mini|hochkant|Denkmal für die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff im Garten von Burg Hülshoff in Havixbeck (1896) mini|hochkant|Overberg-Statue am Overberg-Kolleg in Münster (1897) mini|hochkant|Neugotische Gewändefiguren am Westportal der Überwasserkirche in Münster (1903) Anton Rüller (* 26. Mai 1864 in Ascheberg; † 31. März 1936 in Münster) war ein deutscher Bildhauer.

Rüller ist vor allem durch seine Büsten der Annette von Droste-Hülshoff und verschiedene Figuren an Kirchen in und um Münster bekannt.

Leben Anton Rüller wurde 1864 in Ascheberg in Westfalen geboren. Er lernte in der Werkstatt des Münsteraner Bildhauers Heinrich Fleige. Nach dessen Tod 1890 übernahm Rüller die Werkstatt und entwickelte einen eigenen Stil, vor allem auf dem Gebiet der Porträtbildhauerei. In den folgenden Jahrzehnten schuf er zahlreiche öffentliche Denkmäler und Sakralfiguren sowie private Grabanlagen.Detlef Fischer: Münster von A bis Z. Wissenswertes in 1500 Stichworten über Geschichte, Kunst und Kultur. Aschendorff, Münster 2000, ISBN 978-3-402-05367-6, S. 293 f.

Als Vorlage für das Prägebild der Büste auf den Notmünzen mit dem Brustbild von Annette von Droste-Hülshoff und der dazugehörigen Zwittermedaille der Provinz Westfalen hat Rudolf Bosselt die von Anton Rüller geschaffene Büste verwendet, die sich im Garten von Burg Hülshoff befindet.

Rüller lehrte später an der Kunstschule Münster und unterrichtete unter anderem die Goldschmiedin Ursula Bach-Wild.Metallkunstwerkstätten Bach-Wild, Münster. Website der Gold- und Silberschmiede Innung Münster. Abgerufen am 3. November 2015.

Werke (Auswahl) 1896: Marmorbüste von Annette von Droste-Hülshoff, erst am Kanonengraben, seit 1905 auf der Kreuzschanze, Münster 1896: Denkmal für Annette von Droste-Hülshoff im Garten der Burg Hülshoff, Havixbeck (zusammen mit Heinrich Fleige) 1897: Denkmal für den Münsteraner Theologen Bernhard Heinrich Overberg am Overberg-Kolleg, Münster 1903: Figurenzyklus (Madonnenstatue und die zwölf Apostel) an der Überwasserkirche, Münster 1903: Kniender Jesus in der Ölberg-Grotte, Lohne (Oldenburg) 1903: Denkmal für Clemens von Ketteler 1903: Denkmal für den Münsteraner Komponisten Julius Otto Grimm an der Kreuzschanze, Münster 1909: Denkmal für Tonio Bödiker, Haselünne 1910: Figuren im Portal der Lambertikirche, Münster Christusstatue (Kriegerdenkmal) in Altenberge aus Eichenholz geschnitzte Plastik der Maria mit dem Leichnam Jesu auf dem Schoß in der Kirche St. Servatius in Hembergen (heute Emsdetten) Herz-Jesu-Statue in der Herz-Jesu-Kapelle der Liebfrauenkirche, Holzwickede

Literatur Liselotte Folkerts: Goethe in Westfalen. Keine Liebe auf den ersten Blick. Lit Verlag, Münster 2010, ISBN 978-3-643-10938-5, S. 88 f.

Einzelnachweise auf grosse-drenkpohl.de. Abgerufen am 3. November 2015.

Peter Werland: Die Wiederherstellung des Altares zu Davensberg (entnommen aus dem Davensberger Jahrbuch 1999). davensberg.de. Abgerufen am 16. September 2023. Jahrbuch des emsländischen Heimatbundes (Band 56). Verlag des emsländischen Heimatbundes, Sögel 2010, ISBN 978-3-88077-062-1, S. 209 (online). Ulrich Adolf: Tonio Bödiker, 1843-1907. Erster Präsident des Reichsversicherungsamtes. Verlag der Emsländischen Landschaft e. V. für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim, 2006, ISBN 978-3-925034-41-1, S. 135. Gerd Eversberg: Die Stadt über der Stadt.. eversberg.eu. Abgerufen am 3. November 2015. Winfried Daut: Lateinische Inschriften an Kirchen und Häusern in Münster (PDF; 232 kB). muenster.org. Abgerufen am 3. November 2015. Karl Stening: Statue soll restauriert werden. Bald wieder in alter Schönheit? Westfälische Nachrichten. 5. Oktober 2013. Abgerufen am 3. November 2015. Tobias Stöppel: . In: Emsdetter Heimatblätter, Nr. 102, 59. Jahrgang. Verlag der Emsdettener Volkszeitung, Dezember 2010.

Kategorie:Bildhauer (Münster) Kategorie:Geboren 1864 Kategorie:Gestorben 1936 Kategorie:Deutscher Kategorie:Mann