mini|Seifersdorf, Blick von der Kirche auf den Ort

Seifersdorf ist seit 2004 ein Ortsteil der sächsischen Kleinstadt Hartha im Landkreis Mittelsachsen. 1968 wurde die ehemalige Gemeinde Seifersdorf nach Schönerstädt eingemeindet, 1978 gehörte sie zu Gersdorf, seit 2004 zu Hartha. Der Ortsteil bildet zusammen mit den Ortsteilen Kieselbach, Neudörfchen, Gersdorf, Schönerstädt und Langenau die Ortschaft Gersdorf nach der Sächsischen Gemeindeordnung. Diese hat gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geschichte Seifersdorf entstand im 12. Jahrhundert im Zuge des Landesausbaus im Pleißenland. Es unterstand den Burggrafen von Leisnig.

1215 wurde bei der Bestätigung der Übertragung der Parochie Leisnig an das Kloster Buch durch den Bischof von Meißen eine Kapelle und der Zehnt in Siuirdisdorf als Zubehör der Ausstattung der Leisniger Kirche genannt.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 193. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 4. Der Zehnt sollte dem Pfarrer von Leisnig direkt zustehen.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 194. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 5.

1339 bat der Abt von Buch als Inhaber des ius patronatus für Seifersdorf den Bischof von Meißen, die Parochien Schönerstädt und Seifersdorf zu vereinigen.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2842. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 162. Dieselbe Bitte kam auch von der Äbtissin von Geringswalde für die Kirche in Schönerstädt.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2842. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 163. 1340 vereinigte der Bischof von Meißen die Parochien Schönerstädt und Seifersdorf unter dem Pfarrer von Schönerstädt, Johannes von russewin; nach dessen Tode oder Resignation sollten beide Konvente ihre Patronatsrechte wieder wahrnehmen.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 2842. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 164. 1355 ist Johannes von Russewin als Kaplan der Burggrafen von Leisnig genannt.Originalurkunde SHStA Dresden: 10001, Ältere Urkunden, Nr. 3401. Druck bei Schöttgen, Codex Diplomaticus Monasterii Buch, als Nr. 178.

1378 wird im Registrum dominorum nur gesagt, dass Syfirstorf et Meynic zum Gericht in Leisnig gehören, weitere Abgaben werden nicht genannt. 1548 nennt das Amtserbbuch von Leisnig zu Seifersdorf „15 besessene Mann, darunter 2 Gärtner, die sind alle dem Amt Leisnig lehen- und zinsbar“ mit 16 Hufen.Vorsicht: das Repertorium Saxonicum des ISGV ist falsch verlinkt. Das Amt Kloster Buch hat nur einen Getreidezins abzuholen. Obergericht und Erbgericht gehörten ins Amt Leisnig. Kirchlich gehörte der Ort 1548 zu Gersdorf, nach 1860 wieder zu Schönerstädt, ab 1927 zu Leisnig, seit 2001 wieder zu Gersdorf. 1964 hatte der Ort 175 Einwohner.

Bei Kamprad kann man sich ein Bild von den ärmlichen Schulverhältnissen um 1750 machen, wie auch in der Sächsischen Kirchengalerie.

Literatur

Weblinks

Website der Stadt Hartha

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Hartha) Kategorie:Ort im Landkreis Mittelsachsen Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Mittelsachsen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1968