mini|Jürgen Friede, 2008 in seinem Atelier in der Wedemark
Jürgen Friede (geboren 27. April 1954Vergleiche die GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek in Veerßen, Landkreis Uelzen)Wilhelm Beuermann: Künstler in Hannover, in: Nobilis. Das exklusive Magazin aus Hannover, Heft 1, Februar 1983, S. 24f. ist ein deutscher Bühnenbildner, Bildhauer und Medailleur.Exhibition Catalog FIDEM XXX, 30th Congress, Hrsg.: International Federation of Medallic Art (Fédération Internationale de la Medaille), 2007, ISBN 978-0-89637-029-6, p. 87Ulf Dräger (Hrsg.), Katharina Herrmann, Kathrin Meukow (Red.), Andrea Stock et al. (Bearb.): Die Welt „en miniature“. Deutsche Medaillenkunst heute. 2000 - 2006 (= Die Kunstmedaille in Deutschland, Bd. 23), Schrift anlässlich der Ausstellung Die Welt „en miniature“. Deutsche Medaillenkunst heute vom 15. Juli bis 7. Oktober 2007 in der Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Halle (Saale): Stiftung Moritzburg [u. a.], 2007, ISBN 978-3-937751-54-2 (Anderbeck) und , (ohne Seitennummer, circa 300 Seiten, Künstler alphabetisch mit Text und Medaillenabbildungen geordnet) Er lebt und arbeitet in Hannover und in der Wedemark.Jürgen Friede, in: Jacek Barski, Joachim Flintzak (Kuratoren): PArt4. 4. Kunstmarkt in Petershagen 2015, Katalog zur Ausstellung vom 8. bis 17. Mai 2015 in der Städtischen Galerie im Kulturzentrum Altes Amtsgericht in Petershagen, Hrsg.: Stadt Petershagen, Petershagen, 2015, S. 12f.
Leben Geboren bei Uelzen und aufgewachsen in Lübeck, arbeitete Jürgen Friede in den Jahren 1972 bis 1975 zunächst als Bühnenbildassistent an den Städtischen Bühnen Lübeck, und Essen, bevor er von 1976 bis 1982 an der damaligen Fachhochschule für Kunst und Design bei Professor Günther Sellung und Professor Helmut Rogge das Fach Bildhauerei studierte.
Im Jahr 1981 war Jürgen Friede mit drei Steinskulpturen in der Gemeinschaftsausstellung Kunstpreis Junger Westen in der städtischen Kunsthalle Recklinghausen vertretenKunstpreis Junger Westen '81 der Stadt Recklinghausen, Katalog zur Ausstellung vom 1. November bis 6. Dezember 1981, Recklinghausen: Graphische Kunstanstalt Bongers, 1981 1982 folgte er einem bis 1986 andauernden Lehrauftrag an der Fachhochschule Hannover für Sachzeichnen.Christoph Rust (Konzeption): Jürgen Friede. V. Bildhauersymposium Langenhagen 1990, hrsg. von der Stadt Langenhagen, Kulturamt, 1990, passimVergleiche auch Katrin Sello (Red.), Anne Barz: Jürgen Friede, in dies.: Standpunkt Kunst - Standort Herrenhausen. Lehrende der Freien Kunst an der Fachhochschule Hannover, Katalog zur Ausstellung des Kunstvereins Hannover und der Fachhochschule Hannover vom 1. April bis 20. Mai 1984, Hannover: Th. Schäfer Druckerei, [o. D., 1984], S. 37 Im Jahre 1984 wurden Friedes Skulpturen unter anderem im Kunstverein Münster gezeigt als Teil der Ausstellungsreihe Kunstlandschaft Bundesrepublik,Sibylle Maus (Red.): Junge Kunst in deutschen Kunstvereinen, Band: Region Hannover und Niedersachsen, in der Reihe Kunstlandschaft Bundesrepublik, im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine, Stuttgart: Klett-Cotta, 1984, ISBN 3-608-76196-9, S. 56–59 sowie zusammen mit den Professoren der hannoverschen Fachhochschule für Freie Kunst in der Ausstellung Standort Kunst – Standort Herrenhausen im Kunstverein Hannover.
Im Jahr 1987 erhielt Friede ein Stipendium des Landes Niedersachsen.Michael Stoeber: Jürgen Friede. Ein mehrsprachiger Minimalist (= Jürgen Friede. Egy többnyelvű minimalista), Begleitschrift zur Ausstellung in Pécs, Ungarn vom 26. Oktober bis 25. November 2012, hrsg. vom imago Kunstverein Wedemark e.V. und Brigitte Maaß-Spielmann Verbunden damit war eine Gemeinschaftsausstellung der Stipendiaten im Mönchehaus Museum Goslar in Goslar.Ludwig Zerull (Red.): Jürgen Friede, in ders.: Profile, Impulse 3. Niedersächsische Künstlerstipendiaten 1985 bis 1987, Katalog zur Ausstellung im Mönchehaus-Museum für moderne Kunst in Goslar, Veranstaltungsreihe des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kunst, Lamspringe: Katalog-Verlag EA Quensen, [o. D., 1987] S. 31–35
Ab 1990 nahm Jürgen Friede an verschiedenen Bildhauersymposien im In- und Ausland teil. Aufenthalte in Israel, Spanien, den USA und Nordafrika wurden prägend für seine künstlerische Arbeit.
mini|Skulptur Die Unberührbare, Gabbro Schwarz-Schwedisch, teilweise bemalt, 50 × 23 × 48 cm, 2002 Er unternahm seit 1998 mehrere Studienreisen durch Marokko und in die Westsahara. Beobachtungen im sozialen Gefüge dieser maghrebinischen Gesellschaften sowie Eindrücke in den dort erwanderten Gebirgen und Wüsten hielt Friede vor Ort zeichnerisch fest. Lebenslust, Schönheit, aber auch die Leere der Landschaft, Elend in den Slums/Bidonvilles und Todesnähe suchte und erlebte Friede hier, abseits der üblichen Touristenwege. Sie inspirierten Friede zu Skizzen wie beispielsweise „der Wasserverkäufer“, „der blinde bettler“ oder „der mann, der unangenehme fragen stellt“, wirkten sich aber auch auf sein plastisches Werk aus.Klaus-Dieter Brunotte: Der Wasserverkäufer, in ders. (Text), Jürgen Friede (Zeichnungen): Der Wasserverkäufer (= Edition Atlantis, No. 1), Original-Ausgabe, 1. Auflage, Langenhagen: Brunotteart, 2004, S. 3
Waren seine früheren Skulpturen begrifflich eher zwischen technisch/organisch und minimalistisch (Minimalismus (Kunst)) einzuordnen, entstanden infolge dieser Reisen streng erscheinend, stark reduzierte Figuren und Torsi (Torso), meist betitelt mit „Wächter“, sowie weibliche Köpfe und Büsten aus Hartgesteinen und Marmor, teilweise farblich gefasst. Diese Köpfe muten afrikanisch an, haben aber formal mit der afrikanischen Skulptur keinerlei Übereinstimmung, sondern stellen losgelöst einen idealisierten (Idealismus) weiblichen Typus dar.
Im Jahr 1998 erhielt Friede ein Stipendium des niedersächsischen Kultusministeriums als Atelier-Ausbauförderung. In der nördlichen Wedemark richtete er eine Bildhauerwerkstatt ein.Jürgen Friede gestaltet mit Stift und Fäustel, auf haz.deAtelierspaziergänge auch in der Wedemark, auf wedemark.de Im selben Jahr wurde Friede Gründungsmitglied, später auch künstlerischer Leiter des Kunstvereins Wedemark.
Mehrere Skulpturen von Jürgen Friede sind im Besitz öffentlicher und privater Sammlungen, wie: Staatliche Kunstsammlungen Dresden – Münzkabinett, Staatliche Museen zu Berlin – Münzkabinett, Sparkasse/Hannover, Sammlung Nikolas Ludwig/Hemmingen, International Neuroscience Institute/Hannover, Kestnermuseum/Hannover.
Jürgen Friede wurde mit seinem Werk in die „Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen“ aufgenommen.
Erläuterungen von Wilhelm Beuermann Zu den Arbeiten von Jürgen Friede schrieb der Maler Wilhelm Beuermann, der mit Friede befreundet war,Benjamin Behrens: Nordstadt / Erinnerung an ein farbenfrohes Wandbild / Bei der Sanierung der Sporthalle der Lutherschule im Jahr 2011 konnte das Wandbild von Wilhelm Beuermann nicht mehr erhalten werden. Jetzt erinnert eine Gedenktafel in der Asternstraße an den 2006 in Hannover gestorbenen Künstler und seine Kunst am Bau, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 7. Juni 2015 1983 in der Zeitschrift Nobilis:
Ausstellungen (Auswahl) mini|Ausstellungssituation mit Skulpturen (Granite und Gusseisen) von Friede im Kulturzentrum Bauhof e.V., Hemmingen, 2001 mini|Ausstellungssituation mit zwei Stahlskulpturen, 110 × 180 cm und 116 × 65 cm von Friede im imago Kunstverein Wedemark, 2008
Arbeiten von Jürgen Friede wurden in Gemeinschafts- sowie in Einzelausstellungen (E) gezeigt: mini|Ausstellungssituation im Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge: Füllhorn, Polyester, Kupferblech, Granit, 130 × 300 cm, von Friede, 2017
1991: Städtische Galerie KUBUS, HannoverN.N: Künstler '91, Hrsg.: Alexander Dorner Kreis in Kooperation mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Hannover, Hannover: Th. Schäfer Druckerei, [o. D., 1991], (ohne Seitennummern); 1995: Landesmuseum Oldenburg, OldenburgKatarina Ortleb, Eckhard Weesche: Jürgen Friede, in dies.: Malerei, Grafik, Plastik, Begleitschrift zur BBK '95 Landesausstellung vom 1. bis 29. Oktober 1995 im Landesmuseum Oldenburg, Hrsg.: BBK Landesverband für Niedersachsen, Hannover: Hahn-Druckerei, [o. D., 1995], S. 60f.; 2001: Kulturzentrum Bauhof (E), Hemmingen; 2002: Galerie Katharina Seifert (E), Hannover; 2004: Steinbruchs-Berufsgenossenschaft (E), Langenhagen; 2004: Turmgalerie (E), Helmstedt; 2006: Kunstverein Melle (E); 2008: Kunstverein Wedemark (E); 2008: Galerie Haus zum bunten Löwen (E), Erfurt; 2010: Figurengruppe für ein Sportzentrum in Hannover (E); 2011: Gleishalle am Güterbahnhof, Bremen;Britta Jahn, Antje Schneider (Red.): imago Kunstverein Wedemark, in dies.: Kunstfrühling. T[raum]a - Die Phobie als Muse, Katalog zur Ausstellung in der Gleishalle am Güterbahnhof vom 6. Mai bis 5. Juni 2011, Hrsg.: Bremer Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), Achim: Berlindruck, 2011, ISBN 978-3-88808-710-3, S. 221 2011: Höhler Biennale 2011, Gera;Christoph Tannert: Jürgen Friede, in ders.: Kunst unter der Altstadt von Gera. 5. Höhler Biennale, Katalog zur Ausstellung vom 24. Juni bis 30. Oktober 2011, Hrsg.: Verein zur Erhaltung der Geraer Höhlen e.V. Gera: Druckhaus Gera, [o. D., 2011], S. 34f. 2011: Die deutsche Kunstmedaille der Gegenwart, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden, Residenzschloss; 2012: Wintergärten IV, Hannover-Waldhausen; 2012: Kunsthalle Pécs, Pécs, Ungarn; 2012: FIDEM XXXII, University of Glasgow, Hunterian Museum and Art Gallery, Glasgow; 2013: zeitweise, Haus der Region, Hannover; 2013: Herbstausstellung, Kunstverein Wedemark; 2014: Städtische Galerie, Altes Amtsgericht, Petershagen (E); 2015: GRÜN danach WEIß, Weiße Halle/Eisfabrik, Hannover; 2016: FIDEM XXXIV, HoGent, Gent, Belgien; 2016: MEDALS AND CONTEMPORARY ART, TreM.a, Namur, Belgien;Exhibition Medals & contemporary art. Fidem XXXIV, Gent-Naumur, Belgium HoGent, Namur Belgium TreM.a ( = Izdatel na kataloga: Nacionalna chudošestvena akademija, Sofija. Org. komitet na FIDEM XXXIII Sofija 2014), International Federation of Medals, Société Archéologique de Namur, Gent: FIDEM, 2016, ISBN 978-2-87502-061-1, S. 143; 2017: Vom Wesen des Glücks, Schloss Landestrost, Neustadt a. Rbge.; 2017: Höhler Biennale 2017, SCHATTENwelt – LICHTblicke8. Höhler Biennale 2017, auf hoehlerbiennale.de, Gera; 2017: Verformungen, Edelhof Ricklingen, Hannover; 2018: 10 Jahre Lortzing ARTJürgen Friede, Inge-Rose Lippok: Gemeinschaftsausstellung, auf bbk-hannover.de, Hannover; 2018: FIDEMXXXVIII Fédération Internationale de la Médaille d'Art (FIDEM), auf muenzen-online.com, abgerufen am 10. Juni 2025 Ottawa, Canadian Museum of Nature in Ottawa; 2018: Tagträume, Skulpturen-Zeichnungen-Bleischnitte, Kunstraum j3fm, Hannover (E); 2019: Dornumer Kunsttage, Schloss Dornum;Helga Beisheim, Marlene Heyken, Klaus Gabbert (Red.): Jürgen Friede, Wedemark, in: 26. Dornumer Kunsttage 2019 / Schloss Dornum / 13. Juli – 4. August 2019, Hrsg.: Kunst- und Kulturverein Dornum und Umgebung e.V., Aurich: Druck der Druckerei Meyer GmbH, 2019, S. 8–9Jürgen Friede, Wedemark, auf kunst-in-dornum.de 2019: Der linke Arm der Zauberin, zum 65. Geburtstag des Künstlers mit Skulpturen-Zeichnungen-Bleischnitte, veranstaltet von der Region Hannover im Schloss Landestrost, Neustadt a. Rbge. (E);Der Bildhauer Jürgen Friede stellt im Schloss Landestrost aus, auf haz.de 2020: Medaille Omega die Wellenfibel (Messing, 2019), nominiert für den Deutschen Medailleurpreis 2020, Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst, SuhlMatthias Rolfs (Red.): Deutscher Medailleurpreis 2020 / Stadt Suhl, Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst. Stadtverwaltung Suhl, 2020, S. 22, 25. 2020: Zeitensprung, Kunstverein Wedemark