Schlatt (TG) ist eine Ortschaft und seit 1999 eine politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz. Die reformierte Kirchgemeinde trägt den Namen Schlatt bei Diessenhofen.Kirchgemeinde Schlatt bei Diessenhofen. Auf der Webseite der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau, abgerufen am 20. Dezember 2019
Geographie mini|links|Reformierte Kirche in Schlatt Die Gemeinde liegt zwischen Frauenfeld und Schaffhausen im Schlattertal am Ostabhang des Cholfirsts. Sie ist die westlichste Gemeinde des Kantons Thurgau und grenzt an das Gebiet des Kantons Zürich. Die Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt bildet mit der Ortsgemeinde Unterschlatt eine räumliche und kulturgeschichtliche Einheit. Sie wurde 1999 durch die Fusion der beiden Ortsgemeinden wiederhergestellt, nachdem das alte Schlatt Anfang des 19. Jahrhunderts aufgeteilt worden war.
Die ehemalige Gemeinde Unterschlatt umfasste neben dem Dorf Unterschlatt die Ortsteile Dickihof im Südosten, Altparadies mit dem ehemaligen Kloster Paradies und die im 19. und 20. Jahrhundert entstandene Industriesiedlung Neuparadies sowie im Norden den ehemaligen Weiler Kundelfingen (heute Kundelfingerhof). Die ehemalige Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt setzte sich aus den Ortsteilen Mettschlatt, Oberschlatt und Fallentor zusammen.Geschichte. Auf der Webseite der Gemeinde Schlatt (TG), abgerufen am 20. Dezember 2019
Die frühere Kiesgrube in der Gishalde wird heute als Trainingsstrecke für Geländefahrzeuge verwendet.
Schlatt hat eine internationale Grenze mit der Exklave Büsingen am Hochrhein (Deutschland).
Geschichte Slate wurde 858 erstmals urkundlich erwähnt. Die politische Gemeinde Schlatt besteht seit dem 1. Januar 1999 und vereinigt die beiden ehemaligen Ortsgemeinden Mett-Oberschlatt und Unterschlatt der ehemaligen Munizipalgemeinde Basadingen. Schlatt gehörte bis 2010 zum Bezirk Diessenhofen.
→ siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Mett-Oberschlatt → siehe auch Abschnitt Geschichte im Artikel Unterschlatt
Wappen mini|links|x110px|Mett-Oberschlatt
Blasonierung: Schräg geteilt von Gelb mit schreitendem rotem Löwen und von Rot mit gelber Pflugschar.Gemeindewappen. Auf der Webseite ders Staatsarchivs des Kantons Thurgau, abgerufen am 8. Dezember 2019
Das Wappen der Gemeinde Schlatt wurde bei der Gemeindegründung aus den Wappen der Ortsgemeinden Mett-Oberschlatt und Unterschlatt kombiniert. Der Löwe verweist vermutlich auf die Kyburger, die Pflugschar steht für die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde.
Bevölkerung + Bevölkerungsentwicklung im Gebiet der heutigen Gemeinde Schlatt
+ Bevölkerungsentwicklung der einzelnen Gemeinden 1800 1831 1850 1870 1900 1950 1990 2000 2010 2018 Politische Gemeinde 1485 1601 1698 Ortsgemeinde Mett-Oberschlatt 203 287 332 257 317 326 Ortsgemeinde Unterschlatt 466 631 636 633 914 915 Von den insgesamt 1698 Einwohnern der Gemeinde Schlatt im Jahr 2018 waren 187 bzw. 11,0 % ausländische Staatsbürger. 912 (53,7 %) waren evangelisch-reformiert und 297 (17,5 %) römisch-katholisch.
Wirtschaft Im Jahr 2016 bot Schlatt 403 Personen Arbeit (umgerechnet auf Vollzeitstellen). Davon waren 15,2 % in der Land- und Forstwirtschaft, 41,5 % in Industrie, Gewerbe und Bau sowie 43,3 % im Dienstleistungssektor tätig.
Sehenswürdigkeiten Das Kloster Paradies ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.
→ siehe auch Artikel Liste der Kulturgüter in Schlatt TG → siehe auch Abschnitt Sehenswürdigkeiten im Artikel Mett-Oberschlatt
Dickihof mini|Dickihof Ein Grabhügel lässt darauf schliessen, dass der Weiler Dickihof vermutlich bereits zur Hallstattzeit besiedelt war. Die Siedlung wird 1162 als zur Kartause Ittingen zugehörend bezeichnet, der Kirchenfürst Ticchi soll in diesem Ort residiert haben. Dieser bäuerliche Weiler, dessen älteste Bausubstanz vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt, präsentiert sich heute noch in etwa gleich wie auf der Siegfriedkarte von 1883. Der Weiler Dickihof ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt.
Bilder
Literatur Alfons Raimann: Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau, Band V: Der Bezirk Diessenhofen. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1992 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 85). ISBN 3-909158-73-0. S. 254–283.
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Schlatt TG
Einzelnachweise
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