Aspermie ist der medizinische Ausdruck für das Ausbleiben des Ejakulats mit oder ohne Spermien (Samen) trotz des Auftretens der durch einen Orgasmus neurophysiologisch vom Sexualzentrum im Zwischenhirn ausgelösten und direkt eine Ejakulation bewirkende unwillkürlichen Kontraktionen der Geschlechtsorganeuni-giessen.de: und ist nicht zu verwechseln mit einer Azoospermie, der Abwesenheit von Samenreifungszellen und Samenzellen in einem Ejakulat, oder der Anejakulation, dem Ausbleiben der unwillkürlichen Kontraktionen der Geschlechtsorgane und damit dem Ausbleiben der Ejakulation bei vorhandenem Orgasmus.
Begriffsvariationen Nach auch in der Literatur zu findenden anderen Definitionen bedeutet Aspermie entweder das Fehlen zellulärer Elemente im SamenRoche Lexikon Medizin. 5., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hoffmann-La Roche / Urban & Fischer, München 2003, ISBN 3-437-15150-9. oder das Fehlen von Samenfäden im Ejakulat. Auf: urologenportal.de; Lexikon; Abgerufen am 3. September 2013. Ein Unterschied zu Azoospermie ist bei diesen Definitionsvarianten teils kaum noch erkennbar.
Formen
Präpubertär Da in der überwiegenden Mehrzahl bei männlichen Kindern vor der Pubertät und damit vor dem Eintritt der Geschlechtsreife bei einer sexuellen Stimulation bis zum Höhepunkt trotz unwillkürlicher Kontraktionen der Geschlechtsorgane ein trockener Orgasmus ohne Ejakulat auftritt, kann man auch in diesen Fällen von einer vorübergehenden Aspermie sprechen.
Postpubertär In diesem Lebensabschnitt handelt es sich meist entweder um eine sogenannte Transportaspermie, z. B. im Rahmen einer Innervationsstörung im Bereich der ableitenden Samenwege und/oder der akzessorischer Geschlechtsdrüsen oder um eine vollständige retrograde Ejakulation.
Erkrankungsfolge Die Folge einer auch nach der Pubertät andauernden oder nach Erreichen der Geschlechtsreife zu irgendeinem Zeitpunkt erneut auftretenden Aspermie ist die männliche Infertilität.
Siehe auch Trockener Orgasmus
Einzelnachweise
Kategorie:Krankheitssymptom in der Urologie