mini|Stadler GTW 4062 003 in Übelbach mini|Dieseltriebwagen VT 31 und Dampfzug mit der U 11 auf der Murtalbahn mini|Stadler GTW 5062 001 der Steiermarkbahn und Bus GmbH in Graz Hauptbahnhof als Die Steiermarkbahn und Bus GmbH (kurz StB) ist ein Verkehrsbetrieb im Eigentum des Landes Steiermark, der zwei S-Bahn-Linien, Regionalzuglinien und Omnibuslinien betreibt. Die Steiermärkischen Landesbahnen (kurz STLB) sind ein Eisenbahninfrastrukturunternehmen des Bundeslandes, das Bahnstrecken mit einer Gesamtlänge von 124 km betreibt. Hiervon sind 77 km Schmalspurstrecke (760 mm) und 47 km Normalspurstrecken (1435 mm). Außerdem betreiben die Steiermärkischen Landesbahnen einen Güterterminal (Terminal Graz Süd). Die Steiermärkischen Landesbahnen, die Steiermarkbahn und Bus GmbH und deren Tochter Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH treten gemeinsam unter der Markenbezeichnung Steiermarkbahn auf.

Unternehmensstruktur

Aus rechtlicher Sicht agieren drei selbstständige, jedoch personell und organisatorisch verbundene Unternehmen unter dem gemeinsamen Markenauftritt der Steiermarkbahn: Die Steiermärkische Landesbahnen sind ein Wirtschaftsbetrieb in Rechtsträgerschaft des Landes, dem vor allem die Verwaltung der Bahninfrastruktur obliegt. Die Steiermarkbahn und Bus GmbH ist als Eisenbahnverkehrsunternehmen für den Personenverkehr sowie der Buslinien verantwortlich, weiters auch für Dampf- und Sonderfahrten. Die Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH, die als Tochterunternehmen der Steiermarkbahn und Bus GmbH für den Güterverkehr zuständig und unter anderem europaweite Ganzzugtransporte anbietet.

Das Land Steiermark (Eigentümervertretung: Abteilung 16 – Verkehr und Landeshochbau, Referat Öffentlicher Verkehr) ist Rechtsträger der Steiermärkischen Landesbahnen und Alleineigentümer der Steiermarkbahn und Bus GmbH, in deren Alleineigentum sich die Steiermarkbahn Transport und Logistik befindet.Land Steiermark: Die Weichen sind gestellt .... ... für die neue Steiermarkbahn!, abgerufen am 15. Mai 2023.Land Steiermark: Referat Öffentlicher Verkehr, abgerufen am 15. Mai 2023.

Geschichte Die Steiermarkbahn wurde 1890 als „Steiermärkisches Eisenbahnamt“ zur Verwaltung mehrerer steirischer Regionalbahnen gegründet. Bis 1918 betrieb das Steiermärkische Eisenbahnamt auch mehrere Lokalbahnen in der damaligen Untersteiermark, heute Slowenien. 1920 bis 1926 und wieder ab 1954 lautete die Bezeichnung „Steiermärkische Landesbahnen“. Am 29. Juni 2018 wurde der neue Markenauftritt präsentiert, bei dem die seither 3 Unternehmen – Infrastruktur (Steiermärkische Landesbahnen), Personenverkehr (Steiermarkbahn und Bus) und Gütertransport (Steiermarkbahn Transport und Logistik) – unter der Marke Steiermarkbahn (StB) vereint werden.http://www.stlb.at/news/newsdetails/article/die-weichen-sind-gestellt/https://www.kleinezeitung.at/steiermark/5455847/Steiermarkbahn_Neuer-Name-neues-Aussehen-neuer-Chef-und-neue-Struktur neues LOGO, Bericht in der Kleinen Zeitung vom 29. Juni 2018

Zusätzlich zu den Bahn- und Busbetrieben verfügt die Steiermarkbahn über ein Reisebüro in Murau. Das Reisebüro ist an das Travi-Austria-Computer-Reservierungssystem angeschlossen und somit direkt mit allen Fluglinien sowie allen großen Reiseveranstaltern vernetzt.

Das Bahnunternehmen ist weiters Betriebsführer der 10 km langen Lokalbahn Mixnitz–St. Erhard und des Güterterminals Graz Süd/Werndorf. Neben Personen- und Güterverkehr wird auf einigen Strecken auch Ausflugsverkehr mit historischen Dampfzügen betrieben. Außerdem ist die Steiermarkbahn der bedeutendste der drei Wirtschaftsbetriebe des Landes Steiermark. über die Steiermärkischen Landesbahnen (PDF-Datei, S. 10; abgerufen am 7. Juni 2012; 1,3 MB)

Am 6. Mai 2015 kam es auf der Lokalbahn Peggau–Übelbach zu einem Frontalzusammenstoß zweier Züge, bei dem mehrere Fahrgäste schwer verletzt wurden und ein Lokführer starb. Außerdem wurden dabei zwei von drei elektrischen GTW schwer beschädigt.Züge bei Graz kollidiert: Ein Lokführer getötet Der 4062 003 wurde wieder aufgearbeitet und kehrte in den Fahrgastbetrieb zurück, während der leere Wagenkasten des 4062 001 in Weiz abgestellt steht. Ein Wiederaufbau des Triebwagens ist nach aktuellem Stand nicht geplant.

Am 9. Juli 2021 entgleiste auf der Murtalbahn nahe Predlitz nach einer Kollision mit einem Baum am Gleis das Triebfahrzeug VT31 und stürzte über eine Böschung in die Mur. Die Kupplung trennte sich dadurch. Die zwei nachfolgenden Teile des Zugs verblieben im Gleis. 17 Schülerinnen und Schüler wurden leicht verletzt. Schwierig war die Bergungssituation des Fahrzeugs, da es für die Schmalspur keinen Bergekran gibt und die nächste Straße eine steile Böschung 50 m aufwärts lag.Raphael Ofner, Wilfried Rombold, Josef Fröhlich: Murtalbahn entgleiste : "Wir hatten riesiges Glück"; Ältere Schüler packten bei der Rettung mit an. Kleine Zeitung, Print, 10. Juli 2021, S. 1, 14 f.

Am 26. Mai 2025 kollidierte ein Personenzug der Linie S31 beim Bahnübergang Wollsdorf Leder mit einem LKW. Der LKW Lenker wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Sowohl der am Unfall beteiligte LKW als auch der Triebwagen der Reihe 643 fingen Feuer und wurden schwer beschädigt. https://www.kleinezeitung.at/steiermark/weiz/19728761/lkw-kollidierte-mit-zug-und-fing-feuer

mini|Netzplan Graz / Gleisdorf / Weiz

Linien mini|Volvo 9700 der Steiermarkbahn als Schienenersatzverkehr. mini|Altes STLB-Bus Haltestellenschild mini|MAN A01 der STLB beim Bahnhof Feldbach auf der Linie . +EisenbahnLinieStreckeÜbelbach – Peggau (– Graz Hauptbahnhof)Weiz – Gleisdorf (– Graz Hauptbahnhof)Feldbach – Bad Gleichenberg 630Unzmarkt – Murau – TamswegAutobusLinieStreckeRaum ÜbelbachÜbelbach – Kleintal – NeuhofRaum Aflenz-TurnauBruck an der Mur – Kapfenberg – Aflenz-Kurort – TurnauRaum Weiz / GleisdorfWeiz – GleisdorfWeiz – UnterfeistritzWeiz – Preding bei Weiz – Krottendorf – WeizWeiz – Stubenberg – Herberstein – KaibingWeiz – Greith – Breitegg – St. Ruprecht/RaabGleisdorf – GrazRaum Feldbach / Bad RadkersburgFeldbach – Fehring – Unterlamm – MaglandFehring (Bad Gleichenberg) – St. Anna am Aigen – Bad RadkersburgFeldbach – Maierdorf – Krusdorf – StradenFeldbach – Bad Gleichenberg – Bad RadkersburgOberkrusdorfberg – StradenTieschen – Straden – Mureck*Bad Radkersburg Hauptplatz – Bad Radkersburg Bahnhof*Gosdorf – Halbenrain – Bad Radkersburg(Neustift -) Tieschen – Klöch – Bad RadkersburgRaum Werndorf / LeibnitzLeibnitz – Strass – Mureck – Bad RadkersburgWerndorf – CCG Graz Süd – WundschuhRaum MurauNeumarkt b. Unzmarkt – St. Lambrecht – MurauNeumarkt b. Unzmarkt – MühlenZeutschach b. Baierdorf – NeumarktNeumarkt b. Unzmarkt – Murau – TamswegMurau – TamswegMurau – Frojach*Murau – Stolzalpe*St. Nikolai – Stein an der Enns – GröbmingGröbming – Stein an der Enns (– Breitlahnalm)* = Stadtverkehr (Linien 555 und 898)

Strecken

Eigene Strecken – Schmalspur Landesbahn Unzmarkt–Tamsweg, Murtalbahn (760 mm), Dieselbetrieb, touristischer Dampfbetrieb Weiz–Oberfeistritz–Birkfeld, Feistritztalbahn (760 mm), Dieselbetrieb (bis 2015 Güterverkehr bis Oberfeistritz), touristischer Dampfbetrieb vom Club U44 bis Birkfeld

Eigene Strecken – Normalspur Bahnstrecke Gleisdorf–Weiz (1.435 mm), Dieselbetrieb Lokalbahn Peggau–Übelbach (1.435 mm), elektrifiziert (15 kV Wechselstrom) Landesbahn Feldbach–Bad Gleichenberg, 1.435 mm, elektrifiziert (1.800 V Gleichstrom)

Betriebsführung durch die StB Lokalbahn Mixnitz–Sankt Erhard (760 mm), elektrifiziert (800 V Gleichstrom) Terminal Graz Süd/Werndorf (1.435 mm), Dieselbetrieb, teilweise elektrifiziert (15 kV Wechselstrom).

Ehemalige Strecken Auf mehreren Strecken und Streckenabschnitten der StB wurde der Verkehr, meist aus wirtschaftlichen Gründen, eingestellt. Lokalbahn Kapfenberg–Au–Seewiesen, Thörlerbahn (760 mm), nach gescheitertem Museumsbahnbetrieb abgetragen Lokalbahn Preding-Wieselsdorf–Stainz, Stainzerbahn (760 mm), heute Touristikbahn Stainzer Flascherlzug Abschnitt Oberfeistritz–Birkfeld–Ratten der Feistritztalbahn. Birkfeld–Ratten wurde abgetragen (heute Radweg).

Vor 1918 betrieb die Steiermarkbahn auch mehrere Lokalbahnen in der damaligen Untersteiermark, die heute zu Slowenien gehört. Lokalbahn Pöltschach–Gonobitz Cilli–Wöllan Windisch-Feistritz (Slovenska Bistrica)–Windisch-Feistritz Stadt

Güterbeförderung

Die StB führt regionale und überregionale Gütertransporte auf der Schiene durch, wie z. B. den Touareg-Express von den Magna-Werken in Preding bei Weiz und Albersdorf nach Bratislava zum Volkswagen-Werk, der fünfmal in der Woche geführt wird.

In Zusammenarbeitet mit dem Tochterunternehmen Steiermarkbahn Transport und Logistik GmbH organisiert die Steiermarkbahn Ganzzugverkehre im EU-Raum.

Triebwagen und Lokomotiven mini|Elektrotriebwagen ET 1 im Bahnhof Feldbach mini|ET 2 auf der Raabbrücke Feldbach mini|Einer der drei Talent-Triebwagen bei ihrer Taufe durch Anton Lang (2024) Im Dienste der Bahn stehen drei Lokomotiven entsprechend der Reihe 2016 „Herkules“ der ÖBB für Langstreckentransporte von Gütern. Zwei Stück wurden wieder verkauft.Steiermarkbahn sells second Siemens EuroRunner – one more left. 11. Oktober 2023, abgerufen am 23. Oktober 2023. mini|Ehemaliger Triebwagen der Reihe 5047 Der Personenverkehr zwischen Weiz und Graz wird mit Diesel-Triebwagen der Reihe 5062 (GTW) und der Reihe 643 (Talent) abgewickelt. 2011 wurden drei dieselelektrische und drei Elektro-Gelenktriebwagen von Stadler für den S-Bahn-Verkehr beschafft. Nach anfänglichen Zulassungsproblemen sind die Diesel-GTW seit November 2011 im Einsatz.GTW-Triebwagen von Stadler endlich zugelassen, Eurailpress, 9. November 2011, abgerufen am 6. September 2023

2023 beschaffte die StB drei gebrauchte (Baujahr 1998) Diesel-Gelenktriebwagen der deutschen Reihe 643 (Bombardier Talent) und stellte sie im Dezember 2023 in Dienst. Die bei der Inbetriebsetzung 25 Jahre alten Talent Triebwagengarnituren mit dieselmechanischem Antrieb sind drei-teilig und weisen jeweils 135 Sitzplätze sowie 150 Stehplätze auf. Sie lösen die zwei Triebwagen der Baureihe 5047 (Baujahr 1992) sowie die 2014 als Ersatz für gebrauchte schweizerische Leichtstahlwagen beschafften CityShuttle-Wagen der ÖBB ab.

Die Lokalbahn nach Übelbach wird seit 2011 mit drei elektrischen Triebwagen Typ GTW 2/6 betrieben, die sich von den dieselelektrischen nur im Antriebsmodul unterscheiden. Zuvor wurden ehemalige Schweizer Elektrotriebwagen eingesetzt, wovon einer noch heute fallweise verwendet wird. Bis Ende 2010 war auch ein von den ÖBB angemieteter Triebwagen der Reihe 4023 im Einsatz.

Auf der Landesbahn Feldbach–Bad Gleichenberg sind ebenfalls Elektrotriebwagen (Baujahr 1930, modernisiert 1979/1990) im Einsatz, für den Güterverkehr steht eine Elektrolokomotive im Einsatz.

Auf der Murtalbahn verkehren die Schmalspur-Triebwagen VT 31–35, die in der Folge von den ÖBB als Reihe 5090 nachgebaut wurden. Die StB verfügt zusätzlich über passende Steuerwagen für diese Baureihe. Auf der Murtalbahn werden – wie auch auf der Feistritztalbahn – Nostalgiefahrten mit Dampflokomotiven durchgeführt.

Für Güterverkehr und Verschub steht der Steiermarkbahn folgendes Rollmaterial zur Verfügung:

Schmalspur (760 mm) 8 Dampflokomotiven 8 Diesellokomotiven 5 Dieseltriebwagen 4 Elektrolokomotiven (Gleichstrom) 4 Steuerwagen (Reisezugwagen) 27 Personenwagen (Touristikzüge) 3 Gepäckwagen 168 Güterwagen

Normalspur (1.435 mm) 6 Diesellokomotiven 6 Dieseltriebwagen 2 Dieseltriebwagen vom Typ Jenbacher Werke (1992) 3 Dieseltriebwagen vom Typ Stadler GTW 4. Generation (2010) 3 Dieseltriebwagen vom Typ Bombardier Talent 1 (1998) 1 Elektrolokomotive (Gleichstrom) 4 Elektrotriebwagen (Wechselstrom) 2 Elektrotriebwagen (Gleichstrom) 42 Güterwagen

Trivia Die Steiermarkbahn wendet für ihre Dampflokomotiven als letztes Bahnunternehmen nach wie vor das Reihenschema der kkStB und BBÖ an.

Fahrzeugdesign mini|Ehemaliges Logo der STLB mini|Der Panther als Logo der Steiermarkbahn