Kermoroc’h ([]; ) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Guingamp und zum Gemeindeverband Guingamp-Paimpol Agglomération. Die Bewohner nennen sich Kermorochois und Kermorochoises.
Geografie Die Gemeinde Kermoroc’h liegt im Norden der bretonischen Halbinsel, acht Kilometer nordnordwestlich der Arrondissementshauptstadt Guingamp und etwa 30 Kilometer südwestlich der Rosengranit-Küste des Ärmelkanals. Entwässert wird das Gemeindegebiet von den Bächen Ruisseau du Poirier und Ruisseau de Grand Bois, die in den Théoulas münden, einen Nebenfluss des Jaudy.
Die Gemeinde Kermoroc’h besteht aus folgenden Dörfern und Ortsteilen:
sowie aus zahlreichen namenlosen kleinen Weilern und Einzelhöfen. Das Dorf Kermoroc’h mit Rathaus und Kirche befindet sich im Nordwesten der Gemeinde.
Die Landschaft um Kermoroc’h ist durch Acker- und Grünlandflächen geprägt, die durch die für die Umgebung typischen Hecken voneinander getrennt sind. Abgesehen von den Hängen an steilen Flussabschnitten ist das Gemeindegebiet fast waldfrei.
Nachbargemeinden von Kermoroc’h sind Landebaëron im Norden, Squiffiec im Nordosten, Trégonneau im Osten, Plouisy im Süden sowie Saint-Laurent im Westen.
Geschichte Der Ortsname Kermoroc’h setzt sich aus den bretonischen Begriffen „Ker“ (= Dorf), „Mor“ (= Meer) und „Roc’h“ (= Fels) zusammen. Möglich ist auch die Herkunft über einen Personennamen (morech, moroch).Namensherkunft aus books.google.de Das Gemeindegebiet von Kermoroc’h (von 1793 bis 1801 Kmorch genannt) besteht seit 1793 unverändert.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014 2021Einwohner 344 326 284 283 268 324 376 440 433 Quellen: Cassini und INSEE Im Jahr 1866 wurde mit 624 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von cassini.ehessKermoroc’h auf cassini.ehess und INSEE.Kermoroc’h auf INSEE
Sehenswürdigkeiten Reste einer Motte aus dem 12. oder 13. Jahrhundert in Le Vieux Poirier Pfarrkirche Sainte-Brigitte, erbaut 1894/95 Die Kapelle Saint-Louis im Ortsteil Langouérat, vom 14. bis 17. Jahrhundert die alte Pfarrkirche von Longouérat mit letzter Restaurierung im Jahr 1645, verfiel in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Seit 2004 hat sich ein Verein verpflichtet, die Kapelle instand zu setzen und zu erhalten. Calvaire vor der Kapelle Saint-Louis aus dem 17. Jahrhundert, seit 1925 als Monument historique eingeschrieben Herrenhaus in Le Poirier aus dem Ende des 18. Jahrhunderts Herrenhaus in Penn ar Run aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts Herrenhaus in Kermoalquin aus dem Ende des 17. Jahrhunderts Herrenhaus in Kermouster aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts Hügelgrab in Park an Ankou Hügelgrab zwischen Kergadiou und Langouerat Botanischer Lehrpfad entlang des Poirier-Ufers zwischen Kermoroc’h und Landebaëron mit zahlreichen Skulpturen
Wirtschaft und Infrastruktur Hauptwirtschaftszweig der Gemeinde ist nach wie vor die Landwirtschaft. In Kermoroc’h gibt es zwölf Landwirtschaftsbetriebe (Getreideanbau, Milchwirtschaft, Rinder- und Geflügelzucht).Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch) Daneben entwickelt sich auch der Tourismus mit der Schaffung einiger Pensionen und Ferienhäuser.
Kermoroc’h liegt abseits der überregional bedeutenden Verkehrswege. Sechs Kilometer südwestlich von Kermoroc’h besteht Anschluss an die autobahnähnlich ausgebaute Fernstraße D 767 von Guingamp nach Lannion. Der nächste Bahnhof befindet sich im drei Kilometer entfernten Squiffiec an der Bahnlinie von Guingamp nach Paimpol.
Literatur Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 43–44.
Belege
Weblinks
Kategorie:Ort in der Bretagne Kategorie:Gemeindegründung 1790