mini|Luftbild des Klosters Beyharting mini|Klosterkirche Beyharting mini|Klosterkirche Beyharting Das Kloster Beyharting ist ein ehemaliges Augustiner-Chorherren-Stift im Ortsteil Beyharting der Gemeinde Tuntenhausen in Bayern im Erzbistum München und Freising.
Geschichte mini|Kupferstich der Klosteranlage von Michael Wening, um 1700 Der St. Johannes Baptist geweihte Konvent wurde um 1130 durch Judith, die Witwe des Edlen Tageno von Pihartingen, gegründet. Bereits im 13. Jahrhundert bestand eine Schule am Stift, die umfangreiche, nachgewiesene Bibliothek wurde im 19. Jahrhundert zerstört. Um 1420 erfolgte die Gotisierung der Kirche und des Kreuzganges. Seit 1441 bestand eine Wallfahrt zur Tuntenhausener Madonna, die den Einkünften des Klosters zugutekam. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Kloster 1632, 1646 und 1648 von schwedischen Truppen geplündert. Zwischen 1668 und 1670 erfolgte die Neuausstattung und der Umbau der Kirche. Um 1730 kam es zur Ausstuckierung und Freskierung der Kirche durch Johann Baptist Zimmermann. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Bis 1807 lebten die Chorherren weiter in der Klosteranlage, erst dann ging diese in Privatbesitz über, die Klosterkirche wurde später Pfarrkirche. Seit 1997 gehören auch die Klostergebäude der katholischen Pfarrkirchenstiftung. Bei Innenrenovierungsarbeiten wurden um Ostern 2002 die Gebeine der Klostergründerin entdeckt und am 9. Februar 2003 wieder feierlich in der Pfarrkirche bestattet. Den Abschluss der zwölfjährigen Renovierungsarbeiten bildete die feierliche Benediktion eines neuen Volksaltars durch den Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter am 20. November 2005.
Reihe der Pröpste QuelleMichael Hartig: Die oberbayerischen Stifte, Band I: Die Benediktiner-, Cisterzienser- und Augustiner-Chorherrenstifte. Verlag vorm. G. J. Manz, München 1935, , S. 217 f. Hartiwig Ulrich I. Conrad von Reichersdorf Hartuid, 1244, 1251 Gottfried Gottschalk Rehlinger Otto I. von Mitterskirchen, 1297 Otto II. von Pienzenau, 1308, 1326 Friedrich Spielberger, 1328, 1344 Rupert Ulrich II. Dietrich, 1355, 1370 Conrad II. Perwanger Conrad III. Grozz Ambros I. (unsicher) Peter Kriechbamer Ulrich III. Haslanger, † 1449 Johann I. Schach, resignierte 1451 Johann II. Saaldorfer, 1451–1458 Nicolaus Kneittinger, 1458 Heinrich Pretschlaipfer, † 1486 Ulrich IV. Eisenhofer, 1486–1500 Ambros Treitwein, 1500–1502 Georg I. Aprecher, 1502–1509 Pantaleon Hauser, 1509–1536 Lukas Wagner, 1536–1560 Peter II. Spächter, 1560–1590 Wolfgang Lindmayr, 1590–1595 Conrad IV. Hirschauer, 1595–1616 Bartholomaeus Furtner, 1616–1623 Johann II. Gering, 1623–1645 Christian Scheichenstuhl, 1645–1686 Augustin Lang, 1686–1696 Ignaz Wantschl, 1696–1717 Georg II. Mayr, 1718–1740 Johann IV. Draxl, 1740–1746 Ildefons Golling, 1746–1749 Georg III. Rämbsl, 1749–1771 Corbinian Sarreiter, 1772–1784 Georg IV. Lachner, 1784–1794 Joseph Neumayr, 1794–1803, † 27. Dezember 1822Franz Besnard: Literaturzeitung für die katholische Geistlichkeit, 25. Jahrgang: Dritter Band: Juli, August, September. Druck und Verlag von Joseph Thomann, Landshut 1834, S. 126.
Siehe auch Katholische Pfarrkirche und ehemalige Augustinerchorherrenstiftskirche St. Johann Baptist
Literatur Franz Josef Weppelmann (Hrsg.): Beyharting im Landkreis Rosenheim: Beiträge zur Geschichte des ehemaligen Augustiner-Chorherren-Stiftes und seiner Kirche, Konrad, Weißenhorn/Bayern 2005, ISBN 3-87437-482-3 Sebastian Meidinger: Historische Beschreibung der kurfürstl. Haupt= und Regierungs=Städte in Niederbaiern Landshut und Straubing, Landshut 1787, S. 319 (online)
Weblinks
offizielle Seite der Gemeinde Tuntenhausen: Kloster Beyharting
Einzelnachweise
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