Jürgen Geers (* 1947 in Planegg bei München) ist ein deutscher Hörspielautor -dramaturg und -regisseur.
Leben Nach einem Studium der Theaterwissenschaft, der Germanistik und der Kunstgeschichte kam Jürgen Geers 1971 zum Bayerischen Rundfunk, für den er bis 1978 arbeitete, bis er im selben Jahr zum Hessischen Rundfunk wechselte. Geers ist Autor und Regisseur zahlreicher Hörspiele, darunter mit Beginn der 2000er-Jahre einer Vielzahl von wenigen Minuten langen Kurzhörspielen, so genannten Programmbausteinen. Gelegentlich ist er auch als Sprecher tätig.
Gemeinsam mit Inge Kurtz entstand 1982 mit Der Meinungscontainer – Akustische Graffiti ein Projekt im Rahmen der documenta in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk, das in einer Länge von 90 Minuten von verschiedenen Hörfunksendern ausgestrahlt wurde.Projektbeschreibung in der ARD-Hörspieldatenbank Eine weitere gemeinsame Aktion war Liebes Volk, eine Redewettbewerb, in dem Bürgern die Gelegenheit gegeben wurde, ihre Meinung zu sagen. Die drei besten Reden wurden von einer Jury, bestehend unter anderem aus Walter Jens und dem Kabarettisten Dieter Hildebrandt, ausgewählt. 1986 wurden sämtliche Beiträge im Hörfunk ausgestrahlt.Projektbeschreibung in der ARD-Hörspieldatenbank Zwischen 1994 und 1999 trugen Geers und Kurtz zahlreiche Zeitzeugenberichte aus 100 Jahren deutscher Geschichte zusammen. Diese mit einigen Preisen ausgezeichnete Collage lief am 27. November 1999 unter dem Titel Unter dem Gras darüber als 16-stündige Sendung im Hessischen Rundfunk.Projektbeschreibung in der ARD-Hörspieldatenbank
Hörspielproduktionen (Auswahl) Als Sprecher 1989: Ecce homo – Autor: Christoph Lindenmeyer – Regie: Nikolai von Koslowski 1998: Agnes (3 Folgen) – Autor: Peter van Straaten – Regie: Klaus Ickert
Als Autor 1984: Edel sei der Mensch – Regie: Jürgen Geers (Kurzhörspiel – HR) 1988: Gar nix wär besser – Regie: Valerie Stiegele 1988: Volle Übereinstimmung – Regie: Hans Drawe 1989: Schöne Aussicht – Regie: Jörg Hube 1989: Das Tell-Projekt – Regie: Werner Klein 1991: Menschheit, bitte kommen – Regie: Christian Gebert 1991: „Die Frauenfrage“ (1) Kalt wie Eis – Regie: Detlev Ihnken 1991: Zweimal das gleich – Regie: Detlev Ihnken 1992: Akademischer Nachwuchs – Regie: Jörg Hube 1993: Last edition – Regie: Uwe Schareck 1993: Höhere Ebene – Regie: Stefan Hilsbecher 1996: Letzter Einsatz – Regie: Günter Maurer 2001: Für die Katz – Regie: Götz Fritsch 2001: Carmen - Rockoper, (Musik Günter Lehr, Jörg Gerlach) Uraufführung:Schauspiel Frankfurt 2001
Als Regisseur 1996: Grabrede – Autor: Gerhard Polt 1996: Anteilseigner – Autor: Gerhard Polt 1997: Kinderdämmerung – Autor: Gerhard Polt 2001: Der unbekannte Valentin – Autor: Karl Valentin
Als Autor und Regisseur 1975: Die einzige Möglichkeit, den Menschen warm zu machen, ist ihn in Gang zu setzen 1976 Als wenn man ein Dachs wär’ in seinem Bau Autor: Gerhard Polt, Co-Autor und Regie Jürgen Geers 1977: Großmutter, warum hast du so großen Augen? 1979: Das Leben, ein Witz 1981: Silvester 1984: Edel sei der Mensch 1984: Gar nix wär besser 1984: Zwölf Uhr mittags 1988: Nichts passiert – Sechs Reporter suchen die Wirklichkeit
Auszeichnungen 1979: Kurt-Magnus-Preis 1984: Spezialpreis des Prix Italia für Der Meinungscontainer – Akustische Graffiti (mit Inge Kurtz) 1987: Hörspiel des Monats Januar für Liebes Volk… Mehrstimme Rede zur Lage der Nation (mit Inge Kurtz) 1988: Hörspiel des Monats Februar für Nichts passiert – Sechs Reporter suchen die Wirklichkeit 1999: Hörspiel des Monats November für Unter dem Gras darüber (mit Inge Kurtz) 2000: Hörspielpreis der Kriegsblinden für Unter dem Gras darüber (mit Inge Kurtz)
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Einzelnachweise
Kategorie:Hörspielautor Kategorie:Hörspielregisseur Kategorie:Person (Bayerischer Rundfunk) Kategorie:Person (Hessischer Rundfunk) Kategorie:Geboren 1947 Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann