Karim Onisiwo (* 17. März 1992 in Wien) ist ein österreichischer Fußballspieler auf der Position eines Stürmers und Flügelspielers. Er war von 2015 bis 2023 österreichischer Nationalspieler.
Vereinskarriere Kindheit, Jugend und erste Einsätze im Herrenfußball Karim Onisiwo wurde am 17. März 1992 als Sohn eines Nigerianers und einer Wienerin in Wien geboren, wo er vor allem im Bezirk Favoriten aufwuchs. Sein Vater und David Alabas Vater George Alaba kannten sich bereits aus dem gleichen Stadtteil von Lagos. Als beide nach Wien kamen und die Söhne geboren wurden, hielten sie weiterhin Kontakt, weshalb Onisiwo einen großen Teil seiner Kindheit und Jugend an der Seite von David Alaba und anderen Nachwuchsspielern als Käfigfußballer verbrachte.Karim Onisiwo im Sportnet-Talk – Was ihn mit Alaba verbindet und wo seine Zukunft liegt, abgerufen am 4. November 2015 Rund drei Monate nach seinem sechsten Geburtstag wurde Onisiwo, nachdem er von einem Fußballtrainer beim Spielen im Park entdeckt worden war, von seinen Eltern beim Favoritner AC angemeldet, bei dem er bis Oktober 2001 diverse Jugendspielklassen durchlief, ehe er sich der Jugend des SK Rapid Wien anschloss. Von dort aus ging es im März 2002 in den Nachwuchsbereich des Lokalrivalen FK Austria Wien, bei dem er bis September 2005 angemeldet war und zwischendurch von September 2004 bis März 2005 als Leihspieler der Jugend des 1. Simmeringer SC angehörte. Von der Austria wechselte er in den Nachwuchsbereich des SC Team Wiener Linien und kam nach beinahe zwei Jahren als mittlerweile 15-Jähriger zum ältesten Fußballverein Österreichs, dem First Vienna FC 1894. Bei den Döblingern trat Onisiwo von Beginn an torgefährlich in Erscheinung, so war er noch 15-jährig einer der torgefährlichsten Spieler der U-17-Mannschaft des Vereins, mit der er am Saisonende 2007/08 überlegen Meister wurde. Zu wenigen Einsätzen brachte er es dabei auch für die U-19-Auswahl des Klubs, mit der er am Ende Vizemeister hinter dem Wiener Sportklub wurde und auch als Torschütze erfolgreich war.
Ab der Spielzeit 2008/09 stellte er seine Angriffsstärke neuerlich unter Beweis, wobei er mindestens 14 Tore in 13 U-17-Spielen erzielte und mit dem Team erneut U-17-Meister wurde.nachweisbare Einsätze lt. fussballoesterreich.at Bereits vermehrt kam er auch in der U-19-Mannschaft zum Einsatz, für die er in mindestens 15 Meisterschaftspartien acht Treffer erzielte. Obgleich er es zu keinen Einsätzen für die zweite Kampfmannschaft mit Spielbetrieb in der fünftklassigen Oberliga B brachte, war er 2008/09 erstmals im Kader der Regionalligamannschaft, die zum Saisonende Meister wurde und in der Relegation in die zweithöchste Fußballliga des Landes aufstieg. Während er im offiziellen Ligageschehen nicht berücksichtigt wurde, absolvierte er unter Trainer Peter Stöger ein Spiel im NÖ-Cup, als er am 8. Oktober 2008 bei der 4:6-Niederlage gegen den SV Hirschstetten zur Halbzeit für Alfred Niefergall eingewechselt wurde. In einem weiteren Testspiel gegen den SV Würmla saß er in diesem Jahr auch einmal uneingesetzt auf der Ersatzbank der ersten Kampfmannschaft. In der folgenden Saison 2009/10 kam der ausgebildete Stürmer vorwiegend in der Oberliga-Mannschaft zum Einsatz, für die er in 20 Ligapartien auf dem Feld stand, wobei er einen Treffer erzielte. Mit der Mannschaft rangierte er im Endklassement auf dem vierten Platz, kam aber nebenbei auch zu einigen wenigen Einsätzen für die U-18-Mannschaft des Vereins, die mit einem Punkt Rückstand auf die U-18 des FC Stadlau Vizemeister wurde. Für Einsätze bei den Profis, weder Pflichtspiel- noch Testspieleinsätze, reichte es in dieser Saison nicht, obwohl er bereits 17-jährig einen Profivertrag unterzeichnet hatte.
Rascher Durchbruch im Herrenfußball Mitte September 2010 wechselte Onisiwo, der nach seinem Schulabschluss zum Automechaniker ausgebildet wurde, auf Leihbasis zum damaligen Regionalligisten SC Ostbahn XI, bei dem er rasch den Durchbruch schaffte. Bereits im ersten Spiel, einer 0:1-Auswärtsniederlage gegen die Amateurmannschaft des SK Rapid Wien, wurde der Stürmer von Kurt Jusits über die vollen 90 Minuten eingesetzt. Nur eine Woche später erzielte er bei einem 1:1 im Heimspiel gegen den SV Schwechat seinen ersten Treffer für die Simmeringer. In weiterer Folge avancierte Onisiwo zum besten Torschützen seiner Mannschaft und rangierte zum Saisonende vor Spielern wie Rareş-Sergiu Chiorean (sechs Tore) oder Aleksandar Marinković und Markus Rühmkorf mit jeweils fünf Toren auf dem zweiten Platz der mannschaftsinternen Torschützenliste. Nur vier Siege und fünf Remis aus 30 absolvierten Partien reichten am Ende nicht für den Klassenerhalt in der Regionalliga Ost, womit der neuerliche Abstieg in die Wiener Stadtliga besiegelt war. Nach der Rückkehr zu seinem Stammklub im Juni 2011 wurde der vielseitig einsetzbare Akteur Anfang Juli 2011 umgehend an den TSV Neumarkt, Teilnehmer der drittklassigen Regionalliga West, abgegeben. Bei den Salzburgern erzielte er in der ersten Meisterschaftsrunde bei einem 4:1-Heimsieg über den FC Hard einen Hattrick. Beim Amateurverein vom Wallersee war er am Saisonende hinter Christoph Hübl (16 Treffer) und zusammen mit Daniel Kreuzer mit acht Treffern zweitbester Torschütze in der teaminternen Torschützenliste, obwohl er der Mannschaft nur bis zur Winterpause angehörte und in lediglich 16 Ligaspielen eingesetzt worden war. Des Weiteren absolvierte er für die Mannschaft, die am Saisonende den 13. von 16 Plätzen in der Regionalliga West belegte, das Erstrundenspiel des ÖFB-Cups 2011/12 gegen den SC Weiz, dem das Team mit 1:5 unterlag.
Über Straßwalchen zur Austria Salzburg Im Wintertransferfenster der Saison 2011/12 wechselte Onisiwo innerhalb des Bundeslandes Salzburg zum Salzburger Landesligisten SV Straßwalchen, bei dem er sich, nachdem er in den ersten drei Ligapartien im Frühjahr nicht eingesetzt wurde, offensiv stark zeigte. So wurde er ab der 20. Runde in jedem Ligaspiel eingesetzt und brachte es bei elf Einsätzen auf sieben Treffer und ebenso viele Torvorlagen. Mit der Mannschaft rangierte er im Endklassement mit dem achten Platz exakt in der Tabellenmitte und wechselte daraufhin im Sommer vor der Spielzeit 2012/13 erneut den Verein. Nach einem Probetraining unter Trainer Adi Hütter beim SV Grödig, bei dem er bereits ein Jahr zuvor unter Heimo Pfeifenberger ein Probetraining absolviert hatte, ging es diesmal Anfang Juli 2012 zum aufstrebenden SV Austria Salzburg,Austria Salzburg holt Sturmtalent Karim Onisiwo, abgerufen am 4. November 2015 bei dem er in den ersten drei Partien verletzungsbedingt nicht eingesetzt wurde und danach vorwiegend als Ersatzmann für den routinierteren Raimund Friedl am rechten Flügel agierte. Erst am 13. Oktober 2012 wurde er bei einem 2:0-Sieg über den SC Bregenz von Trainer Thomas Hofer als Mittelstürmer eingesetzt und hatte diese Position, abwechselnd mit der des Rechtsaußens und sporadischen anderen Positionsbesetzungen, bis zum Saisonende als Stammkraft inne. Vor allem nach der Umstellung des Systems verdrängte er Friedl ab Oktober von dessen angestammter Position und brachte es danach auch öfter zu Einsätzen über die volle Spieldauer. Zum Meisterschaftsende rangierte die Austria schließlich mit sechs Punkten Rückstand auf den FC Liefering auf dem zweiten Tabellenplatz und hatte den Aufstieg nicht geschafft. Stattdessen setzte sich die Mannschaft zum wiederholten Male im Salzburger Fußballcup durch und besiegte dabei den TSV St. Johann im Finale mit 4:0. Bis zum Saisonende hatte es Onisiwo auf eine Bilanz von sechs Toren und fünf Assists in 25 Ligaspielen gebracht. Im Erstrundenspiel des ÖFB-Cups 2012/13 unterlag die Mannschaft dem späteren Cupsieger FC Pasching mit 1:2 und schied frühzeitig aus.
Nachdem Onisiwo im Juni 2013 seinen Vertrag bei der Austria um eine weitere Saison verlängert hatte,, abgerufen am 4. November 2015 absolvierte er eine erfolgreiche Spielzeit, in der er unter Miroslav Polak in allen 30 Ligapartien eingesetzt wurde. Dabei war er abwechselnd am rechten und linken Flügel im Einsatz, absolvierte aber auch einige Spiele als Stürmer. Seine besten Leistungen brachte der damals 21- bzw. 22-Jährige, der im ersten Drittel der Saison vor allem als Ersatzspieler oder Joker agierte, vor allem ab der 20. Runde, als er in den letzten elf Ligapartien neun Tore erzielte und weitere acht für seine Teamkollegen vorbereitete. Über die gesamte Spielzeit hinweg brachte er es dabei auf eine Bilanz von zwölf Treffern und elf Assists in 30 Meisterschaftspartien. Mit der Mannschaft wurde er nach nur einer Niederlage und neun Punkten Vorsprung auf den WSG Swarowski Wattens Meister der Regionalliga West, schied jedoch in der anschließenden Relegation mit 2:5 gegen den noch als Fusion mit dem aufgelösten PSV Team für Wien auftretenden Floridsdorfer AC als FAC Team für Wien aus und musste in der Drittklassigkeit verbleiben. Daneben wurde Onisiwo wiederholt Salzburger Fußballpokalsieger und schied mit der Mannschaft in der zweiten Runde des ÖFB-Cups 2013/14 im Elfmeterschießen gegen seinen späteren Klub SV Mattersburg aus dem laufenden Turnier aus.
Wechsel nach Mattersburg und Einberufung in die Nationalmannschaft mini|links| mini| Aufgrund seiner Leistungen in der Regionalliga wurde Onisiwo rasch von österreichischen und europäischen Klubs umworben. Darunter zeigten die Bundesligisten SK Sturm Graz,, abgerufen am 4. November 2015 der SV Grödig,SV Grödig wildert in der Regionalliga West, abgerufen am 4. November 2015 SCR Altach oder die beiden Wiener Großklubs Interesse am mittlerweile 22-Jährigen. Dieser wechselte in die zweitklassige Erste Liga und unterschrieb zusammen mit Teamkollegen Michael Perlak einen Vertrag bei der SV Mattersburg.Karim Onisiwo & Michael Perlak – Austria-Salzburg-Duo wechselt zum SV Mattersburg, abgerufen am 4. November 2015 Sein Vertrag lief über ein Jahr inklusive einer Option auf Verlängerung. Mit den Mattersburgern avancierte er unter Trainer Ivica Vastić rasch zum offensivstarken und torgefährlichen Stammspieler, der noch stärker von anderen Klubs umworben wurde. So setzte der SK Rapid Wien viel daran, Onisiwo zu engagieren, ehe Mattersburg-Obmann Martin Pucher ein Transferverbot erteilte.Transferverbot für Karim Onisiwo – Rapid Wien schaut durch die Finger, abgerufen am 4. November 2015 Unter Vastić wurde er abwechselnd im linken Mittelfeld oder als Mittelstürmer eingesetzt. Dabei war er in 33 von 36 Ligapartien im Einsatz, erzielte 18 Tore und bereitete weitere zehn für seine Mannschaftskollegen vor. Mit seinen 18 Treffern war er hinter Markus Pink nicht nur zweitbester Torschütze des Teams, sondern der gesamten Liga. Des Weiteren war er einer der besten Assistgeber der Liga und führte die Scorerliste mit 28 Punkten an. Bereits einige Runden vor Saisonende fixierten die Mattersburger den Aufstieg in die österreichische Bundesliga und hatten am Ende sechs Punkte Vorsprung auf den FC Liefering, der als Farmteam von Red Bull Salzburg ohnehin nicht aufstiegsberechtigt gewesen wäre. Im ÖFB-Cup 2014/15 schied Onisiwo mit seiner Mannschaft im Achtelfinale gegen Altach nach Elfmeterschießen aus.