle Kompetenz. Schriftenreihe der Heeresunteroffiziersakademie, Ausgabe 18, 2011. Ideologisierung des Islam und politisches Sektierertum. In: Republik Österreich, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport. (Hrsg.): Militärische Kulturen, Reihe Ethica Themen des Instituts für Religion und Frieden, Publikation des österreichischen Bundesheers, Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport, 2011. Die postislamistische Generation in den Moscheegemeinden. Michael Borchard, Rauf Ceylan (Hrsg.): Imame und Frauen in Moscheen im Integrationsprozess. Gemeindepädagogische Perspektiven. Band 4. Konrad-Adenauer-Stiftung / ZIIS Osnabrück. V&R Unipress, 2011. Multireligiöses Beten in der Schule aus muslimischer Sicht. Hrsg.: Rainer Oechslen gemeinsam mit Bülent Ucar. Identitätsfindung jugendlicher MigrantInnen zwischen Herkunfts- und Aufnahmegesellschaft. Integration oder Marginalisierung. Friedensbüro Salzburg (Hrsg.). Fachreader zu Transkulturalität und Jugendarbeit. Salzburg 2010. Verkehrte Bilder – Muslime der zweiten Generation zwischen Klischee und Realität. In: Gregor Maria Hoff, Ulrich Winkler (Hrsg.): Religionskonflikte: zur lokalen Topografie eines Globalisierungsphänomens. Tyrolia Verlag, 2011, gemeinsam mit Mouhanad Khorchide. Veranstaltung vom 27.–28. Juni 2008 in St. Virgil, Salzburg.

Ehrungen 2015 gemeinsam mit Thomas Schmidinger Entgegennahme des Europäischen Bürgerpreises des Europäischen Parlaments für das Netzwerk Sozialer Zusammenhalt.

Einzelnachweise

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