Die Veitscher Magnesitwerke waren ein österreichisches Feuerfestunternehmen.
Geschichte mini|Die Werksiedlung der Veitscher Magnesit an der Pretalstraße in Veitsch, Gemeinde St. Barbara, Steiermark (2017)
Der Gründung als „Veitscher Magnesitwerke Actien-Gesellschaft“ (VMAG) 1899 ging die Entdeckung der Magnesitlagerstätte in Veitsch (Steiermark, Österreich) 1881 durch Friedrich Albert Carl Spaeter voraus. Heute sind die Werke Teil der börsennotierten Holding RHI Magnesita.
Die Produkte der VMAG und damit der Name Veitsch erlangten in den 1940er/50er Jahren unter dem Vorstandsvorsitz der Familie Lauda (Hans Lauda), aus der auch der Rennfahrer Niki Lauda entspringt, Weltgeltung.Franz Kirnbauer: Der österreichische Bergbau. In: Veröffentlichungen aus dem Naturhistorischen Museum. Neue Folge 5, 1969, S. 21–30 (). 1959/60 war die Gründung des bis heute in Leoben beheimateten Forschungs- und Entwicklungsinstituts durch die Veitscher Magnesitwerke.
1993 fusionierten die beiden österreichischen Unternehmen Radex Austria AG und Veitscher Magnesitwerke Actien-Gesellschaft zur Veitsch-Radex AG. 1998 folgte die Gründung der Holdinggesellschaft RHI AG, welche heute die Dachmarken Veitscher, Didier, Radex, Refel, Dolomite Franchi und Interstop umfasst.
Umweltverschmutzung Bis zum Jahr 1961 entsorgte das Unternehmen rund 20.000 Tonnen teerhaltige Nebenprodukte in zwei Gruben am Fuß einer Abraumhalde. Es entstanden zwei hochgiftige Teerseen mit jeweils rund 1.000 m² Fläche und rund 5.000 m³ Volumen, deren Sanierung allein bis zum Jahr 2025 mit 7,7 Millionen Euro zu Buche schlug.Umweltinvestitionen des Bundes – Klima- und Umweltschutzmaßnahmen 2021 (S. 39) Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, abgerufen am 30. August 2026.
Weblinks Veitsch-Radex GmbH
Einzelnachweise
Kategorie:Sankt Barbara im Mürztal Kategorie:Hersteller von Feuerfestwerkstoffen Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Österreich) Kategorie:Unternehmensgründung 1899